Tabernanthe iboga

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Tabernanthe iboga
Tabernanthe iboga

Tabernanthe iboga

Systematik
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Rauvolfioideae
Tribus: Tabernaemontaneae
Untertribus: Tabernaemontaninae
Gattung: Tabernanthe
Art: Tabernanthe iboga
Wissenschaftlicher Name
Tabernanthe iboga
(L.) Nutt.

Tabernanthe iboga (Syn.: Tabernanthe albiflora Stapf, Tabernanthe bocca Stapf, Tabernanthe mannii Stapf, Tabernanthe pubescens Pichon, Tabernanthe subsessilis Stapf, Tabernanthe tenuiflora Stapf, Iboga vateriana Braun-Blanq. & K.Schum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Tabernanthe in der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Es werden die Trivialnamen Iboga, Eboga, Eboka, oder Obona verwendet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Habitus
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Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tabernanthe iboga ist ein Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 2 Metern erreicht. Die Laubblätter sind glänzend und lanzettlich.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kleinen Blüten sind weiß-rosafarben. Die olivengroßen Früchte färben sich bei Reife orangefarben.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im tropischen Zentralafrika ist Tabernanthe iboga in Gabun, Kamerun, in der Demokratische Republik Kongo und in der Republik Kongo verbreitet. Tabernanthe iboga gedeiht im Unterholz der tropischen Wälder Afrikas.

Der Iboga-Strauch wird in vielen Gebieten Westafrikas angebaut.

Inhaltsstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Iboga-Wurzel, vor allem die innere Schicht der Wurzelrinde, enthält psychoaktive Indol-Alkaloide, vor allem das Ibogain (12-Methoxy-ibogamin). Qualitativ hochwertige Wurzelrinde kann bis zu 6 % Ibogain enthalten.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Iboga-Wurzel wird oral konsumiert, schmeckt äußerst bitter und wird in kleingehacktem oder gemahlenem Zustand zerkaut und mit reichlich Wasser geschluckt.

Ebenso wie bei dem als Hydrochlorid gebundenen extrahierten Ibogain wirken kleinere Dosen stimulierend und aphrodisierend, während größere Dosen Visionen auslösen, das heißt lebhafte Wachträume bei geschlossenen Augen. Im Gegensatz zum reinen Ibogain hält die akute Wirkung der Iboga jedoch länger an (6–12 statt 4–8 Stunden) und wird subjektiv als weniger heftig empfunden. Die Übelkeit und das häufige Erbrechen bei hoher Dosierung ist jedoch noch stärker ausgeprägt.

Tabernanthe iboga dient vor allem im Bwiti-Kult bei den Fang und Mitsogo in Gabun und angrenzenden Gebieten der Nachbarländer als rituelle Droge, mit der Heilungs- und Initiationszeremonien durchgeführt werden.

Gemäß Howard Lotsof, einem der ersten und vielleicht bis heute bedeutendsten Forscher auf dem Gebiet der medizinischen Verwendung von Iboga, wurden 1990 die ersten Anti-HCV-(Hepatitis-C-) Wirkungen von Iboga berichtet. Des Weiteren wurde durch die Behandlung mit Iboga auch eine Verbesserung der Leberwerte verzeichnet. Diese Ergebnisse wurden von ihm während eines wissenschaftlichen Forums zum Thema Iboga in Warschau 2007 präsentiert.[1]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. PowerPoint-Präsentation zum Initial Iboga Forum in Warschau 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tabernanthe iboga – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien