Rhapsody of Fire

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Rhapsody of Fire
Logo der Band seit 2006

Logo der Band seit 2006
Auftritt der Band in Buenos Aires (2010)
Auftritt der Band in Buenos Aires (2010)
Allgemeine Informationen
Herkunft Triest (Italien)
Genre(s) Power Metal, Symphonic Metal
Gründung 1993
Website www.rhapsodyoffire.com
Gründungsmitglieder
Luca Turilli
Daniele Carbonera
Alex Staropoli
Aktuelle Besetzung
Keyboard
Alex Staropoli
Gitarre
Roby De Micheli (seit 2011)
Alessandro Sala (seit 2015)
Giacomo Voli (seit 2016)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Luca Turilli (1993–2011)
Gesang
Cristiano Adacher (1994–1995)
Schlagzeug
Daniele Carbonera (1993–2000)
Bass
Andrea Furlan (1994–1997)
Bass
Alessandro Lotta (1997–2001)
Bass
Patrice Guers (2001, ab 2006 fest – 2011)
Gitarre
Tom Hess (2011–2013)
Live-Gitarre
Dominique Leurquin (2000–2011)
Bass
Oliver Holzwarth (2011–2014)
Gesang
Fabio Lione (1997–2016)
Schlagzeug
Alex Holzwarth (2000–2016)
Altes Bandlogo

Rhapsody of Fire (ehemals Rhapsody) ist eine italienische Power-Metal-Band, die Elemente der klassischen Musik sowie der Filmmusik in ihrer Musik verbindet. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik aufgrund zahlreicher Einflüsse bekannter Soundtrack-Komponisten seit der The-Dark-Secret-EP als „Film Score Metal“ (ehemals „Symphonic Epic Hollywood Metal“). In ihren Texten ging es um Fantasygeschichten, die bis zur Aufspaltung der Band von Luca Turilli geschrieben wurden.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band wurde 1993 unter dem Namen Thundercross im italienischen Triest gegründet. Die beiden Bandleader Luca Turilli und Alex Staropoli holten 1994 noch den Bassisten Andrea Furlan sowie den Sänger Christiano Adacher mit an Bord und machten die Band somit komplett. Mit ihrer ersten Demo Land of Immortals erhielten Thundercross einen Plattenvertrag bei LMP (Limb Music Products) und benannten sich in Rhapsody um. Noch vor dem ersten Album wurden Furlan und Adacher durch den neuen Sänger Fabio Lione und den Bassisten Alessandro Lotta ersetzt.

Die Emerald-Sword-Saga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997 erschien Legendary Tales, das den ersten Teil einer fünfteiligen Reihe von Konzeptalben darstellt. Erzählt wird hier die sogenannte Emerald Sword Saga, eine Fantasygeschichte, die von Luca Turilli geschrieben wurde. Mit dem Album schufen Rhapsody außerdem den von ihnen als Symphonic Epic Hollywood Metal bezeichneten Stil. Für den pompösen Sound wurden Chöre und später auch Orchester eingesetzt (unter anderem der Don Kosaken Chor).

Im Jahr 2000 verließ Carbonera die Band, als (vorerst vorübergehenden) Schlagzeuger suchte man sich Alex Holzwarth (Sieges Even) aus Deutschland aus und als Live-Musiker den Franzosen Dominique Leurquin an der E-Gitarre. Bald darauf trat die Band zum ersten Mal live auf, wobei sie auch heute stets noch auf Samples zurückgreifen muss, um die orchestralen Parts der Musik auf die Bühne übertragen zu können. Im selben Jahr erschien mit Dawn of Victory ein etwas aggressiveres Album, auf dem Holzwarth allerdings noch nicht zu hören war. 2001 übernahm der Franzose Patrice Guers den Bass als Gastmusiker und wurde dann festes Bandmitglied. Holzwarth gehört seit 2002 fest zur Band. In diesem Jahr erschien das Album Power of the Dragonflame, das die Emerald Sword Saga abschließt und zu dem eine gleichnamige Welttournee stattfand. Im Jahr 2003 lief der Label-Vertrag mit LMP aus, man entschied sich nun für ein größeres Label und wechselte zu MCM.

