Hessen-Forst

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Hessen-Forst ist ein Landesbetrieb nach § 26 der hessischen Landeshaushaltsordnung.[1] Aufgabe des Landesbetriebs ist es, den hessischen Wald nachhaltig, wirtschaftlich und unter besonderer Berücksichtigung des Gemeinwohls zu bewirtschaften. Gegründet wurde der Landesbetrieb Hessen-Forst zum 31. Januar 2001. Die Satzung[2] führt die Aufgaben des Landesbetriebs näher aus, die in § 27 des Hessischen Waldgesetzes[3] beschrieben werden.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landesbetrieb Hessen-Forst betreut den Wald im gesamten Bundesland Hessen. Die betreuten Waldflächen sind in Einheitsforstämter und Revierförstereien eingeteilt, die die Tätigkeiten vor Ort ausführen.[4] Zu den Aufgaben des Landesbetriebs gehört die Betreuung des Staatswaldes sowie des Körperschafts-, Gemeinschafts- und Privatwaldes. Weitere Dienststellen von Hessen-Forst sind das Nationalparkamt, das den Nationalpark Kellerwald-Edersee betreut, die Anstalt für Forsteinrichtung und Naturschutz (FENA) in Gießen, Hessen-Forst Technik und die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt. Der Sitz der Landesbetriebsleitung mit vier Fachabteilungen ist in Kassel.

Dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz obliegt die fachliche und dienstliche Kontrolle. Eine Landesbetriebskommission[5] berät den Betrieb als unabhängiges Gremium.

Die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung durch den Landesbetrieb Hessen-Forst ist seit 2000 durch PEFC zertifiziert.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Bewirtschaftung der Waldflächen des Landes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewirtschaftung von Staats-, Körperschafts- und Privatwald erfolgt sowohl nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen, als auch unter Wahrung der Gemeinwohlverpflichtung. Im Staatswald verwaltet und bewirtschaftet der Landesbetrieb das Betriebsvermögen und die übertragenen Liegenschaften. Der Landesbetrieb ist ebenfalls für das Produkt „Schutz- und Erholungsfunktionen“ verantwortlich. Inhalte sind die Pflege und Entwicklung naturnaher Biotope, die Bodenschutzkalkung, die Betreuung von Erholungseinrichtungen sowie die Geschäftsführung von Naturparks. Der Landesbetrieb betreut insgesamt 31 Naturwaldreservate und 762 Naturschutzgebiete. Forstliche Entscheidungen im Staatswald werden unter Berücksichtigung der Naturschutzleitlinien getroffen.

Betreuung des Körperschafts-, Gemeinschafts- und Privatwaldes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Körperschafts- und Gemeinschaftswäldern übernimmt Hessen-Forst den forsttechnischen Betrieb und die Leitung. Im Privatwald erfolgt die Betreuung als allgemeine Förderung in Form der Beratung. Die forstbetriebliche Betreuung erfolgt auf Basis von Einzelverträgen zwischen dem Waldbesitzer und Hessen-Forst. Im Rahmen der Betreuung unterstützt der Landesbetrieb Hessen-Forst die Waldbesitzer bei der Festlegung ihrer betrieblichen Ziele und setzt diese gemeinsam mit dem Waldbesitzer um. Wichtiger Bestandteil der Beratungstätigkeit ist die Information möglicher finanzieller Förderungen von Maßnahmen im Wald und die Unterstützung bei Fördermittelanträgen.

Forsteinrichtungsarbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landesbetrieb erstellt mittelfristige Planungswerke als Steuerungsinstrument für die nachhaltige Waldbewirtschaftung, sogenannte Forsteinrichtungswerke. Die Grundlagen hierfür, Kenntnisse über den Boden als waldbaulichen Standort und das Waldwachstum werden ebenfalls durch den Landesbetrieb erstellt. Für andere Waldbesitzungen wird die Erstellung von Forsteinrichtungen sowie Gutachten zur Waldbewertung als Dienstleistung angeboten. Die Erstellung von Gutachten zu Arten der FFH-Richtlinie wird inhaltlich durch Hessen-Forst begleitet. Die forstliche Planung und die naturschutzfachliche Bearbeitung finden beim Servicezentrum für Forsteinrichtung und Naturschutz (FENA) in Gießen statt.

Forstliches Versuchswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) ist eine gemeinsame Forschungseinrichtung und Dienststelle der Länder Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Rechtsgrundlage bildet ein Staatsvertrag. Die NW-FVA betreibt forstliche Forschung und berät in den beteiligten Ländern Waldbesitzer, Forstbetriebe, Verwaltungen und Politik. Inhalte der Forschung umfassen die Gebiete Waldwachstum, Waldschutz, Umweltkontrolle und Waldgenressourcen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels, der Globalisierung und den gestiegenen Anforderungen der Gesellschaft arbeitet die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt interdisziplinär mit anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland und auch europaweit zusammen.

Aufgaben als Untere Forstbehörde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Forstämter sind in Fragen der Waldneuanlage oder Waldrodung als Untere Forstbehörde tätig. In Fragen des Forstrechts unterstehen die Forstämter den Regierungspräsidien als Obere Forstbehörden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerd Scheele: Werden und Wandel, Hessens Forstwirtschaft auf dem Weg in das 3. Jahrtausend. Hessisches Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten, Wiesbaden 2000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessische Landeshaushaltsordnung (LHO) in der Fassung vom 15. März 1999.
  2. Satzung für den Landesbetrieb Hessen-Forst. (PDF-Datei)
  3. Hessisches Waldgesetz in der Fassung vom 27. Juni 2013.
  4. Landesforstverwaltung, Organigramm 2011.
  5. Geschäftsordnung für die Landesbetriebskommission des Landesbetriebs Hessen-Forst. (PDF-Datei)