Heribert Rau

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Grab von Heribert Rau auf dem Frankfurter Hauptfriedhof

Heribert Marquard Philip Joseph Rau (* 11. Februar 1813 in Frankfurt am Main; † 26. September 1876 in Offenbach am Main) war ein deutscher Pfarrer, Schriftsteller und Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rau erlernte in Frankfurt den Kaufmannsberuf und wurde ab 1844 Mitgründer der Unitarischen Freien Religionsgemeinde und bald darauf Leiter der freireligiösen Bewegung in Frankfurt. Zur Weiterbildung ging er nach abgelegtem Maturitätsexamen zum Studium der Theologie an die Universität Heidelberg. Er heiratete in Heidelberg und wurde Vater zweier Kinder. Nach dem Studium wurde er Prediger der deutsch-katholischen Gemeinde in Stuttgart und ab 1849 in Mannheim. Dort schrieb er einige freireligiösen Schriften und wurde aufgrund dieser auf Betreiben der orthodoxen Partei 1856 von der Regierung seines Amtes enthoben, woraufhin er wieder nach Frankfurt zog. Hier war er ausschließlich schriftstellerisch tätig, bis er 1868 in Offenbach am Main erneut Prediger und Religionslehrer einer deutsch-katholischen Gemeinde wurde. Dieses Amt hatte er bis 1874 inne. Er starb 1876. Sein Werk von insgesamt 103 Bänden war sehr vielseitig und beinhaltete Dichtungen philosophische, theologische und geschichtliche Werke, Operntexte, Romane, Erzählungen und anderes. Seine Schrift «Neue Stunden der Andacht zur Beförderung wahrer Religiösität» von 1857 stand zeitweise auf dem Index Librorum Prohibitorum und war somit für jeden Katholiken verboten zu lesen.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander von Humboldt: Kulturhistorisch-biographischer Roman in sechs Teilen / von Heribert Rau. (Frankfurt am M. : Weidinger, 1860)
  • Allgemeine Geschichte der christlichen Kirche : von ihrem Entstehen bis auf die Gegenwart : für das deutsche Volk / (Frankfurt a. M. : J. Rütten, 1846)
  • Kaiser und Narr. Historischer Roman. 3 Teile. (Leipzig, Brockhaus, 1845)
  • Beethoven, ein Künstlerleben. Kulturhistorisch-biographisch geschildert. (Leipzig, T. Thomas, 1887)
  • Mozart; ein Künstlerleben. (Frankfurt am Main, Meidinger, [1858])

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vollständige Liste des Index Librorum Prohibitorum von 1946; abgerufen am 16. Juni 2016