Ion (Stammvater)

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Ion (griechisch Ἴων) heißt in der griechischen Mythologie der Stammvater des Volkes der Ionier.

Ion wurde als solcher erstmals von Hesiod (frg. 1(28)) als Enkel des Hellen, Sohn des Xuthos und Bruder des Achaios erwähnt.

Eine abweichende Version wird von Euripides in seiner Tragödie Ion geschildert: Bei ihm ist Ion der Sohn von Apollon und Kreusa. Nach seiner Geburt wird er von seiner Mutter ausgesetzt, aber auf Betreiben des Vaters von Hermes nach Delphi gebracht und dort als Findelkind zum Tempeldiener des Orakels aufgezogen. Jahre später kommen Kreusa und Xuthos, den sie in der Zwischenzeit geheiratet hat, nach Delphi, um das Orakel wegen Kreusas Kinderlosigkeit zu befragen. Xuthos erhält den Spruch, die erste Person, die er beim Hinausgehen treffen würde, würde sein Sohn sein. Xuthos trifft den Ion und akzeptiert ihn als Sohn in der Annahme, er sei das Ergebnis einer flüchtigen Affäre in seiner Jugend. Als Kreusa davon erfährt, ist sie gekränkt und wütend und fürchtet, von ihrem vermeintlichen Stiefsohn aus dem Haus gedrängt zu werden. Sie versucht, Ion zu vergiften, scheitert aber dabei. Schließlich erkennt sie ihn anhand des Kästchens, in dem sie ihn einst ausgesetzt hatte, als ihren totgeglaubten Sohn.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]