Horst Christian Vollmar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Horst Christian Vollmar (* 6. Oktober 1967 in Oberhausen) ist ein deutscher Mediziner und Wissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vollmar legte 1987 am Novalis-Gymnasium in Oberhausen seine Abiturprüfung ab. Nach dem Zivildienst beim Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) am Johanniter-Krankenhaus Oberhausen (1987–1989) studierte er Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. 1996 erhielt er seine vorläufige Approbation als Arzt im Praktikum (AiP) und 1998 seine endgültige Approbation als Arzt. Nach der Promotion (2000) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf studierte er dort von 2003 bis 2005 berufsbegleitend Gesundheitswissenschaften/Public Health.[1] Er habilitierte sich 2010 an der Universität Witten/Herdecke für die Fächer Allgemeinmedizin und Gesundheitswissenschaften.

Von 1996 bis 2001 absolvierte er die klinische Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in unterschiedlichen Kliniken und Praxen im Ruhrgebiet. Er erwarb die Zusatzbezeichnungen Medizinische Informatik, Sportmedizin und Ärztliches Qualitätsmanagement und die Zertifikate Tauchmedizin der Deutschen Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM) sowie Medizinische Informatik der Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS). Außerdem wurde er 1999 Microsoft Certified Systems Engineer (MCSE).

Nach Stationen am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft kehrte er 2012 als Leiter des Forschungsschwerpunktes Gesundsein und Kranksein im Alter an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zurück, genauer an das dortige Institut für Allgemeinmedizin.

Im September 2016 übernahm Vollmar die Professur für Versorgungsforschung[2] und zusätzlich im Oktober 2016 die kommissarische Leitung des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Jena der Friedrich-Schiller-Universität.

2017 nahm er den Ruf auf die W3-Professur für Allgemeinmedizin an der Ruhr-Universität Bochum an und leitet dort seit dem Sommersemester 2018 die Abteilung für Allgemeinmedizin.[3]

Vollmar ist seit 2016 Sprecher der Arbeitsgruppe Digital Health[4] im Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF) und Mitglied in der Ständigen Leitlinienkommission (SLK) der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM).

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • U. Kramer, U. Borger, F. Fischer, W. Hoffmann, M. Pobiruchin, H. C. Vollmar: DNVF-Memorandum – Gesundheits- und Medizin-Apps (GuMAs). In: Gesundheitswesen. Band 81, Nr. 10, 2019, S. e154–e170. doi:10.1055/s-0038-1667451
  • H. C. Vollmar, U. Kramer, H. Müller, M. Griemmert, G. Noelle, M. Schrappe: Digitale Gesundheitsanwendungen – Rahmenbedingungen zur Nutzung in Versorgung, Strukturentwicklung und Wissenschaft – Positionspapier der AG Digital Health des DNVF. In: Gesundheitswesen. Band 79, Nr. 12, 2017, S. 1080–1092. doi:10.1055/s-0043-122233

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie: Prof. Dr. med. Horst Christian Vollmar, MPH: Curriculum vitae. Abgerufen am 5. Juni 2018.
  2. Universitätsklinikum Düsseldorf, Institut für Allgemeinmedizin: Dr. Horst Christian Vollmar auf Professur für Versorgungsforschung berufen. Abgerufen am 4. Juni 2018.
  3. Ruhr-Universität Bochum, Abteilung für Allgemeinmedizin: Mitarbeiter. Abgerufen am 4. Juni 2018.
  4. https://www.netzwerk-versorgungsforschung.de/index.php?page=ag-digital-health