Jürg Jecklin

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Jürg Jecklin (* 1938 in der Schweiz) ist ein Schweizer Tontechniker und Hochschullehrer (emer.).[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jürg Jecklin arbeitete 30 Jahre als Tontechniker beim Rundfunk. Er wurde 1998 als Quereinsteiger Hochschullehrer an der Universität für Musik und darstellenden Kunst in Wien berufen, wo er bis 2016 vor allem die Fächer Beschallung und Klangregie sowie Aufnahmeanalyse unterrichtete. Er war federführend bei dem Aufbau des Tonmeister-Studiums.[1]

Erfindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltweit bekannt wurde Jürg Jecklin durch die Erfindung der nach im benannten Jecklin-Scheibe. Diese ermöglicht auf einfache Weise eine hochwertige Tonaufnahme ohne Auslöschungen anzufertigen, die den originalen Raumklang unter Verwendung von nur zwei Mikrofonen mit Kugelcharakteristik optimal darstellt.[1]

Er entwickelte auch den Jecklin Float, einen speziellen elektrostatischer Kopfhörer, der die Abhörsituation verbessert und damit möglich macht, Tonaufnahmen bereits im mobilen Studio oder im Aufnahmeraum sofort optimal beurteilen zu können.[1]

Persönlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jürg Jecklin gilt als ein besonders «menschlicher» Tontechniker, der stets bei seiner Tätigkeit den Kontakt mit den Künstlern und später auch zu seinen Studenten suchte. Diese Haltung vermittelte er an die Studentengenerationen weiter. Nach seiner Emeritierung vermisste er die Fragen seiner Studenten, die ihm immer wieder neue Denkanstösse lieferten.[1]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Musikaufnahmen: Grundlagen, Technik, Praxis. Franzis, München 1980.
  • Lautsprecherbuch. Franckh, Stuttgart 1967.
  • Raumakustik im Wandel der Zeit: zum Verhältnis von sichtbarem und hörbarem Raum. 2006.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Jürg Jecklin auf der Seite der Universität für Musik und darstellenden Kunst, abgerufen am 11. Oktober 2018.