Innozenz I.

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Innozenz I., Darstellung in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern

Innozenz I. (* vor 401; † 12. März 417) war Papst vom 21. Dezember 401 bis 12. März 417.

Leben und Verehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war vermutlich der Sohn eines Innozenz von Albano (so sein Biograph im Liber Pontificalis) oder der Sohn seines Vorgängers Anastasius I. (so ein Zeitgenosse des Hieronymus). Sein Pontifikat war überschattet vom Niedergang des Weströmischen Reiches und von der Belagerung und Plünderung Roms durch die Westgoten unter Alarich I. im Jahr 410.

In seinen Briefen an die Bischöfe Victricius von Rouen, Exuperius von Toulouse, Decentius von Gubbio und andere wird deutlich, dass er die Vormachtstellung Roms in der Gesamtkirche ausbauen wollte. Er forderte die abendländische Kirchendisziplin nach dem römischen Vorbild auszurichten und beanspruchte die oberste Lehrentscheidung für alle wichtigen Fragen, den causa maiores, für den apostolischen Stuhl. Weniger Erfolg hatte er im Osten (Eingreifen für Johannes Chrysostomos, *344/345, † 407), obwohl er mit der Begründung des päpstlichen Vikariats von Thessalonike dem Einfluss Konstantinopels zu begegnen versuchte. Sein Name bedeutet: der Unschuldige (latein.).

Die Reliquien des hl. Innozenz wurden nach vorhergehender Bewilligung von Papst Sergius II[1] 846 zusammen mit denen seines Vorgängers Anastasius durch den Sachsenherzog Liudolf nach Gandersheim gebracht, wo sie bis heute in der Krypta der ehemaligen Stiftskirche ruhen. Der Gedenktag ist der 28. Juli.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Innozenz I. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.kath.de/kurs/vatikan/deutsche_paepste.php
  2. Namenstag heiliger Innozenz I. auf heilige.de
Vorgänger Amt Nachfolger
Anastasius I. Papst
401–417
Zosimus