Istrorumänen

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Historische ethnische Karte Istriens (Volkszählung 1880)
Tschitsche im Jahre 1891
Für die Region Rijeka typischer Karnevalsumzug (kroat. zvončar) in Žejane

Die Istrorumänen (Eigenbezeichnung: rumâri) sind eine kleine romanische Volksgruppe, die eng mit den Dakorumänen (Rumänen im engeren Sinn), Meglenorumänen und den Aromunen verwandt ist und nur noch in wenigen Dörfern im Osten Istriens lebt. Früher (z. B. im damaligen Standardwerk „Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild“) wurde diese Volksgruppe auch als „Tschitschen“ oder „Cićen“ bezeichnet (nach der Region „Ćićarija“).

Am stärksten ist die istrorumänische Sprache noch in Žejane (istrorum. Jeiani, Dorf der Gemeinde Matulji), 28 km nordwestlich von Rijeka, und in einigen Dörfern der Gemeinde Kršan lebendig. Insgesamt sprechen heute nur noch 500-1000 zumeist ältere Menschen die istrorumänische Sprache. Die italienische Volkszählung von 1921 verzeichnete 1.644 Istrorumänen. Die Istrorumänen sind die letzten Sprecher der Dialekte der Morlaken, die hier noch nicht von slawischen Dialekten ersetzt wurden.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.istro-romanian.net/articles/art000401.html