Iodocarb

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Strukturformel
Strukturformel von Iodocarb
Allgemeines
Name Iodocarb
Andere Namen
  • IPBC
  • 3-Iodpropargyl-N-butylcarbamat
  • 3-Iod-2-propinylbutylcarbamat
  • 3-Iod-2-propinyl-butylcarbamat
  • Biodocarb
Summenformel C8H12INO2
CAS-Nummer 55406-53-6
PubChem 62097
Kurzbeschreibung

brennbares[1] Pulver mit beißendem Geruch[2]

Eigenschaften
Molare Masse 281,09 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt
Löslichkeit

sehr schwer löslich in Wasser (0,156 g·l−1 bei °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend 06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​331​‐​372​‐​318​‐​317​‐​410Vorlage:H-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze
P: 273 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][1]
Giftig Umweltgefährlich
Giftig Umwelt-
gefährlich
(T) (N)
R- und S-Sätze R: 22​‐​23​‐​41​‐​43​‐​50
S: ?
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Iodocarb oder 3-Iod-2-propinylbutylcarbamat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbamate. Sie wird als Fungizid und Holzschutzmittel gegen Braunfäule, Weißfäule und Bläue eingesetzt. Im Bereich des Pflanzenschutzes wird Iodocarb nicht eingesetzt,[2] im Holzschutz gehört es jedoch zu den häufigsten Wirkstoffen.[6]

Iodocarb wird außerdem als Fungizid in Kosmetika sowie in Kühlschmierstoffen eingesetzt.[3]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Iodocarb wird traditionell ausgehend von n-Butylisocyanat gewonnen. Stattdessen können auch Iodbutan und Kaliumcyanat miteinander umgesetzt werden und anschließend unter Zugabe von Natriumhypochlorit elektrochemisch iodiert werden.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Eintrag zu 3-Iod-2-propinylbutylcarbamat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 18. April 2015 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c d Reregistration Eligibility Decision (RED): 3-Iodo-2-propynylbutylcarbamate (IPBC) (PDF; 410 kB) S. 19.
  3. a b c Eintrag zu (3-Iodprop-2-inyl)-N-butylcarbamat. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 10. Januar 2015.
  4. Datenblatt 3-Iodo-2-propynyl N-butylcarbamate, 97% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 18. April 2015 (PDF).
  5. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  6. Zugelassene Holzschutzmittel
  7. Produktionsintegrierter Umweltschutz bei der Herstellung des Schutz- und Konservierungsmittels Jod-Propinylbutylcarbamat (IPBC) unter Verwendung von recycelten Feinchemikalien aus Wertstoffkreisläufen