Iron Savior

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Iron Savior
Iron Savior Logo.jpg
Allgemeine Informationen
Herkunft Hamburg, DeutschlandDeutschland Deutschland
Genre(s) Power Metal
Gründung 1996
Website http://www.iron-savior.com/
Gründungsmitglieder
Piet Sielck
Gesang, Gitarre
Kai Hansen (bis 2001)
Thomen Stauch (bis 1998)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Piet Sielck
Gitarre
Joachim Küstner (seit 2001)
Bass
Jan Sören Eckert (1997–2003, seit 2011)
Schlagzeug
Thomas Nack (seit 1999)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Dan Zimmermann (1998–1999)
Yenz Leonhardt (2003–2011)
Andreas Kück (1998–2002)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Unification
  DE 79 25.01.1999 (2 Wo.)
Rise of the Hero
  DE 76 14.03.2014 (1 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Iron Savior ist eine Power-Metal-Band aus Hamburg, die im Jahr 1996 zunächst als Projekt von Piet Sielck, Kai Hansen und Thomen Stauch gegründet wurde. Ihre Songtexte beschäftigen sich hauptsächlich mit Science-Fiction-Themen.

Stilistisch ist die Musik der Band typischer Power-Metal, vergleichbar mit Gamma Ray oder Helloween.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Iron Savior wurde 1996 von Piet Sielck gegründet, der vorher vor allem als Gründungsmitglied von Helloween und Produzent von Uriah Heep, Gamma Ray, Saxon und Blind Guardian, in der Metal-Szene in Erscheinung trat. Erstes Lebenszeichen der Band war 1996 eine Coverversion von Desert Plains für das Judas-Priest-Tributalbum A Tribute To Judas Priest: Legends Of Metal Vol. II.[2] Für sein selbstbetiteltes Debütalbum engagierte er Thomen Stauch (damals bei Blind Guardian) und Kai Hansen von Gamma Ray. Das Soloprojekt unterschrieb bei Noise Records. Mit einem improvisierten Line-up (Jan-S. Eckert am Bass und Andreas Kück an den Keyboards) spielte die Band auf dem Wacken und eine Support-Tour für Edguy.[3]

Anschließend kam Dan Zimmermann (Gamma Ray) für Stauch, der mit Blind Guardian ausgelastet war. In diesem Line-up erschien das Album Unification sowie drei Extended Plays. Unification erreichte Platz 79 der deutschen Albencharts.[1] 2001, nach einer Tour mit Running Wild und einer mit Nocturnal Rites und Labyrinth stieg Kai Hansen aus, der sich auf Gamma Ray konzentrierte. Er ist jedoch noch als Gast bei Dark Assault (2001). Für ihn kam Joachim „Piesel“ Küstner (Lacrimosa). Zusätzlich kam Thomas Nack als fester Schlagzeuger in die Band. 2002 folgte mit Condition Red das erste Werk ohne Hansens Beteiligung. Die Band spielt ihre nächsten Auftritte mit Gitarrist Uwe Lulis (ex-Grave Digger). Wie bei Iron Maiden standen damit drei Gitarristen auf der Bühne.[3]

2003 pausierte die Band ein wenig, da Sielck zum zweiten Mal heiratete und außerdem als Produzent rege aktiv war. Vor dem 2004er Album Battering Ram verließ Jan-S. Eckert die Band, um sich auf Masterplan zu konzentrieren. Seinen Platz füllte Yenz Leonhardt (Lacrimosa) aus. Es war das erste Album, das über Sielcks eigenes Independent-Label Dockyard 1 veröffentlicht wurde. Nach Battering Ram pausierte die Band, damit Sielck Zeit für sein Label hatte, wo unter anderem Lake of Tears und Abandoned unter Vertrag standen. Außerdem gründete er mit seinem alten Weggefährten Stauch die Band Savage Circus , nachdem Stauch Blind Guardian verlassen hatte.[3]

2007 schließlich erschien Megatropolis. Kurz darauf muss er jedoch sein Label Dockyard 1 schließen und verschwindet für mehrere Jahre aus dem Scheinwerferlicht. Mit AFM Records fand er nach vier Jahren Stille ein neues Label und veröffentlichte dort das achte Studioalbum The Landing.[3]

2014 folgte Rise of the Hero, das erstmals seit Unification mit Platz 76 wieder eine Chartsplatzierung erhielt.[1] 2015 veröffentlichte Iron Savior Megatropolis 2.0, die Fortsetzung des Studioalbums von 2007 sowie ein Livealbum.

