Hullern

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Hullern
Koordinaten: 51° 44′ 10″ N, 7° 17′ 20″ O
Höhe: 48 m ü. NN
Fläche: 7,13 km²
Einwohner: 2391 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 335 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 45721
Vorwahl: 02364
Festwiese mit St.-Andreas-Kirche in Hullern
Ehrenmal

Hullern ist ein Ortsteil der Stadt Haltern am See und liegt sieben Kilometer östlich an der B 58 im südlichen Münsterland. Nördlich liegt der Hullerner Stausee, der dem Halterner Stausee vorgelagert und mit diesem durch die Stever verbunden ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in der Bronzezeit war Hullern besiedelt, dies belegen Funde aus jener Epoche.[2]

Die erste urkundliche Erwähnung erfuhr der Ort noch nicht als „Horlon“, sondern als „In Hulluron“ zur Lokalisierung einer Hofstelle (Manse) der Abtei Werden an der Ruhr. Geschrieben wurde das im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf aufbewahrte, vermutlich auf Stiftungen beruhende Einkünfte-Register im 10. oder 11. Jahrhundert.[3] In der 1892 erbauten Pfarrkirche St. Andreas feiert sowohl die katholische als auch die evangelische Gemeinde ihre Gottesdienste. Im Jahre 1614 gab es in Hullern nachweislich noch keine Schule.[4] Um 1680 gab es bereits einen Lehrer in Hullern, den Küster Arnoldus (Arnt) Thier. Die jetzige Grundschule wurde am 11. Dezember 1958 eingeweiht. Ihr folgte 1973 ein Kindergarten, dem 2000 ein Anbau hinzugefügt wurde.

Am 1. Januar 1975 wurde Hullern in die Stadt Haltern eingemeindet.[5]

Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1900 schwankte die Einwohnerzahl zwischen 700 und 800. Am 6. Juni 1961 wurden 601 und am 27. Mai 1970 715 Einwohner gezählt.[5] Am 30. Juni 1974 – kurz vor der Eingemeindung – waren es 840 Einwohner.[6] Mit den Neubaugebieten stieg die Einwohnerzahl schlagartig auf über 2000 Einwohner an. Heute gibt es in Hullern etwa 2400 Einwohner, die größtenteils als Pendler aus dem Ruhrgebiet zugezogen sind.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hullern ist, aufgrund der Landschaft und des Hullerner Stausees, besonders im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Sportler, Spaziergänger und Radfahrer aus dem Ruhrgebiet und dem Münsterland.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brauchtumspflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1930 existiert der Hullerner Heimat- und Schützenverein.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt in Hullern eine Turnhalle, einen Rasenplatz des SV Hullern 68, eine Aschenbahn für die Leichtathleten, drei Tennisplätze, einen Schießstand und einen Schachclub. Außerdem findet jedes Jahr ein gutbesuchter Duathlon durch das ganze Dorf statt.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heiko Bruder. Hullern – ein Dorf zwischen Lippe und Stever . Rademann (Lüdinghausen), 1994

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Haltern am See: Zahlen & Fakten@1@2Vorlage:Toter Link/www.haltern.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Internet-Portal 'Westfälische Geschichte'. 25. März 2014, abgerufen am 6. Juni 2018.
  3. HStA Düsseldorf, Abtei Werden, IX a, 1b (Urbar B).
  4. Visitationsprotokoll 1614: „...non sit schola ...“ Bistumsarchiv Münster, GV HS 23, S. 313 ff.
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 316.
  6. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 166.
  7. Dorf-Duathlon Hullern. In: DZ. (dorstenerzeitung.de [abgerufen am 6. Juni 2018]).