Jürgen Weber (Regisseur)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jürgen R. Weber (* 1963 in Hamburg) ist ein deutscher Regisseur und Autor für Theater und Film.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jürgen Weber studierte Musiktheater-Regie in Hamburg bei Götz Friedrich. Für sein Diplom inszenierte er eine eigene Neufassung der Lustigen Witwe von Franz Lehár. Neben dem Studium und im Anschluss daran führte er zunächst bei kleineren Dokumentar- und Kurzfilmen sowie bei Werbefilmen und Musikvideos Regie. Später war er längere Zeit als TV-Regisseur und Drehbuchautor tätig. Seit 2005 widmet er sich wieder vermehrt dem Musiktheater.

2008 inszenierte Weber die spätromantische Opernausgrabung Die Rose vom Liebesgarten von Hans Pfitzner am Chemnitzer Opernhaus unter Einsatz von Projektionen und Balletteinlagen in einem stark von populärkulturellen Einflüssen geprägten Multimedia-Stil. Anstelle der üblichen Übertitel verwendet Weber Texteinblendungen, die das Bühnengeschehen auf einer Metaebene kommentieren und teilweise ironisieren. Bei den Vorbereitungen für die Pfitzner-Produktion in Chemnitz experimentierte Weber erstmals mit einem öffentlichen Online-Probentagebuch[1] in Form eines die Produktion begleitenden Blogs, in welchem der gesamte Entstehungsprozess der Inszenierung für Interessierte offengelegt und zur Diskussion gestellt wird. Diesen Ansatz eines offen gesuchten Dialogs mit dem Publikum[2] verfolgt und entwickelt Weber seither in seinen musiktheatralischen Arbeiten weiter. 2011 folgten in kurzer Folge mit Robin Hood von Albert Dietrich am Theater Erfurt eine weitere Ausgrabung aus der Spätromantik, Die lustige Witwe von Franz Lehár am Mainfranken Theater in Würzburg sowie der vielgelobte[3] Publikumserfolg der deutschen Erstaufführung von Swanhunter, einer erst 2009 im englischen Leeds uraufgeführten Kammeroper aus der Feder des zeitgenössischen englischen Komponisten Jonathan Dove. Bei der letztgenannten Produktion verantwortete Weber in einem kreativen Rundumschlag[4] neben der Regie auch Ausstattung und Kostüme.

Jürgen Weber lebt in Berlin.

Werkübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musiktheater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: Die Pointe, Kinokurzspielfilm
  • 1996: Weltraumfieber, Sci-Fi-Kurzspielfilm mit 3D Animationssequenzen
  • 1995: Cold Cash, experimenteller Kurzspielfilm

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Glückstreffer – Anne und der Boxer
  • 2010: Mann sucht Liebe, TV-Movie (Buch)
  • 2007: Beutolomäus und die Prinzessin
  • 2007: Ahornallee, Serie
  • 2006: Siebenstein, Kinderserie
  • 2006: Löwenzahn, Kinderserie
  • 2005–2006: Sturm der Liebe, Telenovela
  • 2005: Die Butler, Dokuserie (Co-Regie)
  • 2004: Verliebt in Berlin, Telenovela (Konzept und Buch)
  • 2004: Deutschmänner, Screwball-Spielfilm (Buch)
  • 2003: Die Graslöwen, Kinderserie (Buch und Regie)
  • 2002: Alphateam, Krankenhausserie
  • 2001: Zechenblues, Sozialdrama/Comedyserie
  • 2000: Dr. Stefan Frank, Arztserie
  • 1999–2001: In aller Freundschaft, Krankenhausserie
  • 1998–2000: St. Angela, Krankenhausserie
  • 1997–1999: OP ruft Dr. Bruckner, Krankenhausserie
  • 1995–1996: Gute Zeiten Schlechte Zeiten, Daily Soap

Dokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Uni 94, experimenteller Dokumentarfilm mit inszenierten Elementen zum 75. Jubiläum der Universität Hamburg
  • 1990: Kinder und Krieg, Dokumentarfilm über deutsche Kinder und deren Blick auf den 1. Golfkrieg

Darsteller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. rosevomliebesgarten.de
  2. sz-online.de
  3. theater-chemnitz.de
  4. die-deutsche-buehne.de