Herrenwitz

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Mit Herrenwitz wird laut Duden ein „derber, frivoler Witz bezeichnet, der üblicherweise erzählt wird, wenn Männer unter sich sind“.[1]

Rechtliche Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werden „Herrenwitze“ von Männern zu Frauen in zweideutiger Form erzählt, kann dies in Deutschland bereits als sexuelle Belästigung gelten. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz definiert in § 3 Absatz 4, dass „eine sexuelle Belästigung“ auch dann vorliegt, wenn durch „Bemerkungen sexuellen Inhalts“ die Würde der betreffenden Person verletzt wird.[2] In der Regel bauen sich Situationen, in denen es zu Grenzüberschreitungen (auch durch Herrenwitze) kommt, langsam auf.[3]

Bekannte Erzähler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In 2013 gab es ein starkes mediales Interesse über anzügliche Bemerkungen von Rainer Brüderle, das durch einen Stern-Artikel mit dem Titel „Der Herrenwitz“ ausgelöst wurde. Siehe Laura Himmelreich#Feature „Der Herrenwitz“
  • Die Journalistin Silke Burmester behauptete in einem Spiegel-Artikel mit dem Titel „Herrenwitze ersetzen Humor“ über den Showmaster Thomas Gottschalk: „Ein Moderator, der eine Show als Herrenwitz auslegt, ist auf Dauer so ermüdend, wie eine Ehe in Missionarsstellung“.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • sat1 Harald Schmidt Show, Klassiker des Herrenwitzes
  • sat1 Harald Schmidt Show, Klassiker des Herrenwitzes

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herrenwitz, duden.de
  2. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, § 3
  3. Tina Groll: Sexismus: Wie man sich würdevoll gegen Herrenwitze wehrt. zeit.de, 25. Januar 2013, abgerufen am 29. Januar 2013
  4. Silke Burmester: „Wetten, dass...?“ mit Carla Bruni: Herrenwitze ersetzen Humor. spiegel.de, 5. Oktober 2008, abgerufen am 31. Januar 2013