Inhaltsangabe

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Logo des Deutschen Instituts für Normung DIN 1426
Bereich Dokumentation
Titel Inhaltsangaben
Kurzbeschreibung: Übersicht des Dokumenteninhalts
Letzte Ausgabe 1988-10
ISO -

Eine Inhaltsangabe oder Zusammenfassung ist eine Übersicht über den wesentlichen Inhalt eines Textes oder Filmes. Gebräuchliche Formen von Inhaltsangaben sind das Inhaltsverzeichnis, das Abstract und andere Formen dokumentarischer Referate. Auch die englische Bezeichnung Summary ist in wissenschaftlichen Arbeiten üblich. Die Inhaltsangabe ist eine wichtige schulische Schreibform. Die Inhaltsangabe ist in der DIN-Norm DIN 1426 genormt.

Im Gegensatz zu einem Resümee bzw. Fazit oder einem Review sollen Inhaltsangaben – in normativer Hinsicht – keine Interpretationen und Bewertungen enthalten. Im Gegensatz zu Nacherzählungen sollen Inhaltsangaben weiterhin auch keine Spannungsbögen enthalten. Außerdem darf keine wörtliche Rede vorhanden sein. Diesen Normvorgaben widerspricht eine Analyse von Inhaltsangaben aus didaktischer Perspektive, wie sie etwa Abraham vornimmt: Demnach sei eine Inhaltsangabe „nie ‚objektiv-neutral‘. Sie wertet immer“;[1]:34 zudem enthalte sie schon immer „implizite Deutungsangebote“.[1]:31

Inhaltsangaben werden in der Regel in der Gegenwart (Präsens, bei Vorzeitigkeit im Perfekt) abgefasst. Da Inhaltsangaben kürzer als der Originaltext sind, müssen sie zwangsläufig Teile des Inhalts auslassen. Sie können als Mittel der Sacherschließung dienen. Die Inhaltsangabe eines Buchs, einer Dissertation oder von Ähnlichem hat meist eine halbe bis eine Seite Umfang. Sie soll die wichtigsten Ergebnisse und verwendeten Methoden in allgemeiner (nicht zu spezieller) Fachsprache darstellen.

Inhaltsangaben von Kinofilmen werden auch Synopsis genannt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ulf Abraham: Lesarten – Schreibarten. Formen der Wiedergabe und Besprechung literarischer Texte. Stuttgart: Klett 1994.