Iced Earth

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Iced Earth
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Iced Earth in Ludwigsburg, 2012
Iced Earth in Ludwigsburg, 2012
Allgemeine Informationen
Genre(s) Power Metal
Gründung 1984 (als Purgatory)
1988 (Umbenennung in Iced Earth)
Website www.icedearth.com
Gründungsmitglieder
Gene Adams (bis 1991)
Jon Schaffer
Bill Owens (bis 1987)
Richard Bateman (bis 1986)
Greg Seymour (bis 1989)
Aktuelle Besetzung
Leadgesang
Stu Block (seit 2011)
Rhythmusgitarre, Hintergrundgesang, Leadgesang, Studio-Keyboard
Jon Schaffer
Leadgitarre, Hintergrundgesang
Troy Seele (seit 2007)
Bass, Hintergrundgesang
Luke Appleton (seit 2012)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
John Greely (1991–1992)
Leadgesang, Hintergrundgesang
Matthew Barlow (Leadgesang: 1995–2002, Studio-Hintergrundgesang: 2004, Leadgesang: 2008–2011)
Gesang
Tim „Ripper“ Owens (2003–2007)
Gitarre
Larry Sapp (1986)
Gitarre
Randy Shawver (1988–1998)
Gitarre
Larry Tarnowski (1998–2003)
Gitarre
Ralph Santolla (2003–2004)
Gitarre
Ernie Carletti (2006)
Gitarre
Tim Mills (2006–2007)
Bass
Dave Abell (1987–1996)
Bass
Keith Menser (1996)
Bass
James McDonough (1996–2004)
Bass
Steve DiGiorgio (2000–2001)
Bass
James „Bo“ Wallace (2006–2007)
Bass
Dennis Hayes (2007–2008)
Bass, Hintergrundgesang
Freddie Vidales (2008–2012)
Schlagzeug
Mike McGill (1989–1991)
Schlagzeug
Rick Secchiary (1991–1992)
Schlagzeug
Rodney Beasley (1992–1995)
Schlagzeug
Mark Prator (Schlagzeug: 1995-1996, Studio-Schlagzeug: 1998)
Schlagzeug, Studio-Hintergrundgesang
Brent Smedley (1996–1997, 1998–1999, 2006-2013)
Schlagzeug
Richard Christy (2000–2004)
Schlagzeug
Bobby Jarzombek (2004–2006)
Live-Unterstützung und Session-Musiker
Gesang
Kate Barlow (Studio-Gesang: 1996)
Hintergrundgesang, Gitarre, Keyboard
Jim Morris (Studio-Hintergrundgesang: 1996, 1998, 2001, 2007, 2008, 2011, Studio-Gitarre: 1998, 2001, 2004, 2007, 2008, Studio-Keyboard: 1998, 2001)
Keyboard
Roger Huff (Studio-Keyboard: 1991/1992)
Keyboard
Kent Smith (Studio-Keyboard: 1991/1992)
Keyboard, Hintergrundgesang
Howard Helm (Studio-Keyboard: 1995, 1998, 2001, 2004, 2007, Studio-Hintergrundgesang: 2007, 2008, 2011)
Schlagzeug
Raphael Saini (Studio-/Tournee-Schlagzeug: 2013) [1]
Schlagzeug
Jon Dette (Tournee-Schlagzeug: 2013)

Iced Earth ist eine US-amerikanische Metal-Band unter Leitung von Jon Schaffer, die Einflüsse aus Thrash Metal, Power Metal, Progressive Metal, Speed Metal und NWoBHM kombiniert.

Geschichte[Bearbeiten]

Iced Earth wurde 1984 in Indiana von Jon Schaffer als „Purgatory“ gegründet. Nachdem die Band nach Florida umgezogen und ihren Namen in Iced Earth geändert hatte, gelang es ihr durch das Demo Enter the Realm, einen Plattenvertrag mit Century Media zu erhalten, dem die Debüt-LP Iced Earth folgte.