Musikstil und Texte[Bearbeiten]

Iron Savior spielen melodischen Power Metal, der typisch für deutsche Bands wie Gamma Ray, frühe Blind Guardian und Helloween ist. Der Gesang ist etwas rauer und nicht so hoch wie bei ähnlichen Bands. Piet Sielck wurde aber insbesondere von Judas Priest beeinflusst, die Iron Savior insbesondere zu Beginn häufig coverten. Neben diesen Bands werden gelegentlich auch Rhapsody und Queensrÿche als Vergleichsgrößen genannt.[4] Sielck ist daneben auch ein großer Science-Fiction-Fan. Das Konzept der Band handelt von einem Raumschiff, dem sogenannten Iron Savior (dt. „eiserner Retter“), das aus dem sagenumwobenen Atlantis heraus startete, als die Erde gerade am Untergehen war. Auf dem Raumschiff sind die letzten Überlebenden versammelt. Sielck sponn eine komplexe Storyline, die von Album zu Album fortgesetzt wurde. Bis zu Battering Ram waren alle Alben Konzeptalben. Erst seit 2004 löste er sich etwas aus dem selbst gewählten Korsett.[5]

Es handelte sich zu Beginn klar um sein Soloprojekt, ein Großteil der Lieder wurde von ihm geschrieben, er war Hauptsänger und übernahm auch viele Gitarren- und Bassparts. Erst mit dem Einstieg von Jan-Sören Eckert, Joachim Küstner und Yenz Leonhardt, die sich aktiv am Songwriting beteiligten, gewann Iron Savior immer mehr Bandcharakter.[6]

Line-up[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1997: Iron Savior (Noise Records)
  • 1999: Unification (Noise Records)
  • 2001: Dark Assault (Noise Records)
  • 2002: Condition Red (Noise Records)
  • 2004: Battering Ram (Noise Records)
  • 2007: Megatropolis (Dockyard 1)
  • 2011: The Landing (AFM Records)
  • 2014: Rise of the Hero (AFM Records)
  • 2015: Megatropolis 2.0 (AFM Records)

Livealben[Bearbeiten]

  • 2015: Live at the Final Frontier (DVD/2CD, AFM Records)

Singles und EPs[Bearbeiten]

  • 1997: Iron Savior (Promo-EP, Noise Records)
  • 1998: Coming Home (Single, Noise Records)
  • 1999: Interlude (EP, Noise Records)
  • 2000: I’ve Been to Hell (Single, Noise Records)

Gast- und Samplerbeiträge[Bearbeiten]

  • 1996: Desert Plains auf A Tribute to Judas Priest: Legends of Metal Vol. II
  • 1998: Watcher in the Sky für Hansen auf Worx
  • 2000: Running Free auf Slave to the Power: The Iron Maiden Tribute und The Iron Maiden Tribute
  • 2002: Phantoms of death auf The Keepers of Jericho (A Tribute to Helloween Part II)
  • 2002: Iron Savior und Riding the Fire (Liveversionen) auf Carnival of Chaos
  • 2003: Running Free auf A Tribute to the Beast Vol. 2

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Offiziellecharts.de. Abgerufen am 29. November 2015
  2. Iron Savior bei Discogs (englisch)
  3. a b c d Biografie von Iron Savior bei laut.de
  4. Biography. Metalstorm.net, abgerufen am 29. November 2015.
  5. The Whole iron Savior Story. Offizielle Website, abgerufen am 29. November 2015.
  6. Michael Edele: Keinen Bock mehr auf intergalaktische Zwischenfälle. Laut.de, 10. Juni 2004, abgerufen am 29. November 2015.