Horst Eckert (Autor)

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Horst Eckert

Horst Eckert (* 7. Mai 1959 in Weiden in der Oberpfalz) ist ein deutscher Autor von Kriminalromanen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eckert studierte Politische Wissenschaften in Erlangen und Berlin. Er war in Köln und Düsseldorf als Fernsehjournalist u. a. für den WDR und VOX tätig. 1995 erscheint sein erster Kriminalroman Annas Erbe. Heute lebt Eckert als freier Autor in Düsseldorf. Er gilt als „der wichtigste Vertreter des hartgesottenen Kriminalromans in Deutschland“ (Ulrich Noller, WDR). Seine Romane erscheinen im Grafit Verlag, seit 2013 im zu Rowohlt gehörenden Wunderlich-Verlag. Der „Deutschlandfunk“ bezeichnet sie als „im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit“.

Für Aufgeputscht erhielt er 1998 den Marlowe-Preis, für Die Zwillingsfalle 2001 den Friedrich-Glauser-Preis der „Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur“ – Das Syndikat, zu dem er noch weitere Male nominiert wurde, für Schwarzer Schwan den Publikumspreis Krimi-Blitz. Einige seiner Romane wurden ins Französische, Niederländische und Tschechische übersetzt. Seinen Roman Sprengkraft bezeichnete die Westfalenpost als „ein furios komponiertes Stück Gegenwartsliteratur“.[1] Für den Thriller Wolfsspinne wurde Eckert 2017 mit der „Herzogenrather Handschelle“ ausgezeichnet.[2]

Horst Eckert ist Mitglied im Köln-Düsseldorfer Kriminalkomitee und im PEN-Zentrum Deutschland.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annas Erbe, Grafit 1995
  • Bittere Delikatessen, Grafit 1996
  • Aufgeputscht, Grafit 1997 (Niederlande: De Laatste Les, De Rode Kamer 2010)
  • Finstere Seelen, Grafit 1998
  • Die Zwillingsfalle, Grafit 2000 (Frankreich: Coups Doubles, Editions Gallimard 2003, Niederlande: De Fatale Tweeling, De Rode Kamer 2008)
  • Ausgezählt, Grafit 2002
  • Purpurland, Grafit 2003
  • 617 Grad Celsius, Grafit 2005
  • Der Absprung, 2006 (Frankreich: Le Grand Saut, Ours Polar 2007)
  • Königsallee, Grafit 2007
  • Sprengkraft, Grafit 2009
  • Schwarzer Schwan, Grafit 2011
  • Schwarzlicht, Wunderlich 2013
  • Schattenboxer, Wunderlich 2015
  • Wolfsspinne, Wunderlich 2016
  • Der Preis des Todes, Wunderlich 2016

Kurzgeschichten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Juwelen am Hellweg in: Mehr Morde am Hellweg, Grafit 2004 (nominiert für den Friedrich-Glauser-Preis 2005)
  • Wege zum Ruhm in: Blutgrätsche, Grafit 2006 (nominiert für den Friedrich-Glauser-Preis 2007)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard M. Baron, Horst Eckert – der Krimiautor aus der Oberpfalz, in: Oberpfälzer Heimatspiegel 2015, hg. von Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl, Pressath 2014, S. 47–51, ISBN 978-3-939247-53-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roman: Wenn mörderischer Hass entsteht. Auf der Online-Seite der WAZ.
  2. Herzogenrather Handschelle 2017 für Horst Eckert, buchmarkt.de, 25. November 2017, abgerufen am 25. November 2017