Seit dieser Zeit gab es immer wieder Besetzungswechsel, was oft auf Schaffer zurückgeführt wird, der als sehr exzentrisch gilt. Sänger Matt Barlow kam 1995 nach der Night of the Stormrider betitelten Europa-Tournee mit Blind Guardian als Ersatz für John Greely zur Band. Das erste Album, bei dem er mitwirkte, war Burnt Offerings, welches größtenteils auf Dante Alighieris Göttlicher Komödie basiert.

Barlows Gesang stellte sich als sehr beliebt heraus. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 entschloss er sich jedoch dazu, in der „echten Welt“ zu wirken, anstatt sich der „Illusion des Rockstardaseins“ hinzugeben. Schaffer überredete ihn jedoch, vorerst in der Band zu bleiben, als Barlow ihm dies Ende 2002 mitteilte. Während der Aufnahmen zu The Glorious Burden entschied er allerdings, dass die Qualität von Barlows Gesang nachgelassen habe, und ließ ihn deshalb aus der Band austreten. Barlow arbeitete danach nebenberuflich als Polizist in seinem Heimatstaat, weiterhin wurde er 2005 Mitglied der „First State Force Band“, einem Zusammenschluss aus Polizeibeamten aus Delaware, die sich gegen Gewalt und Drogen bei Jugendlichen einsetzt.

Der zukünftige neue Sänger Tim Owens verließ bald darauf Judas Priest, da deren ursprünglicher Sänger Rob Halford zurückkehrte. Owens hatte dort bei zwei Studioalben mitgewirkt. Davor sang er in der Band „Winters Bane“, mit der er das Album Heart of a Killer veröffentlichte. The Glorious Burden war nun sein erstes Album mit Iced Earth. Owens wurde als neuer Iced-Earth-Sänger von vielen Fans zunächst kritisch beäugt.

The Glorious Burden behandelt viele Aspekte der Kriegsführung und des Militärwesens, die die moderne Welt geformt haben. Die Themen darauf reichen von der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung über Napoleon bis hin zum 11. September 2001. Weiterhin beschäftigen sich drei Lieder mit der Schlacht von Gettysburg und ein Lied mit Waterloo. Das Thema des Albums war wegen des politischen Weltklimas umstritten.

Der Ausstieg Barlows, dessen Gesang als stilprägend galt, sowie die gleichzeitige Abkehr von Fantasy, Horror und Comic als hauptsächlichem Hintergrund der Texte, hin zu, teilweise umstrittenen, historischen und aktuellen politischen und militärischen Themen, führte zu einem starken Popularitätsverlust von Iced Earth in Europa. Teilweise wandten sich sogar langjährige Die-Hard-Fans von der Band ab.

Einen Skandal gab es, als ein Interview mit Schaffer im kanadischen Heavy-Metal-Magazin Brave Words & Bloody Knuckles veröffentlicht wurde. Schaffer beschuldigte das Magazin, seinen Äußerungen den Bezug genommen und eine Voreingenommenheit gegenüber den USA unterstrichen zu haben. Er kündigte an, dass die Band das Magazin in Zukunft boykottieren würde.

Schaffer kündigte auf der offiziellen Iced-Earth-Homepage eine Fortsetzung der Something-Wicked-Storyline an. Die Vorabsingle Overture of the Wicked erschien Anfang Juni 2007. Im gleichen Jahr veröffentlichte Iced Earth das Studioalbum Framing Armageddon (Something Wicked Part 1). Im Dezember 2007 kündigt Jon Schaffer über die offizielle Homepage der Band an, dass Matt Barlow zur Band zurückkehrt und auch den zweiten Teil von Framing Armageddon einsingen wird.

Am 11. bzw. 20. Dezember 2007 bestätigte Matt Barlow auf der Website der Band Gerüchte um eine Rückkehr zu Iced Earth. Außerdem kündigte er an, bereits auf dem nächsten Album (Something Wicked Part 2) die Lead-Vocals zu übernehmen, welches im Herbst 2008 erschienen ist. Die Singleauskopplung I Walk Among You erschien in Deutschland bereits am 13. Juni 2008.

