Herrenschwand

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Herrenschwand (Begriffsklärung) aufgeführt.
Herrenschwand
Stadt Todtnau
Wappen der ehemaligen Gemeinde Herrenschwand
Koordinaten: 47° 46′ 1″ N, 7° 57′ 12″ O
Höhe: 1011 m ü. NHN
Einwohner: 107 (2. Jan. 2015)[1]
Eingemeindung: 1809
Eingemeindet nach: Präg
Postleitzahl: 79674
Vorwahl: 07674
Kapelle Herrenschwand

Herrenschwand ist ein Dorf im Südschwarzwald und bildet zusammen mit dem Vorder- und Hinterdorf von Präg den Todtnauer Stadtteil Präg im baden-württembergischen Landkreis Lörrach, der einen gemeinsamen Ortschaftsrat hat.[2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herrenschwand liegt, von Wald umgeben, auf einem Hochplateau, umgeben von den höchsten Bergen des Schwarzwaldes auf einer Höhe von etwa 1 011[3] Meter und besitzt einen etwa 850 m langen Skihang. Die Entfernung zum Feldberg beträgt etwa 25 km und zu Todtmoos 6 km.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1374 als Herunswanda genannt. Der Namensteil Schwand (=Swanda) wird von Schwend abgeleitet, d.h. es handelt sich um eine Rodungssiedlung. Im 14. und 15. Jahrhundert wird Herrenschwand als Lehen der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg an die Herren von Bärenfels genannt. Später gehörte der Ort zum Kloster St. Blasien.

Seit 1809 bildete Herrenschwand mit Präg eine selbständige Gemeinde, die 1974 in die Stadt Todtnau eingemeindet wurde.[4]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" (2005/2006) erhielt Herrenschwand "für herausragende Leistungen in Dorf, Landschaft und Gemeinschaft eine Auszeichnung in Gold". Die Dorfgemeinschaft wirbt als "eines der letzten typischen, malerischen Schwarzwalddörfer" um Touristen.

Früher gab es eine Dorfschule und Einkaufsmöglichkeiten, die aber heutzutage nicht mehr betrieben werden. Dafür hat es in den letzten Jahren Anstrengungen gegeben, Kur- und Wellnessangebote einzurichten. So gibt es in Herrenschwand beispielsweise einen Kneippgang in einem Bach.

Wohl berühmtester Hausbesitzer war in der Vergangenheit Jörg Kachelmann, der in Herrenschwand ein Haus besaß und dort auch eine kleine Wetterstation installiert hatte.[5]

Die Skifreunde Herrenschwand 1969 e.V.[6] veranstalteten von 2005 bis 2008 auch einen Sommer-Berglauf bei dem auf einer Strecke von 3500 Metern eine Höhendifferenz von 500 Metern zu bewältigen war.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine gewisse Verwechslungsgefahr besteht hinsichtlich der unweit gelegenen ehemaligen Gemeinde Großherrischwand, die seit 1974 zur Gemeinde Herrischried gehört.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Badische Historische Kommission (Herausgeber), bearbeitet von Albert Krieger: Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden, Heidelberg 1904, Band 1, Spalte 946 online unter Heidelberger historische Bestände - digital
  • Johann Baptist von Kolb (Herausgeber): Historisch-statistisch-topographisches Lexicon von dem Großherzogthum Baden, Zweyter Band, im Verlag der C.F. Macklotschen´schen Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1814, S. 65 online in der Google-Buchsuche

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.todtnau.de/buergerservice/statistiken/einwohner.htm
  2. auf der Homepage der Stadt Todtnau wird Herrenschwand jedoch als Stadtteil genannt
  3. Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
  4. Eintrag auf Badische Seiten
  5. Artikel auf "Tagesanzeiger"-Online vom 5. Dezember 2010, abgerufen am 16. April 2012
  6. Homepage Skifreunde
  7. Berglauf Beschreibung