Jack Barsky

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Jack Barsky (* 13. November 1949 in Reichenbach/O.L. als Albrecht Dittrich) ist ein deutsch-amerikanischer ehemaliger KGB-Spion.

Er wuchs in Jena auf. Während des Chemiestudiums, das er auch mit einem Karl-Marx-Stipendium bestritt, trat er der SED bei und übernahm erste Funktionen. 1973 wurde er unter Vermittlung der StaSi angeworben und 5 Jahre lang unter anderem auch in Moskau ausgebildet. Seit 1978 lebte er als Maulwurf unter falscher Identität in den USA. Seine Verhaftung erfolgte erst im Mai 1997. Er war „der vermutlich letzte KGB-Agent in den USA“.[1]

Ursprünglich sollte er in den engeren Bekanntenkreis des Präsidentenberaters Zbigniew Brzeziński eindringen.[2] Während seiner mehrjährigen Undercover-Existenz kam es offenbar nur einmal zu einer realen Spionagetätigkeit für die Sowjetunion: Er verriet einen wirtschaftlich lukrativen Programmcode, zu dem er im Rahmen seiner Tätigkeit als IT-Fachmann Zugriff bekommen hatte.[3]

Er war insgesamt dreimal verheiratet, zeitweise in Bigamie mit einer Ehefrau in den USA und einer in der DDR.[4]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Susanne Koelbl: KGB-Agent Jack Barsky: Der Spion und die Frauen. Spiegel Online, 19. Mai 2015, abgerufen am 15. August 2017.
  2. Lars-Broder Keil: Jack Barsky: Das unglaubliche Leben eines deutschen KGB-Spions. In: DIE WELT. 26. März 2018 (welt.de [abgerufen am 2. Juni 2018]).
  3. Denis Slattery: Ex-KGB spy will tell story in ‘60 Minutes’ interview. Daily News, 8. Mai 2015, abgerufen am 15. August 2017 (englisch).
    Jean-Martin Büttner: Der KGB-Agent und sein Freund vom FBI. Tages-Anzeiger, 18. Mai 2015, abgerufen am 15. August 2017.
  4. https://www.pro-medienmagazin.de/fileadmin/pro/proMagazine/2018/PRO_2018_02.pdf "Liebe überwindet den KGB", Pro Medienmagazin 2/2018, S. 30f