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Jacques François

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Jacques François 1941

Henri Jacques Daniel Paul François[1] (* 16. Mai 1920 in Paris; † 25. November 2003 ebenda) war ein französischer Theater- und Filmschauspieler.

Nach seiner Zeit bei der Marine und der Teilnahme am Zweiten Weltkrieg, wofür er auch das Croix de guerre 1939–1945 erhielt, war François ab den 1940er Jahren im schauspielerischen Metier aktiv. Nach einem abgebrochenen Versuch, wie sein Vater Rechtsanwalt zu werden, belegte er den Cours Simon. Seine zurückhaltend und kultiviert wirkende Erscheinung wurde in zahlreichen Filmen in Nebenrollen als Geschäftsmann, Mandatsträger oder Rechtsanwalt eingesetzt.

Nach Anfängen beim Film drehte er bis Mitte der 1950er Jahre etwa 20 Filme – auch ein Ausflug nach Hollywood war beim zweisprachig aufgewachsenen François dabei –, bevor er sich auf die Bühne konzentrierte und erst 1970 mit einer Fernsehserie wieder auf den kleinen Bildschirm und die große Leinwand zurückkehrte, wo er dann noch weit über 100 Mal zu sehen war.

Seinen ersten Bühnenauftritt hatte er 1941 mit Elvire Popesco in La ligne d’horizon; danach spielte er in über 90 Stücken, u. a. von Jean Anouilh, Sacha Guitry, Bernard-Henri Lévy, Jean-Claude Brisville und Anton Tschechow, und war am Théâtre Michel, am Théâtre des Bouffes-Parisiens, am Théâtre de l’Atelier, am Théâtre du Gymnase, am Théâtre de la Madeleine, am Théâtre de la Michodière und am Théâtre des Variétés zu sehen. Ab den 1970er Jahren war er dem Theater La Splendid verbunden.

Als guter Sportler führte François 1957 eine Trapeznummer mit Gaby Sylvia auf.[1] Seine Memoiren erschienen 1992 unter dem Titel Rappels. Er war Ritter der Ehrenlegion und Träger des Ordre des Arts et des Lettres.

Einzelnachweise

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  1. a b Jacques François (Memento vom 4. Juli 2009 im Internet Archive) bei cinememorial.com (französisch).