Hylocereus undatus

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Hylocereus undatus
Starr 030702-0004 Hylocereus undatus.jpg

Hylocereus undatus

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Hylocereeae
Gattung: Hylocereus
Art: Hylocereus undatus
Wissenschaftlicher Name
Hylocereus undatus
(Haw.) Britton & Rose

Hylocereus undatus ist eine Pflanzenart der Gattung Hylocereus aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton undatus leitet sich vom lateinischen Substantiv unda für ‚Welle‘ ab. Trivialnamen sind „Chacam“, „Chak-Wob“, „Dragon Fruit“, „Junco Tapatío“, „Pitahaya“, „Pitahaya Orejona“, „Queen of the Night“, „Tasajo“ und „Zacamb“.

Hylocereus undatus wurde von den Kakteengesellschaften der drei deutschsprachigen Länder Deutschland (DKG), Österreich (GÖK) und Schweiz (SKG) zum Kaktus des Jahres 2021 gewählt.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hylocereus undatus wächst ausgestreckt oder kletternd mit einem dichten Gewirr von dreikantigen, kräftigen und gegliederten Trieben und erreicht bei Durchmessern von 4 bis 7,5 Zentimetern eine Länge von 5 Metern und mehr. Die Triebe sind am Rippenrücken wellenförmig ausgeschweift und verhornt. Es sind 1 bis 3 kurze, konische, bräunlich graue Dornen vorhanden, die bis zu 3 Millimeter lang sind.

Die entlang der gesamten Triebe erscheinenden weißen Blüten sind 25 bis 27 Zentimeter lang und weisen einen Durchmesser von 15 bis 20 Zentimeter auf. Die wohlschmeckenden, rosa-magentafarbenen Früchte, in Deutschland unter dem Sammelnamen „Drachenfrucht“ oder „Pitahaya“ gehandelt, sind kugelförmig bis länglich, 5 bis 12 Zentimeter lang und haben einen Durchmesser von 4 bis 9 Zentimetern.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hylocereus undatus stammt ursprünglich vermutlich aus dem Süden Mexikos und ist heute in den Tropen der Neuen Welt weit verbreitet. In vielen Ländern, beispielsweise im Südosten Asiens, wird die Art kultiviert und ist dort zum Teil verwildert.

Die Erstbeschreibung als Cereus undatus wurde 1830 von Adrian Hardy Haworth veröffentlicht.[2] Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose stellten sie 1918 in die Gattung Hylocereus.[3]

Anbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anbaugebiete umfassen das tropische und subtropische Amerika, Süd-Florida, die Karibik, Hawaii, verschiedene Gebiete Asiens, Australien, Taiwan, Vietnam, Malaysia und Israel.[4] Die Pflanzen gedeihen in subtropischem oder tropischen Klima. Sie werden üblicherweise aus Stecklingen vermehrt und auf lockerem trockenem Boden, oder als Epiphyt an Bäumen, Zäunen oder Mauern kultiviert. Der Kaktus kann ganzjährig Früchte tragen.[5] Die Stecklinge wachsen sehr schnell (bis zu 3 cm pro Tag) und können unter günstigen Bedingungen schon nach 6–9 Monaten Früchte produzieren. Eine drei bis vierjährige Pflanze kann bis zu 100 kg Früchte pro Jahr liefern. Die Lebensspanne der Kulturpflanzen wird mit etwa 20 Jahren angegeben.[4]

Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Abschätzung des Gefährdungsgrades von Hylocereus undatus liegen der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN nur unzureichend Daten vor.[6]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frucht von Hylocereus undatus.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kaktus des Jahres 2021 – Die Drachenfrucht, Hylocereus undatus. Abgerufen am 11. Oktober 2020.
  2. Philosophical Magazine. Band 7, London 1830, S. 110 (online).
  3. Flora of Bermuda. 1918, S. 256 (online).
  4. a b Jonathan H. Crane, Carlos F. Balerdi: Pitaya (Dragonfruit) Growing in the Florida Home Landscape. (pdf) Horticultural Sciences Department, University of Florida/Institute of Food and Agricultural Sciences (IFAS), abgerufen am 2. August 2020 (englisch).
  5. Bernd Nowak, Bettina Schulz: Taschenlexikon tropischer Nutzpflanzen und ihrer Früchte. Quelle & Meyer Verlag, 2009, ISBN 978-3-494-01455-5, Hylocereus undatus (Haworth) Britton & Rose, S. 302–303.
  6. Hylocereus undatus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.1. Abgerufen am 15. Oktober 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hylocereus undatus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien