Idarubicin

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Strukturformel
Strukturformel von Idarubicin
Allgemeines
Name Idarubicin
Andere Namen
  • (7S-cis)-9-Acetyl-7-[(3-amino-2,3,6-trideoxy-α-L-lyxo-hexopyranosyl)oxy]-7,8,9,10-tetrahydro-6,9,11-trihydroxy-5,12-naphthacendion
  • 4-Demethoxidaunorubicin
Summenformel C26H27NO9
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 42890
ChemSpider 39117
DrugBank DB01177
Wikidata Q1063862
Arzneistoffangaben
ATC-Code

L01DB06

Eigenschaften
Molare Masse 533,95 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]

Hydrochlorid

06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​351​‐​360
P: 201​‐​264​‐​281​‐​301+310​‐​308+313 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Idarubicin, auch 4-Demethoxidaunorubicin, ist ein zu den Anthracyclinen gehörender Stoff.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird als Zytostatikum im Rahmen der Kombinationschemotherapie von akuten Leukämien verwendet.

Idarubicin ist ein DNA-Interkalator. Die fehlende Methoxygruppe gegenüber Daunorubicin verbessert die Fettlöslichkeit und damit die Aufnahme in die Zelle, wo es dann zu wachstumshemmender Wechselwirkung mit der Topoisomerase II kommt.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Idarubicin hydrochloride, solid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 31. Januar 2013 (PDF).
  2. Peter H. Wiernik: Adult Leukemias. PMPH-USA, 2001, ISBN 1-55009-111-5, S. 206 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).