Intourist

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Eingang zum Intourist-Restaurant in Leipzig (1948)

Die Firma Intourist (russisch Интурист, von inostranny turist, dt.: ausländischer Tourist) ist die ehemals staatliche Monopol-Reiseagentur für den Auslandsfremdenverkehr, die 1929 in der Sowjetunion gegründet wurde. Heute führt Intourist unter anderem noch 144 Reisebüros und viele Hotels in Russland. Die Aktiengesellschaft gehört seit November 2010 je hälftig dem russischen Mischkonzern Sistema und dem britisch-deutschen Tourismuskonzern Thomas Cook Group.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die staatliche Monopol-Reiseagentur für den Auslandsfremdenverkehr liefen in der Sowjetunion nicht nur die Reisen ausländischer Touristen in die UdSSR, sondern auch die meisten Auslandsreisen sowjetischer Touristen, die ab dem 23. Februar 1967 ohne Visum Rumänien, Bulgarien, Ungarn, die ČSSR und die DDR besuchen konnten. Dies wurde damals offiziell von Intourist bekanntgegeben. Durch Mitarbeiter von Intourist wurden auch in sowjetischen Kurorten weilende Erholungssuchende aus der DDR betreut.

Auch in der DDR war Intourist aufgrund des Besatzungsrechtes Eigentümer und Betreiber vieler guter Hotels und Gaststätten, die aber 1951 fast alle an den staatlichen Betrieb HO der DDR übergeben oder verkauft wurden. Das Berliner Hotel Newa in der Invalidenstraße 115 wurde dagegen noch bis in die 1970er-Jahre von Intourist bewirtschaftet.

In Ostberlin erhielt das Unternehmen in der Nähe der Sowjetischen Botschaft an der Straße Unter den Linden Ecke Glinkastraße einen größeren Bürokomplex in einem Neubau.[1]

Außerdem war Intourist Eigentümer und Verwalter von Ferienanlagen, Reisebussen, sie pflegte Wanderwege und gab Abzeichen heraus.

Heute betreibt Intourist neben 144 Reisebüros viele Hotels, die meist nur „Hotel Intourist“ heißen, unter anderen das Hotel Peking in Moskau. Die Firma ist als Aktiengesellschaft organisiert. Hauptanteilseigner war zunächst der russische Mischkonzern Sistema. Die Thomas Cook Group erklärte am 25. November 2010, sie werde für bis zu 45 Millionen Dollar 50,1 Prozent des Veranstaltergeschäftes von Intourist übernehmen.[2] In den nächsten Jahren übernahm die Firma Intourist vollständig.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Intourist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wochenzeitung Neue Berliner Illustrierte (NBI) Nr. 40/74, Seite 39
  2. Handelsblatt: Thomas Cook will russischen Reisemarkt erobern. Handelsblatt. 25. November 2010. Abgerufen im 25. November 2010.
  3. Stefan Eiselin: Tochter von Thomas Cook: Intourist prüft eigene russische Airline. In: Aerotelegraph.com, 13. Mai 2017.