Hisel

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Hisel
Gemeinde Brimingen
Wappen von Hisel
Koordinaten: 49° 57′ 43″ N, 6° 22′ 30″ O
Höhe: 370 m ü. NHN
Fläche: 2,13 km²
Einwohner: 10 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 5 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2018
Hisel (Rheinland-Pfalz)
Hisel

Lage von Hisel in Rheinland-Pfalz

Hisel 2016.

Hisel ist ein Ortsteil der Ortsgemeinde Brimingen im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hisel liegt westlich von Bitburg unweit der B 50. Der größte Teil der Gemarkung wird landwirtschaftlich genutzt, zum Ort gehören 7 ha Wald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird 786/787 erstmals als Hoensal erwähnt. Er gehörte bis Ende des 18. Jahrhunderts zur Herrschaft Neuerburg im Herzogtum Luxemburg (Quartier Vianden), ehe er 1815 an Preußen ging und von der Bürgermeisterei Baustert verwaltet wurde.

Hisel hatte 1939 mit 42 Einwohnern einen Höchststand erreicht, seither ist die Einwohnerzahl immer weiter gesunken; 1970 lebten hier 39 Einwohner.

Mit zehn Einwohnern im Jahre 2016 war Hisel das kleinste Dorf im Eifelkreis. Sie lag unter den kleinsten Gemeinden in Deutschland nach Einwohnerzahl auf dem zweiten Platz.[1] Die Ortsgemeinden Brimingen und Hisel verständigten sich auf einen Zusammenschluss zum 1. Januar 2018, Hisel wurde damit in die Ortsgemeinde Brimingen eingegliedert.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hisel, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][4]

Jahr Einwohner
1815 21
1835 23
1871 32
1905 33
1939 42
1950 41
Jahr Einwohner
1961 30
1970 36
1987 29
1997 19
2005 17
2015 10
Einwohnerentwicklung von Hisel.svg
Bevölkerungsentwicklung von 1815 bis 2015

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Gemeinderat in Hisel bestand aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister Peter Neyses als Vorsitzendem.[5]

Sehenswürdigkeiten in Hisel

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hisel
Blasonierung: „Schild von Rot über Silber schräglinks geteilt, links oben ein silbernes Lilienkreuz, rechts unten zwei rote Haselnüsse mit Zweig und Blatt.“
Wappenbegründung: Die Farben Rot und Silber stehen für die Zugehörigkeit zur Herrschaft Vianden. Das links obenstehende, silberne Glevenkreuz weist auf die Echternacher Güter in Hisel hin; das Haselnussblatt steht für den abgeleiteten Ortsnamen und die beiden roten Nüsse für die ehemals zwei Stockgüter.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist in Hisel vor allem das älteste erhaltene Haus des Ortes, das 1772 errichtet wurde. Außerdem befindet sich in der Umgebung eine Reihe von Wegkreuzen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2005 wurden im Windpark Hisel () fünf Windenergieanlagen des Typs Enercon E-40/6.44 (Rotor-Durchmesser 40 m) mit einer Nennleistung von je 600 kW der Firma Net Service GmbH entwickelt und von der Firma Thewindpower in Betrieb genommen.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hisel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kristiana Ludwig: Morgen heute – Das älteste Dorf Deutschlands. (Memento vom 12. Februar 2013 im Webarchiv archive.is) In: taz. 16. September 2012.
  2. Brimingen und Hisel fusionieren 2018. Abgerufen am 1. Januar 2016.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Windpark Hisel. Abgerufen am 7. Juli 2016.