Am 2. März 2011 kündigte Barlow seinen endgültigen Rücktritt von der Band nach den diesjährigen Sommerfestivals in Europa an. Als Beweggründe nannte er den Zeitmangel gegenüber seiner Familie. Seinen letzten Bühnenauftritt mit Iced Earth hatte Barlow am 6. August 2011 in Wacken.

Barlows Nachfolger ist der Kanadier Stu Block, der bereits auf dem im Oktober 2011 erschienenen Album "Dystopia" zu hören ist. Im April 2012 wurde Luke Appleton als neuer Bassist vorgestellt. Er war bereits mit seiner Band Fury UK gemeinsam mit Iced Earth auf Tour.

Im Mai 2013 gaben Iced Earth bekannt, dass Schlagzeuger Brent Smedley aus persönlichen Gründen die Band verlassen hat. Raphael Saini wurde für die anstehende Studioproduktion und auch als Live-Schlagzeuger für die anstehenden Konzerte verpflichtet und später diesbezüglich durch Jon Dette ersetzt. Ab dem 15. Juli 2013 begab sich die Band ins Studio, um ihr neues Album Plagues of Babylon aufzunehmen, welches in Deutschland am 3. Januar 2014 erschien.[2] Es handelt sich dabei zur Hälfte um ein Konzeptalbum und zur anderen Hälfte um ein herkömmliches Album. [3]

Stil[Bearbeiten]

Iced Earth bei einem Konzert in München

Stilistisch werden Iced Earth zumeist dem Power Metal zugeordnet, wobei auch Einflüsse des Thrash Metals wahrgenommen werden können. Iron Maiden werden von Fans immer wieder als direktes Vorbild angesehen. Die Band selbst hat einige Coverversionen der NWoBHM-Legende aufgenommen und live gespielt. Ein markantes Merkmal des Sounds von Iced Earth ist der stotternde, rechtshändige Galopp des Rhythmusgitarristen Jon Schaffer, der sich manchmal wie die beschleunigte und variierte Variante des 1/8-2/16-Rhythmus anhört, der von Steve Harris' Spiel in Iron-Maiden-Liedern wie Run to the Hills, The Trooper oder Caught Somewhere in Time bekannt ist.

Die Texte von Iced Earth behandeln oft theologische Themen wie Strafe und Sünde, Bestimmung, Himmel und Hölle, den Antichristen und die Apokalypse. Viele Alben der Band sind Konzeptalben, die sich beispielsweise mit dem Superhelden Spawn (The Dark Saga), Horrorfilmen (Horror Show) oder – wie oben bereits erwähnt – mit historischen Kriegen (The Glorious Burden) befassen.

In einigen Liedern wie Dante's Inferno, Angel's Holocaust, Damien oder The Coming Curse verwendet die Band Elemente des gregorianischen Chorals. Drei Iced-Earth-Songs haben weiblichen Co-Gesang: A Question of Heaven, The Phantom Opera Ghost und The Awakening, sowie die Remaster-Version von Burnt Offerings auf der Days of Purgatory. Der weibliche Part im Song A Question of Heaven wurde von Matthew Barlows Schwester Kate übernommen. Den Gastpart in The Phantom Opera Ghost steuerte die unbekannte US-Sängerin Yunhui Percifield bei.

Trivia[Bearbeiten]

