Brimingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Brimingen
Brimingen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Brimingen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 58′ N, 6° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 3,79 km2
Einwohner: 90 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54646
Vorwahl: 06522
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 021
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Werner Altringer
Lage der Ortsgemeinde Brimingen im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bitburg Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Berkoth Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild
Brimingen (2016)

Brimingen ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brimingen liegt in der westlichen Eifel auf einem Höhenrücken zwischen Enz und Prüm. Die Staatsgrenze zu Luxemburg liegt etwa 10 km westlich des Ortes. Zu Brimingen gehört auch ein Teil des ansonsten zu Utscheid gehörenden Weilers Neuhaus.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf eine frühe Besiedelung der Gemarkung weisen mehrere Hügelgräber und römische Streufunde hin. Die erste urkundliche Erwähnung als „Bremme“ stammt aus dem Jahr 1473. Der Pest fielen 1636 fast alle Bewohner der Ortschaft zum Opfer, sodass die neun Häuser von Brimingen 1656 bereits alle verfallen waren.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Brimingen zur Herrschaft Neuerburg im Herzogtum Luxemburg, der Ort war dem Gericht und der Meierei Oberweis zugeordnet.

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörte der Ort zum Kanton Neuerburg im Departement der Wälder.

Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kam die Gemeinde Brimingen 1816 zum Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging. Brimingen wurde zunächst von der Bürgermeisterei Outscheid verwaltet und gehörte ab 1856 zur Bürgermeisterei Baustert (1927 in „Amt Baustert“ umbenannt).

Die Ortsgemeinden Brimingen und Hisel haben sich auf einen Zusammenschluss zum 1. Januar 2018 verständigt. Hisel soll dabei in die Ortsgemeinde Brimingen eingegliedert werden. [3]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Brimingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][4]

Jahr Einwohner
1815 65
1835 73
1871 110
1905 77
1939 94
1950 101
Jahr Einwohner
1961 100
1970 92
1987 88
1997 71
2005 72
2015 90

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Brimingen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von brimingen
Wappenbeschreibung: „Unter rotem Schildhaupt, darin 5 goldene Ringe, in Gold eine grüne Pflanze, die nach der Hausmarke am Mayisch-Stockgut gestaltet ist.“
Wappenbegründung: Die 5 Ringe stehen für die fünf ehemaligen Stockgüter im Ort und bezeugen mit den Farben Rot und Gold darüber hinaus den Besitz der Grafen von Manderscheid / Blankenheim (Herrschaft Neuerburg im früheren Brimingen). Die grüne Pflanze auf goldenem Grund zeigt das Hauswappen des 1730 errichteten Mayisch-Stockgutes.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortskern ist Standort einiger sehr alter Bauernhöfe, die in den letzten Jahren renoviert wurden.

Der Architekt Oswald Mathias Ungers restaurierte den stattlichen Winkelhof von 1840 (Dorfstraße 10) in den Jahren 1990/1991 umfangreich. Dabei erhielt das Dach eine Naturschieferdeckung in englischer Ausführung. Fenster, Türen und Fußböden wurden denkmalgerecht aufgearbeitet. Im ersten Obergeschoss wurde zudem der Lambris eines Raumes wiederhergestellt.[6]

Über das Gemeindegebiet sind zudem mehrere Wegekreuze verteilt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brimingen ist heute eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde. Mit 272 ha wird ein Großteil des Gemeindegebietes landwirtschaftlich genutzt. Die meisten Arbeitnehmer sind in der Kreisstadt Bitburg beschäftigt. Unmittelbar westlich der Ortschaft verläuft die Bundesstraße 50, die unter anderem nach Bitburg führt.

Im Juni 2002 wurden im Windpark Brimingen („Auf Herrel“ ) zwei Windenergieanlagen des Typs Nordex N62 (je 100 m Gesamthöhe, Turmhöhe 69 m, Durchmesser 62 m) mit einer Nennleistung von je 1300 kW der Firma Thewindpower in Betrieb genommen.[7]

Im Frühjahr 2009 wurde bei Brimingen auf dem Gelände „Am Hohnersberg“ () die Windenergieanlage vom Typ E-48 der Firma Dunoair in Betrieb genommen. Die Anlage liefert eine Jahresproduktion von 1,3 Mio. Kilowattstunden und versorgt damit 360 Haushalte mit Strom.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014, Seite 67 (PDF; 2,4 MB)
  3. Brimingen und Hisel fusionieren 2018. Abgerufen am 1. Januar 2016.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Jahresberichte 1989–1991 (= Jahrgang 44–46). Wernersche Verlagsgesellschaft, 1994, ISSN 0341-9967, S. 114–115.
  7. Brimingen (Deutschland). The Windpower, abgerufen am 27. April 2016.
  8. Windpark „Am Hohnersberg“. Dunoair, abgerufen am 27. April 2016.