Die Dark-Secret-Saga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 erschien Symphony of Enchanted Lands II, das erste mit vollem Orchester arrangierte Album mitsamt aufwändig produzierten Musikvideos. Als Erzähler wirkte hier der damals 82-Jährige Schauspieler Christopher Lee (Der Herr der Ringe, Star Wars, …) mit. Da ihm diese Arbeit sehr gefiel und er früher selbst Opernsänger war, sang er später auf der gleichnamigen Single das Lied The Magic of the Wizard’s Dream im Duett mit Fabio Lione und ist seit Symphony of Enchanted Lands II auf allen späteren Alben als Sprecher zu hören. Das Album bildet den Auftakt zur Dark-Secret-Saga, die die Emerald-Sword-Saga fortsetzt.

Im Jahr 2006 wurde eine Beschwerde vom Inhaber des Markennamens Rhapsody laut. Nachdem die Band immer größer geworden war, musste sie sich jetzt umbenennen und suchte sich als neuen Namen Rhapsody of Fire aus. Außerdem wurde Bassist Patrice Guers nun fest in die Band integriert. Von 2005 bis 2007 tourten Rhapsody (mit zwischenzeitlicher Unterbrechung) als Supporter für Manowar auf ihrer gemeinsamen Demons, Dragons & Warriors-Tour. Die 2007 erschienene Live-DVD gewährt Einblicke in diese Tour und auch in die Produktion der Alben.

Seit Ende 2007 stand die Band in einem Rechtsstreit mit ihrem Management. In diesem Zusammenhang wurde auch die für 2007 geplante Tour durch Südamerika abgesagt. Der Streit betraf auch die Soloprojekte Turillis. Am 4. Oktober 2008 ließ die Band auf ihrer offiziellen Internetseite verlauten, dass sie alle Aktivitäten auf unbestimmte Zeit komplett einstellen müsse. Erst im November 2009 kündigte sie ihre Rückkehr mit Wechsel zum Musiklabel Nuclear Blast sowie das neue Studioalbum The Frozen Tears of Angels an, das am 30. April 2010 erschienen ist. Im Oktober folgte die EP The Cold Embrace of Fear. Seit dem 8. November war die Band auf Welttournee. Am 6. Dezember 2010 wurde das Album From Chaos to Eternity angekündigt, welches am 17. Juni 2011 erschienen ist.[1]

Neuorganisation 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rhapsody of Fire beim Agglutination Metal Festival 2012

Am 15. April 2011 stieß der Amerikaner Tom Hess als zweiter Gitarrist zur Band.[2] Mit dem Ende ihrer zehn Alben währenden Fantasygeschichte gab die Band am 16. August 2011 aufgrund unterschiedlicher musikalischer Pläne ihre freundschaftliche Aufspaltung bekannt. Eine der beiden Tochterbands wird nun unter dem alten Namen von Rhapsody-Gründer Alex Staropoli mit den Mitgliedern Fabio Lione und Tom Hess fortgeführt. Die andere Band wird von Rhapsody-Gründer und Songwriter Luca Turilli unter dem Namen Luca Turilli’s Rhapsody fortgesetzt. Sie umfasst Patrice Guers und den einstigen Gastmusiker Dominique Leurquin. Alex Holzwarth erklärte sich bereit, beiden Bands treu zu bleiben.[3] Am 1. September wurde als neuer Bassist (an der Stelle von Patrice Guers) der Deutsche Oliver Holzwarth (der Bruder von Alex Holzwarth) angekündigt,[4] am 27. September als neuer Gitarrist (an der Stelle von Luca Turilli) der aus Triest stammende Roberto de Micheli.[5] Alex Holzwarth erkannte, nachdem er ein Album mit Luca Turilli’s Rhapsody aufgenommen hatte, sich doch nur einer Band widmen zu können und blieb ganz bei Rhapsody of Fire.[6]

