Hopfenmarkt

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Der Hopfenmarkt im Jahre 1836, Zeichnung von Friedrich Carl Alexander Lill

Der Hopfenmarkt ist ein früherer Marktplatz in Hamburg-Altstadt vor der Ruine der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hopfenmarkt war bei seiner Entstehung der Hauptplatz der mittelalterlichen Neustadt (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Stadtteil Hamburg-Neustadt). Hier stand auch das damalige Rathaus der Neustadt. Nach deren Vereinigung mit der Altstadt erhielt der Platz die Bezeichnung „Neuer Markt“. Auf dem Marktplatz standen 40 bis 60 Marktbuden; hier befand sich eine amtlich zugelassene Verkaufsstelle für Fleisch.

Den heutigen Namen erhielt der Platz im 14. Jahrhundert. Er leitet sich ab von Bierbrauern, die hier ihren Hopfenbedarf deckten. Später wurde der Hopfenmarkt zum Hamburger Großmarkt für Lebensmittel. Von 1897 bis zur Verlegung des Marktbetriebs auf den Deichtorplatz im Jahr 1911 wurde ausschließlich Gemüse verkauft. 1907 standen auf dem Marktplatz 900 Verkaufsstände.[1]

Noch bis Mitte 2014 fand auf dem Hopfenmarkt donnerstags ein Wochenmarkt statt. Das Bezirksamt untersagte dies jedoch, da das Warenangebot zu wenig wochenmarkttypisch sei.[2]

Vierländerin-Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vierländerin-Brunnen

Auf dem Platz befindet sich der Vierländerin-Brunnen, der daran erinnert, dass die einst auf dem Hopfenmarkt gehandelten Waren größtenteils aus den Vierlanden stammten. Bevor der Brunnen 1975 an dieser Stelle aufgestellt wurde, hatte er zunächst auf dem Meßberg, später bei den Markthallen an der Amsinckstraße gestanden.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franklin Kopitzsch, Daniel Tilgner (Hrsg.): Hamburg Lexikon. Aktualisierte Sonderausgabe. Ellert & Richter, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8319-0373-3, Seite 351
  2. Endgültig Schluss für den Hopfenmarkt Die Welt online vom 4. Juli 2014. Abgerufen am 17. November 2014
  3. Franklin Kopitzsch, Daniel Tilgner (Hrsg.): Hamburg Lexikon. Aktualisierte Sonderausgabe. Ellert & Richter, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8319-0373-3, Seite 351–352

Koordinaten: 53° 32′ 51″ N, 9° 59′ 23″ O