Ilana Lewitan

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Ilana Lewitan (* 1961 in München) ist eine deutsche Malerin und Objektkünstlerin. Sie lebt und arbeitet in München. Ilana Lewitan verwendet vorzugsweise Acrylfarben, die ihrer vielschichtigen Arbeitsweise am besten entsprechen. Auch Mittel der Fotografie, der digitalen Bildbearbeitung und der Collage sind Medien, die sie in die Malerei integriert. Dabei verlaufen die Grenzen zwischen der figurativen und abstrakten Malerei fließend. Sie ist eine Vertreterin der neuen ästhetischen Avantgarde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ilana Lewitan ist in München geboren. Dort studierte sie Innenarchitektur und an der TU Architektur. Ab 1988 arbeitete sie in diesen Berufen in New York, zuerst bei Richard Meier Architects & Partners, dann bei Dakota Jackson, aber auch als freischaffende Illustratorin. Anschließend studierte sie bei Hans Daucher und Markus Lüpertz Malerei. Zurück in München konnte sie sich mit mehreren Preisen[1] in Architektur und Design einen Namen machen. Seit 1995 ist sie freischaffende Künstlerin und Mitglied der Künstlergruppe Art25[2] und seit 2012 Dozentin im österreichischen Geras. 2013 wurde Ilana Lewitan auf der Art Karlsruhe ausgewählt und zeigte einige ihrer neuen Arbeiten. Von ihren Einzelausstellungen sind die in der Kunsthalle Altdorf/Ettenheim mit Hubert Burda Media (2007)[3] , die in der Ephrat Gallery, Tel Aviv (2010) und die der im Galerienviertel M50 in Shanghai gelegene FOR ART GALLERY (2011)[4] besonders hervorzuheben; von den Gruppenausstellungen: die Kunstaktion zur dOCUMENTA X in Kassel (1998), die Ausstellungen im Museum of Modern Arts in Astana, Kasachstan (2007), in der Kunsthalle whiteBOX München (2009), in der Pasinger Fabrik[5] (2006), in der Galerie Noah (2011) in Augsburg[6], die Begleitausstellung zu den 27. Jüdischen Kulturtagen München (2013)[7][8], sowie in der Galerie Monsieur, Paris (2014)[9]. Die Künstlerin ist mit dem Psychologen und Buchautor Louis Lewitan verheiratet und hat zwei Töchter.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man kann den Cubes und Boxes, vor allem dann, wenn man sie mit Lewitans zeitlich parallel entstandenen Malereien auf Leinwand vergleicht, die inzwischen ganz auf fotografische Elemente verzichten, eine schöne Eigenständigkeit zusprechen: Das neue Genre, das mit fotografischen und digitalen Mitteln zu malerischen Wirkungen kommt, ist erwachsen geworden, es entwickelt sich nach eigenen Regeln weiter. Die Boxes und die Cubes haben also nicht nur ihre eigene Technik, sondern auch ihre eigne Motivwelt gefunden, die Verbindungen zur Leinwandmalerei sind gekappt. Und auch aus dem Durchschnitt dessen, was sich derzeit anderswo auf der Welt im Zwischenbereich zwischen Malerei und Objektkunst tut, heben sich Lewitans Bildkästen lebendig heraus.

Dr. Gottfried Knapp, Kunsthistoriker und Autor

Ilana Lewitan bringt Fotografie und malerische Geste zur Synthese. Sie verwendet Fotografien ihrer Familie, jedoch werden sie durch ihre Malerei dominiert. Übermalt und beschnitten wird auch hier die Verschmelzung von fotografischer Abbildung und malerischem Ausdruck betrieben. Es ist jedoch auch eine Verschmelzung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, realem Trauma und visionärer Utopie.

Matthias Mühling, Kurator für internationale Gegenwartskunst, Lenbachhaus, München

Seit dem Jahr 2011 hat sich die Künstlerin einer anderen Technik zugewandt: Öl auf Leinwand. Sie erschließt sich dadurch eine andere, langsamere Gangart im Herstellen ihrer Werke. Statt raschem, intuitivem Übermalen verdichtet sie die früher eher zentrifugal, heftig und pastos aufgetragene Farbengestik zu Manifesten beruhigter, auch beruhigender Aussagen. Sie hält aber dabei den Grundzug ihrer Kunst, Geschichten zu erzählen und Erinnerungen zu evozieren, aufrecht. Wenn auch oft faszinierend rätselhaft, nimmt sie in ihren Botschaften an ihre Betrachter zu aktuellen politischen und sozialen Themen Stellung.

Elmar Zorn, Kunsthistoriker und Kurator, München – aus einem Aufsatz aus dem ARTPROFIL Heft Nr. 93, Juli 2012[10]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Ilana Lewitan: Living in a Box“ artla magazine, November 2013[14]
  • „Ilana Lewitan: cubes“ Werksverzeichnis der Objekte 2011–2012[15]
  • "The Flip Side - Ilana Lewitan, artist of hidden truth and double meaning." The weekly Standard, 18. April 2011, Vol. 16, No. 30[16]
  • „Ilana Lewitan (2007 – 2011)“ Werksverzeichnis über die Jahre 2007–2011[17]
  • „Ilana Lewitan“ Medizin+Kunst Nr. 4/2010 vom 1. November 2010[18]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Parkstadt Schwabing. Website der Süddeutschen Zeitung. Abgerufen am 20. Februar 2013.
  2. art25 Künstlerübersicht. Website des Botanikum Artfield. Abgerufen am 20. Februar 2013.
  3. a b Kunsthalle Altdorf. Website der Kunsthalle Altdorf. Abgerufen am 20. Februar 2013.
  4. Artists. Website der FOR ART GALLERY. Abgerufen am 20. Februar 2013.
  5. Zeitsequenzen. Website des joods historisch museum. Abgerufen am 20. Februar 2013.
  6. Kunstangebot Website der Galerie Noah. Abgerufen am 14. Mai 2014.
  7. Jüdische Positionen Jüdische Allgemeine Zeitung vom 14. November 2013. Abgerufen am 14. Mai 2014.
  8. Jüdischen Kulturtagen München Website der Jüdischen Kulturtage. Abgerufen am 14. Mai 2014.
  9. Artistes Website der Galerie Monsieur. Abgerufen am 14. Mai 2014.
  10. Inhalt Art Profil 93 (PDF; 85 kB). Website des Kunstmagazins Art Profil. Abgerufen am 20. Februar 2013.
  11. Exhibitions. Website der Bruce Lurie Gallery. Abgerufen am 12. Oktober 2013.
  12. We love you. Website der Haleh Gallery. Abgerufen am 20. Februar 2013.
  13. Artists. Website der FOR ART GALLERY. Abgerufen am 20. Februar 2013.
  14. Ilana Lewitan (PDF; 1,9 MB). Abgerufen am 5. November 2013.
  15. Ilana Lewitan cubes (PDF; 2,6 MB). Abgerufen am 18. Mai 2013.
  16. The Flip Side Abgerufen am 12. Oktober 2013.
  17. Ilana Lewitan 2007-2011 (PDF; 1,8 MB). Abgerufen am 6. November 2013
  18. Ilana Lewitan (PDF; 260 kB). Website von Medizin+Kunst. Abgerufen am 20. Februar 2013.