Neues Label und neue Alben ab 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Dezember 2012 gab die Band bekannt, zum Label AFM Records gewechselt zu haben und bereits an verschiedenen Projekten zu arbeiten.[7] Am 3. Mai 2013 erschien das Live-Album Live – From Chaos to Eternity, auf dem „alte Klassiker und neuere Titel“ enthalten sind, die während der Europa-Tournee im Frühling 2012 aufgenommen wurden.[8] Aufgrund „philosophischer Differenzen“ verließ Tom Hess die Band am 25. Juni 2013;[9] wenig später gab die Band den Produktionsbeginn ihres neuen Studioalbums bekannt.[10] Es trägt den Titel Dark Wings of Steel und erschien in Europa am 22. November 2013.[11]

Ende August 2014 verließ Bassist Oliver Holzwarth die Band.[12] Im November 2014 kündigte die Band an, im März 2015 mit den Aufnahmen zu einem neuen Studioalbum zu beginnen.[13] Es erschien unter dem Titel Into the Legend am 15. Januar 2016.[14] Am 29. September des Jahres gab Sänger Fabio Lione seinen Ausstieg bekannt, wodurch mehrere geplante Konzerte abgesagt werden mussten.[15] Nur wenig später kündigte auch Schlagzeuger Alex Holzwarth an, die Band zu verlassen.[16] Im November stieß Giacomo Voli, bekannt geworden durch seine Teilnahme an The Voice of Italy und als Sänger der Band Teodasia, als neuer Sänger zur Band.[17]

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stil Rhapsodys verbindet Power Metal mit Barockmusik und Progressive Metal,[18] Allmusic spricht auch von „neoklassischem Rock“.[19] Laut.de beschreibt den frühen Stil der Band als „[e]in ordentliches Gitarrenbrett mit verspielten Melodien und Fantasie-Texte, die sich mit Hammerfall und Manowar um die Kitsch-Krone streiten“.[20] Kennzeichnend für ihre Musik sind Livemusiker und große Chöre. Dazu kommen vielfältige Effekte und Soundtrack-Elemente. Der orchestrale Stil war vor allem am Anfang noch sehr stark ausgeprägt. Auf späteren Alben (und speziell der EP The Cold Embrace of Fear) erhält die Musik zum Teil Hörspielcharakter.[20] Typisch sind „schnelle[] Gitarren, epische[] Keyboards und [ein] treibender Double-Bass“,[21] und die Gitarrensoli Luca Turillis waren „wild und axtschwingend“.[19]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[22] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH ItalienItalien IT FrankreichFrankreich FR
1997 Legendary Tales
1998 Symphony of Enchanted Lands 54
(2 Wo.)
22
(2 Wo.)
2000 Dawn of Victory 32
(3 Wo.)
49
(3 Wo.)
56
(1 Wo.)
2001 Rain of a Thousand Flames 117
(1 Wo.)
ursprünglich EP, nachträglich als Album betrachtet
2002 Power of the Dragonflame 30
(4 Wo.)
15
(4 Wo.)
34
(4 Wo.)
2004 Symphony of Enchanted Lands II – The Dark Secret 33
(2 Wo.)
62
(2 Wo.)
27
(5 Wo.)
2006 Triumph or Agony 64
(1 Wo.)
74
(1 Wo.)
18
(3 Wo.)
59
(3 Wo.)
2010 The Frozen Tears of Angels 33
(1 Wo.)
58
(1 Wo.)
39
(1 Wo.)
31
(4 Wo.)
51
(3 Wo.)
2011 From Chaos to Eternity 56
(1 Wo.)
48
(1 Wo.)
58
(2 Wo.)
81
(1 Wo.)
2013 Dark Wings of Steel
2016 Into the Legend 47
(1 Wo.)
34
(1 Wo.)
76
(2 Wo.)

Live-Alben

Jahr Titel Chartplatzierungen[22] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH ItalienItalien IT FrankreichFrankreich FR
2006 Live in Canada 2005 – The Dark Secret 99
(1 Wo.)
71
(1 Wo.)
128
(1 Wo.)
2013 Live – From Chaos to Eternity

Kompilationen

  • Tales from the Emerald Sword Saga (2004)

EPs

Jahr Titel Chartplatzierungen[22] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH ItalienItalien IT FrankreichFrankreich FR
2004 The Dark Secret 57
(1 Wo.)
2010 The Cold Embrace of Fear 60
(1 Wo.)
105
(1 Wo.)

