Hood.de

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Hood Media GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 25. Oktober 2000[1]
Sitz Köln[2]
Leitung Oliver Mölls, Michael Pilzek[2]
Mitarbeiterzahl 10 (2019)[3]
Branche Online-Marktplatz
Website https://www.hood.de/

Hood.de ist ein deutscher virtueller Marktplatz. Hood nahm im Jahr 2000 als Online-Auktionshaus den Betrieb auf und ist heute im deutschsprachigen Raum tätig. Dem Gründer von Hood.de, Ryan Richter-Hood, missfiel Ende der 90er Jahre, dass die damals aufkommenden Plattformen ihre Gebühren laufend anhoben und dabei seiner Meinung nach schlechten Kundenservice boten. Dem wollte er nach dem Vorbild Robin Hoods eine Alternative entgegensetzen und gründete 1999 Hood.de.[1]

Geschäftsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hood.de ist eine Internet-Plattform für den Verkauf von beliebigen Waren. Die Firma selbst tritt dabei nur als Vermittler eines Kaufvertrags zwischen Verkäufer und Käufer auf. Hood.de berechnet für das Anbieten eines Artikels keine Einstell- oder Grundgebühren. Private Verkäufer zahlten darüber hinaus bis zum 1. September 2021 auch keine Verkaufsprovision.[4] Aktuell, September 2022, beträgt diese 5 %. Für gewerbliche Verkäufe wird eine Verkaufsprovision erhoben, die sich nach gebuchtem Shoppaket und Kategorienwahl richtet. Darüber hinaus kann jeder Verkäufer Premiumservices in Anspruch nehmen, wie Hervorhebungen und Marketing für sein Produktsortiment auf Hood.de.

Angebote können als Sofort-Kauf, optional mit Verhandlungs-Funktion, Auktion, Powerauktion, Holländische Auktion und im eigenen Hood-Shop präsentiert werden. Zudem kann man per Preisvorschlag kaufen. Käufer und Verkäufer können für jede Transaktion eine Bewertung vergeben.

Hood.de bietet für gewerbliche Händler verschiedene Shoplösungen an.[5] Ein umfangreiches Partnernetzwerk aus Versand-, Zahlungs- und Multi-Channel-Dienstleistern ermöglicht eine komfortable Katalogisierung von Produkten und Verwaltung von Bestellungen.[6]

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im November 2012 strengte die Hood Media GmbH eine Klage gegen die „Preisparitätsklausel“ von Amazon an.[7]
  • Im Juni 2017 übernahm die Warenhauskette Karstadt zusammen mit dem österreichischen Mutterkonzern Signa Retail die Mehrheit an Hood.de.[8]
  • Im Jahr 2020 wechselte der Firmensitz laut Registergericht von Düren nach Köln.
  • Im Mai 2019 gingen Hood.de und Klarna eine Partnerschaft ein, die es Hood.de-Kunden ermöglicht, auf Raten oder per Rechnung zu bezahlen.[9]
  • Im September 2021 wurde die Provisionsfreiheit für private Verkäufer aufgehoben, um eine stärkere Repräsentanz der Angebote auf Google Shopping und anderen Plattformen zu finanzieren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b 15 Jahre Hood.de - Vom Underdog zu einem der größten Online-Marktplätze Deutschlands. 24. Oktober 2015, abgerufen am 7. September 2021.
  2. a b Impressum. In: Hood Media. Abgerufen am 4. Mai 2022.
  3. Hood Media GmbH Köln Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2019 bis zum 30.09.2020. In: Bundesanzeiger.
  4. Gebühren für private Verkäufer. In: Hood.de. Abgerufen am 7. September 2021.
  5. Jetzt Shop eröffnen. In: Hood.de. Abgerufen am 10. August 2016.
  6. Partnerseite. In: Hood.de. Abgerufen am 10. August 2016.
  7. Matthias Parbel: Hood.de verklagt Amazon wegen "Preisvorschriften". In: heise online. 8. November 2012, abgerufen am 10. November 2012.
  8. Andreas Wilkens: Karstadt übernimmt Online-Marktplatz Hood.de. In: heise online. 14. Juni 2017, abgerufen am 24. September 2017.
  9. Marktplatz Hood.de integriert Klarna / Kooperation ermöglicht Kauf auf Rechnung und Ratenzahlung. In: wallstreet:online. 14. Mai 2019, abgerufen am 31. Juli 2019.