Jakominiplatz

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Jakominiplatz um 1830, Lith. Anstalt J.F. Kaiser, Graz
Jakominiplatz, der zentrale Verkehrsknoten

Der Jakominiplatz (umgangssprachlich oft kurz „Jako“ genannt) ist einer der größten Plätze in der steirischen Landeshauptstadt Graz. Er liegt im Süden des ersten Stadtbezirks Innere Stadt. Der Jakominiplatz und der Europaplatz beim Hauptbahnhof im Westen von Graz sind die beiden zentralen Verkehrsknotenpunkte der Grazer Verkehrsbetriebe, bzw. der Stadt Graz. Sämtliche Straßenbahnlinien, sowie 10 Buslinien haben hier ihren Halte- und Umsteigepunkte. Hinzu kommen noch zahlreiche Regionalbuslinien.

Namensgeber[Bearbeiten]

Benannt wurde der Platz nach Kaspar Andreas Ritter von Jacomini-Holzapfel-Waasen (1726-1805), welcher 20 Jahre als Postmeister von Cilli in der Untersteiermark (heute Celje in Slowenien) tätig war und Besitzer großer Grundstücke vor der südlichen Grazer Bastei war. Darauf entstand der Jakominiplatz und der südlich anschließende heutige Stadtbezirk Jakomini.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Grazer Pferdebahn um 1898
Jakominiplatz um 1911

Im Jahre 1878 wurde vom Hauptbahnhof zum Jakominiplatz (im Volksmund auch kurz Jako oder Jackie) die erste Pferdebahn von Graz geführt. Nachdem 1880 die Linien zur Fröhlichgasse und 1895 zum Schillerplatz eröffnet wurden, entwickelte sich der Platz zum wichtigsten Knotenpunkt im städtischen Nahverkehr der Stadt.

1964 wurde ein städtebaulicher Wettbewerb für den Jakominiplatz veranstaltet, welcher Lösungen für die Umsetzung eines Generalverkehrsplanes, welcher nach 1945 in Graz ausgearbeitet worden war, liefern sollte. Zahlreiche ausgezeichnete Hochhaus-Vorschläge und die Unterflurlegung der Strassenbahn waren zur Neugestaltung des Platzes geplant.[1]

In der Zeit 1995 bis 1996 wurde der Platz vollständig neu- und umgestaltet und erhielt seine heutige Ansicht und Nutzung als Fußgängerzone, welchen nur öffentliche Verkehrsmittel befahren dürfen.

Seit September 2005 wird der Jakominiplatz aus Sicherheitsgründen durch die österreichische Polizei per Video überwacht.[2]

Lage und Verkehrsnetz[Bearbeiten]

Straßenbahn fährt, vom Süden aus der Jakoministraße kommend, am Jakominiplatz ein

Der Jakominiplatz ist durch die Herrengasse mit dem Grazer Hauptplatz verbunden. Von dem Platz gehen die Strassen Joanneumring’’ nach Westen, der Opernring und die Gleisdorfergasse nach Osten, die Reitschulgasse zum Dietrichsteinplatz nach Südosten, die Klosterwiesgasse, Jakoministraße, und Schönaugasse nach Süden und dieRadetzkystraße nach Westen aus.

Nach dem Grazer Hauptbahnhof ist der Jakominiplatz der zweitgrößte Platz in Graz mit Umsteigemöglichkeiten. Die Linien sind:

die Strassenbahnen 1, 3, 4, 5, 6 und 7 sowie am Abend und Wochenende die Linien 13 (Kombination der Linien 4 und 3) und 26 (verkürzte Linie 6)
sowie die Busse 30, 31, 32, 33, 34, 34E, 35, 39, 40 und 67E und viele Regionalbusse

Der Jakominiplatz ist von Geschäften, Banken, gastronomische Einrichtungen umgeben. Hier befindet sich auch das Dorotheum. Auf der nördlichen Platzfläche sind Marktstände angesiedelt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jakominiplatz, Graz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hansjörg Luser: Leitbilder der Stadtentwicklung in Graz. In: Ohne Erinnerung. Dokumente zur Architektur N°4/95, HDA Graz 1995, S 59 ff.
  2. Mehr Überwachung für Grazer Jakominiplatz. orf.at

47.06744815.442552Koordinaten: 47° 4′ 3″ N, 15° 26′ 33″ O