Iboga-Alkaloide

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Iboga-Pflanze (Tabernanthe iboga)

Iboga-Alkaloide sind Naturstoffe, die in der Iboga-Pflanze enthalten sind.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Iboga-Strauch ist in der feuchten Tropenregion im Westen Zentralafrikas heimisch. Er gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse. Die Alkaloide sind in den Wurzeln, der Rinde und in den Blättern des Strauches zu finden.[1]

Vertreter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Iboga-Alkaloide zählen u. a. Ibogain, Ibogamin, Tabernanthin, Heyneanin, Heyneatin, sowie Coronaridin.[1][2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ibogain und Tabernanthin induzieren in hoher Dosis Tremorzustände. Ibogamin wirkt antibakteriell und blutdrucksenkend. Heyneanin und Heyneatin wirken cytotoxisch.[1] Die Iboga-Alkaloide wirken in geringer Dosis stimulierend, antidepressiv und empfindungssteigernd.[2]

Die Droge Iboga fördert Kraft und Ausdauer und wirkt aphrodisierend. Die motorischen Fähigkeiten werden stark reduziert. Buschjäger können unter ihrem Einfluss tagelang fast unbeweglich bei vollem Geisteszustand verharren. Die Iboga-Pflanze gilt als heilig, da sie im Rausch ermöglicht, die „Brücke zu den Ahnen“ zu schlagen. Sie hat auch soziale Bedeutung (Iboga-Kult, Biwiti-Kult).[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Eintrag zu Iboga-Alkaloide. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 29. April 2020.
  2. a b E. Breitmaier: Alkaloide. Springer Fachmedien, Wiesbaden 1997, ISBN 978-3-519-03542-8, S. 56.