Hummel (Instrument)

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Friesische Hummel

Die Hummel, auch Hommel, ist ein zu den Zithern, genauer zur Familie der Bordunzithern gehörendes Saiteninstrument, bei dem die Melodiesaiten mit den Fingern der linken Hand oder einem Spielstab niedergedrückt werden, dabei zieht die rechte Hand ein Plektrum (ein Plättchen oder einen Federkiel) über die Melodie- und Bordunsaiten. Das Mitschwingen der Bordunsaiten erinnert an das Summen von Hummeln; das französische Wort bourdon bedeutet „Hummel“. Der lautmalerische Name ist möglicherweise vom niederländischen hommelen („summen, surren“) abgeleitet. Auch eine Dudelsackart mit Bordunpfeifen, das Hümmelchen, hat seinen Namen hiervon.

Die Hummel war als Volksmusikinstrument besonders in Norddeutschland verbreitet. In Holland und Nordfriesland ist sie unter der Bezeichnung Hommel seit 1508 belegt.

Bordunzithern in Europa vom Typ Scheitholt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Pilipczuk: Die „Hummeln“ in Schleswig-Holstein, Vierlanden und Niedersachsen. In Lichtwark-Heft. Das Kult(ur)-Magazin aus Bergedorf, Lohbrügge, den Vier- und Marschlanden, Nr. 63, hrsg.: HB-Werbung in Kooperation mit Bezirksamt Bergedorf, 1998 ISSN 1862-3549.
  • Joan Rimmer: Hommel. In: Grove Music Online, 2001
  • Wilfried Ulrich: Die Hummel – Geschichte eines Volksmusik-Instrumentes. Museumsdorf Cloppenburg, 2011, ISBN 978-3-938061-23-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]