In einem Interview mit dem deutschen Musikmagazin Rock Hard von September 2007 gab Jon Schaffer als Problem, welches für die vielen Besetzungswechsel mitverantwortlich war, den Vertrag mit Century Media an. Er bezeichnete die damalige Zeit als "pure Sklaverei", da die Band nicht aus dem Vertrag heraus kam, er aber nicht alle Mitglieder finanziell absichern konnte. In der Rock-Hard-Ausgabe vom November desselben Jahres wurde allerdings ein Leserbrief der Mitarbeiter von Century Media veröffentlicht, in dem sie sämtliche Aussagen von Jon Schaffer dementierten und angaben, ihm in dieser Zeit regelmäßig höhere Geldbeträge überwiesen zu haben und er nach wie vor Geld von Century Media empfängt. Um ihn weiterhin finanziell zu unterstützen, forderte das Century-Media-Team die Leser im Brief auf, das dafür angelegte Boxset zu kaufen, welches an Anlehnung an Jon Schaffer's Aussage und einen Iced-Earth-Titel "Slave to the Dark" genannt wurde und Anfang 2008 erschien.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierung Bemerkung
US[4] DE[5] AT[6] CH[7]
1990 Iced Earth - - - - selbstbetitelt
1991 Night of the Stormrider - - - -
1995 Burnt Offerings - - - -
1996 The Dark Saga - - - -
1998 Something Wicked This Way Comes - 19 50 -
1999 Alive in Athens - 55 - - Livealbum mit 3 CDs
2001 Horror Show - 28 32 86
2002 Tribute to the Gods - - - - Tribute-Album, welches nur Coversongs enthielt
2004 The Glorious Burden 145 15 24 77
2007 Framing Armageddon (Something Wicked Part 1) 79 19 36 56
2008 The Crucible of Man (Something Wicked Part 2) 79 28 34 39
2011 Dystopia 67 23 51 53
2013 Live in Ancient Kourion - 31 - - Livealbum
2014 Plagues of Babylon 49 5 27 23

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chart Bemerkungen
DE[8]
2003 The Reckoning 42
2007 Overture of the Wicked 71
2008 I Walk Among You -

EPs und Demos[Bearbeiten]

Jahr Titel Bemerkungen
1988 Enter the Realm Demo
1989 Studio Demos '89 Demo, Selbstvertrieb
1999/2001 The Melancholy EP, wurde 2001 wiederveröffentlicht

DVDs[Bearbeiten]

Jahr Titel
2005 Gettysburg
2006 Alive in Athens
2011 Festivals of the Wicked
2013 Live in Ancient Kourion

Sonstige[Bearbeiten]

  • 1997: Days of Purgatory (Doppel-CD) - Remixes und Neuaufnahmen von Liedern vorheriger Alben
  • 2002: Dark Genesis - 5 CD-Box mit "Enter the Realm", "Tribute to the Gods" sowie Remixes und Neuaufnahmen von Iced Earth, Night of the Stormrider und Burnt Offerings
  • 2004: The Blessed and the Damned - (Doppel-CD), Best Of
  • 2008: Slave to the Dark - Weltweit auf 5.000 Stück limitierte 14 CD + 1 DVD Box mit allen bei Century Media erschienenen Alben (inkl. Demo-CD Enter the Realm, Tribute to the Gods und ein Rough-Mix der "Burnt Offerings" als bisher unveröffentlichter Bonus sowie die DVD Alive in Athens)
  • 2010: Box of the Wicked - limitierte Box mit insgesamt 5 CDs
  • 2013: Live in Ancient Kourion - Box Set mit 2CDs, DVD und BluRay

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Iced Earth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.blabbermouth.net/news/video-ex-slayertestament-drummer-jon-dette-performs-with-iced-earth-for-first-time/
  2. metal-hammer.de: Review zum Album Plagues of Babylon (Zugriff am 7. Januar 2014)
  3. http://www.blabbermouth.net/news.aspx?mode=Article&newsitemID=192448
  4. http://www.billboard.com:Iced Earth in den US-amerikanischen Album-Charts, zugegriffen am 11. Oktober 2010
  5. http://www.musicline.de:Iced Earth in den deutschen Album-Charts, zugegriffen am 28. Oktober 2011
  6. http://www.austriancharts.com:Iced Earth in der österreichischen Hitparade, zugegriffen am 11. Oktober 2010
  7. http://www.hitparade.ch:Iced Earth in der Schweizer Hitparade
  8. http://www.musicline.de:Iced Earth in den deutschen Single-Charts, zugegriffen am 11. Oktober 2010