Huanta

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Huanta 1854, Blick nach Süden. Zeichnung des US-Marineoffiziers William Lewis Herndon

Huanta, auf Chanka-Quechua Wanta[1] ist die Hauptstadt der Provinz Huanta im äußersten Norden der Region Ayacucho wie auch die Hauptstadt des Distrikts Huanta.

Huanta liegt 25 km Luftlinie und 47,7 Straßenkilometer nördlich der Regionalhauptstadt Huamanga (Ayacucho) auf einer Höhe von 2627 m über dem Meeresspiegel (msnm) und hat ein gemäßigt warmes Klima. Mit gut 30.000 Einwohnern ist Huanta nach Huamanga die zweitgrößte Stadt der Region Ayacucho.

Bekannt ist Huanta für die Studentenrebellion des Jahres 1969 gegen die Einführung von Studiengebühren durch die Regierung Juan Velasco Alvarado, bei der von der Fallschirmjäger-Polizeieinheit Sinchis mindestens 20 Menschen getötet wurden, die aber zu einer Rücknahme des Dekrets führte. Der von hier stammende Professor Ricardo Dolorier Urbano (* 1935) schrieb kurz darauf in Erinnerung der Ereignisse das Lied „Flor de Retama“.[2][3]

Huanta gehört zu den Städten, in denen während des bewaffneten Konflikts in Peru in den 1980er und 1990er Jahren die meisten Menschen starben. Nach den von der Kommission für Wahrheit und Versöhnung registrierten Augenzeugenberichten waren 47,4 % der namentlich registrierten Todesopfer aus Ayacucho und von diesen über die Hälfte – 5.186 Tote und „Verschwundene“ – aus den Provinzen Huanta und La Mar.[4]

In Huanta geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Textbeispiele: César Itier: Literatura nisqap qichwasimipi mirayñinmanta, AMERINDIA n°24, 1999; Sumaq kawsay – Kuskanchik yachasunchik, 4i. Perú Suyupi Yachay Kamayuq, Lima 2015, S. 48; Sumaq kawsay – Kuskanchik yachasunchik, 6i. Perú Suyupi Yachay Kamayuq, Lima 2015, S. 57.
  2. Roger Saravia Avilés: Rebelión en Huanta, Junio de 1969. Universidad Nacional de Educación Enrique Guzmán y Valle "La Cantuta", Lima 2007.
  3. Abilio Vergara: La tierra que duele de Carlos Falconí: Cultura, música, identidad y violencia en Ayacucho. Capítulos IV + V, S. 139-222. Capítulo IV. La Tierra que duele de Carlos Falconí. La historia de la violencia en la canción popular, S. 139–169, hier S. 152. Universidad Nacional de San Cristóbal de Huamanga. Ayacucho, 2010.
  4. María Elena Castillo Hijar: Huanta, un pueblo que busca cerrar sus heridas. La República, 9. Februar 2015.

Koordinaten: 12° 56′ S, 74° 15′ W