Hornlerche

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Hornlerche
Hornlerche (Eremophila bilopha)

Hornlerche (Eremophila bilopha)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Lerchen (Alaudidae)
Gattung: Eremophila
Art: Hornlerche
Wissenschaftlicher Name
Eremophila bilopha
(Temminck, 1823)

Die Hornlerche (Eremophila bilopha) ist eine Art aus der Familie der Lerchen. Sie ist eng verwandt mit der Ohrenlerche. Ihr Verbreitungsgebiet liegt im Norden Afrikas und im Nahen Osten.

Die Bestandssituation der Hornlerche wird von der IUCN mit ungefährdet (least concern) eingestuft.[1]

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hornlerche erreicht eine Körperlänge von 13 bis 15 Zentimeter. Auf den Schwanz entfallen davon 6,2 bis 6,9 Zentimeter. Die Flügelspannweite beträgt 26 bis 31 Zentimeter. Sie wiegt zwischen 22,8 und 38,4 Gramm.[2] Es besteht kein auffallender Geschlechtsdimorphismus.

Die Hornlerche ist im Vergleich zur Ohrenlerche deutlich kleiner und hat eine fast einfarbig bräunlich-rote Körperoberseite. Stirn und Kinn sind weiß. Auf der Stirn verläuft ein schwarzes Band, das an den Seiten in spitz auslaufende schwarze Federhörnchen übergeht, die etwas über den Hinterkopf hinausragen. Diese Federhörnchen sind etwas länger als bei der Ohrenlerche. Der Schnabel ist hornfarben und wird zur Spitze schwärzlich. Die Füße sind braunschwarz. Die Iris ist braun.

Jungvögel haben ein hell sandfarbenes Körpergefieder ohne auffallende weiße Federspitzen. Die Körperunterseite ist rahmfarben ohne markante Fleckung. Die Füße und Beine sind bei Jungvögeln noch braun.[3]

Der lerchentypische Gesang, der aus zwitschernden und gurgelnden Tönen besteht, wird vom Boden oder im Flug vorgetragen. Beim Singflug tragen sie ihren Gesang vor, wenn sie 10 bis 50 Meter über dem Boden sind.[4]

Verbreitungsgebiet und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitungsgebiet der Hornlerche
Jungvogel der Hornlerche

Die Hornlerche kommt in der Westsahara, im Süden und Nordosten Marokkos, im Norden Algeriens, in Tunesien, im Norden Libyens und Ägyptens sowie im Norden der arabischen Halbinsel bis in den Osten von Syrien und dem Westen von Irak vor.

Der Lebensraum sind steinige und sandige Wüsten. Besonders häufig sind Hornlerchen auf sehr vegetationsarmen Flächen anzutreffen. Sie besiedelt auch ausgetrocknete Salzseen mit spärlicher Vegetation.[3] Hornlerchen stehen gerne auf Steinen oder Sandhügeln.

Nahrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hornlerchen fressen während des Sommerhalbjahrs überwiegend Insekten und andere Anthropoiden. Im Winter fressen sie außerdem Sämereien der Wüstenpflanzen ihres Lebensraumes.[4]

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hornlerche ist ein Bodenbrüter. Ihr Nest ist ein typisches Leichennest, das mit Samenwollen, Tierhaaren und gelegentlich mit wenigen Federn ausgepolstert ist. In Marokko brütet die Hornlerche im Zeitraum von Mitte Februar bis April. In Algerien schreitet sie dagegen von April bis Mai zur Brut.

Beide Elternvögel füttern die Jungvögel. Die Jungvögel bleiben acht bis zehn Tage im Nest.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Pätzold: Die Lerchen der Welt. Westart Wissenschaften, Magdeburg 1994, ISBN 3-89432-422-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hornlerche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eremophila bilopha in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2016. Abgerufen im 29. Dezember 2016
  2. Pätzold: Die Lerchen der Welt. S. 219.
  3. a b Pätzold: Die Lerchen der Welt. S. 220.
  4. a b Pätzold: Die Lerchen der Welt. S. 221.