Hohlaubgletscher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hohlaubgletscher
Hohlaubgletscher vom Hohlaubgrat bei P.3837

Hohlaubgletscher vom Hohlaubgrat bei P.3837

Lage Kanton Wallis, Schweiz
Gebirge Walliser Alpen, Mischabelgruppe
Typ Talgletscher
Länge 3,75 km (1973)[1]
Fläche 2,256 km² (2004)[2]
Exposition Nährgebiet Nordost, Zehrgebiet Ost
Höhenbereich 3860 m ü. M. – 2680 m ü. M. (1973)[3]
Neigung ⌀ 23° (42 %) [4]
Koordinaten 638300 / 100500Koordinaten: 46° 3′ 18″ N, 7° 56′ 1″ O; CH1903: 638300 / 100500
Hohlaubgletscher (Kanton Wallis)
Hohlaubgletscher
Entwässerung Hohlaubbach, Saaser Vispa, Vispa, Rhone

Der Hohlaubgletscher ist ein Gletscher in den Walliser Alpen und beginnt nordöstlich unterhalb des Allalinhorns. Im Jahr 1973 erstreckte er sich über einen Höhenbereich von 2680 m ü. M. bis 3860 m ü. M. und war 3,75 Kilometer lang.[1] Die Fläche betrug 2004 2,256 km².[2] Das Wasser des Hohlaubgletschers fließt über den Hohlaubbach zur Saaser Vispa.

Der Hohlaubgletscher ist durch den Hohlaubgrat vom südöstlich gelegenen Allalingletscher getrennt. Der Nordostgrat des Allalinhorns, auf dem die Bergstation Mittelallalin der Metro Alpin steht, trennt den Hohlaubgletscher vom nordwestlich gelegenen Feegletscher. Beide benachbarten Gletscher sind deutlich größer. Auf einem Felsvorsprung nördlich oberhalb der Zunge des Hohlaubgletschers steht auf 3030 m ü. M. die Britanniahütte.

Während der kleinen Eiszeit mündete der Hohlaubgletscher in den Allalingletscher. Heute reicht der Hohlaubgletscher nicht mehr so weit hinunter. Wie auch beim Allalingletscher befindet sich das Gletscherende derzeit in steilem Gelände, was die Gefahr sogenannter Zungenrutschungen in sich birgt. Im Sommer 2003 wurde eine solche Zungenrutschung beim Hohlaubgletscher festgestellt, die aber nicht zu einem größeren Eisabbruch führte, wie das beim Allalingletscher 1965 der Fall war und 88 Menschen das Leben kostete.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH Zürich (Hrsg.): Hohlaubgletscher. In: Schweizerisches Gletschermessnetz. (online, auch als PDF, abgerufen am 23. Januar 2014).
  2. a b WGMS: Fluctuations of Glaciers Database. World Glacier Monitoring Service, Zurich 2013 (DOI:10.5904/wgms-fog-2013-11), abgerufen am 11. Dezember 2013
  3. National Snow and Ice Data Center: World Glacier Inventory. Boulder (Colorado, USA) 1999, aktualisiert 2012, doi:10.7265/N5/NSIDC-WGI-2012-02
  4. a b Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH Zürich: Hohlaubgletscher. In: Naturgefahren Gletscher. (online, auch als PDF).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]