Für Rain of a Thousand Flames (2001) siehe unter Alben!

Singles

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[23] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH ItalienItalien IT FrankreichFrankreich FR
2000 Holy Thunderforce
Dawn of Victory
95
(1 Wo.)
2005 The Magic of the Wizard’s Dream
Symphony of Enchanted Lands II – The Dark Secret
79
(5 Wo.)
96
(2 Wo.)
27
(8 Wo.)
(feat. Christopher Lee)
  • Emerald Sword (1998)
  • Unholy Warcry (2004)
  • A New Saga Begins (2006)
  • Silent Dream (2007)
  • Reign of Terror (2010)
  • Sea of Fate (2010)
  • Aeons of Raging Darkness (2011)

Demos

  • Land of Immortals (1994)
  • Eternal Glory (1995)

DVDs

  • 2007: Visions from the Enchanted Lands (Live-Clips + Dokumentation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rhapsody of Fire – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erscheinen von From Chaos to Eternity. Rhapsodyoffire.com. 17. Juni 2011. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  2. Ankündigung von Tom Hess als neuer Gitarrist. Rhapsodyoffire.com. 15. April 2011. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  3. Bekanntgabe der Aufspaltung. Rhapsodyoffire.com. 16. August 2011. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  4. Ankündigung von Oliver Holzwarth als neuer Bassist. Rhapsodyoffire.com. 1. September 2011. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  5. Ankündigung von Roberto De Micheli als neuer Gitarrist. Rhapsodyoffire.com. 27. September 2011. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  6. Rhapsody Announce the New Drummer: Alex Landenburg. In: LTRhapsody.com. 21. April 2012, archiviert vom Original am 18. August 2014, abgerufen am 2. Juli 2012.
  7. Ankündigung des Wechsels zu AFM Records. Rhapsodyoffire.com. 11. Dezember 2012. Abgerufen am 12. Dezember 2012.
  8. Ankündigung des Live-Albums. Rhapsodyoffire.com. 26. März 2013. Abgerufen am 23. April 2013.
  9. Bekanntgabe der Trennung von Tom Hess. Offizielle Facebookseite der Band. 25. Juni 2013. Abgerufen am 12. Juli 2013.
  10. Ankündigung des Produktionsbeginns des neuen Albums. Rhapsodyoffire.com. 2. Juli 2013. Abgerufen am 12. Juli 2013.
  11. Ankündigung des neuen Albums. Rhapsodyoffire.com. 12. September 2013. Abgerufen am 13. September 2013.
  12. Rhapsody of Fire – Bassist Oliver Holzwarth ausgestiegen! In: Stormbringer.at. 3. März 2014, abgerufen am 3. Dezember 2015.
  13. Rhapsody of Fire: NEW STUDIO ALBUM. Facebook, 11. November 2014, abgerufen am 12. November 2014 (englisch).
  14. Rhapsody of Fire unveil “Into the Legend” cover artwork & tracklisting! In: Rhapsodyoffire.com. 17. November 2015, abgerufen am 19. November 2015 (englisch).
  15. Alexandra Michels: Rhapsody of Fire: Fabio Lione steigt aus, November-Konzerte abgesagt. In: RockHard.de. 29. September 2016, abgerufen am 29. September 2016.
  16. Drummer Alex Holzwarth Splits with Rhapsody of Fire. In: MetalUnderground.com. 9. Oktober 2016, abgerufen am 10. Oktober 2016 (englisch).
  17. Rhapsody of Fire Recruits Singer Giacomo Voli. In: Blabbermouth.net. 11. November 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  18. Eduardo Rivadavia: Rhapsody of Fire, biography. In: Allmusic. Abgerufen am 29. November 2015 (englisch).
  19. a b Jon O’Brien: Review From Chaos to Eternity. In: Allmusic. Abgerufen am 29. November 2015 (englisch).
  20. a b Porträt Rhapsody of Fire. In: Laut.de. Abgerufen am 29. November 2015.
  21. Michael Edele: Kritik From Chaos to Eternity. In: Laut.de. Abgerufen am 29. November 2015.
  22. a b c Chartquellen (Alben und EPs):
  23. Chartquellen (Singles):