Ishikawa Tatsuzō

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Ishikawa Tatsuzō

Ishikawa Tatsuzō (jap. 石川 達三; * 2. Juli 1905 in Yokote; † 31. Januar 1985) war ein japanischer Schriftsteller.

Ishikawa war der Sohn eines Schullehrers. Bedingt durch Umzüge und immer wieder auftretende finanzielle Probleme absolvierte er keine kontinuierliche Ausbildung, auch ein Englischstudium an der Waseda-Universität schloss er nicht ab.

1930 lebte Ishikawa einige Zeit in Brasilien. Für seinen Roman Sōbō, in dem er diese Erlebnisse reflektierte, wurde er 1935 mit dem Akutagawa-Preis ausgezeichnet. Im Auftrag der Zeitschrift Chūōkōron reiste er Ende 1937 als Kriegsreporter nach Nanking. Nach seiner Rückkehr entstand hierüber der Roman Ikite iru heitai. Die kritische Darstellung der Gewalt der japanischen Armee gegen chinesische Zivilisten erschien in stark zensierter Form als Fortsetzungsroman im Chūōkōron. 1969 wurde Ishikawa mit dem Kikuchi-Kan-Preis ausgezeichnet.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sōbō (蒼氓, dt. „Volk“), 1935
  • Hikage no mura (日蔭の村, dt. „Dorf im Schatten“), 1937
  • Ikite iru heitai (生きてゐる兵隊, dt. „Der lebende Soldat“), 1945
  • Kaze ni soyogu ashi (風にそよぐ葦, dt. „Im Wind säuselndes Schilf“), 1949–1951
  • Ningen no kabe (人間の壁, dt. „Die menschliche Wand“), 1957–1959
  • Yonjūhachi sai no teikō (四十八歳の抵抗, dt. „Der Widerstand des 48-Jährigen“), 1956
  • Mitasareta seikatsu (充たされた生活, dt. „Erfülltes Leben“), 1961
  • Kizu darake no sanga (傷だらけの山河, dt. „Berge und Flüsse voller Wunden“), 1962–1963
  • Kinkanshoku (金環蝕, dt. „Ringförmige Sonnenfinsternis“), 1966

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ishikawa Tatsuzō, Soldiers Alive. Translated by Zeljko Cipris. University of Hawaii Press, 2003.
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Ishikawa der Familienname, Tatsuzō der Vorname.