Interventionspreis

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Der Interventionspreis ist ein von der Europäischen Union festgelegter garantierter Mindestpreis für bestimmte Agrarprodukte wie Getreide oder Butter. Er bildet die Grundlage für das Preissystem für landwirtschaftliche Erzeugnisse innerhalb der EU – im Gegensatz zu den Weltmarktpreisen, die starken Schwankungen unterliegen können, da sie auf dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage basieren. Der Interventionspreis wird vor allem aus den Schwellenpreisen der Produkte abgeleitet, die vom Weltmarkt in die EU importiert werden und kann künstlich auf hohem Niveau gehalten werden, um den gemeinsamen Binnenmarkt zu schützen.

Den Erzeugern wird die Abnahme ihrer Produkte zum Mindestpreis garantiert; kann dieser auf dem EU-Markt nicht erreicht werden, kauft eine Interventionsstelle die Produkte zum Interventionspreis auf. Da dieses Vorgehen Anreize zur Überproduktion schafft, wird die Festsetzung von Interventionspreisen in den letzten Jahren mehr und mehr zurückgenommen.

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