James Hillyar

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Sir James Hillyar KCB KCH (* 29. Oktober 1769 in Portsea, Hampshire; † 10. Juli 1843 in Torpoint, Cornwall, Vereinigtes Königreich) war ein Konteradmiral der Britischen Royal Navy.[1]

Leben und Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hillyar trat 1779 im Alter von zehn Jahren in die Britische Marine ein. Zunächst diente er in der Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges auf der Fregatte HMS Chatham. Das Schiff beteiligte sich an der Blockade von Boston. Im Jahr 1781 gelang es der Chatham in einem Gefecht die französische HMS Magicienne zu erobern.[2] Hillyar hat sich besonders in den Seekriegen gegen das napoleonische Frankreich ausgezeichnet. 1800 wurde er von Admiral Horatio Nelson zum Leutnant der Navy gemacht. Am 3. September dieses Jahres fiel er durch die Beteiligung an einem Kommandounternehmen gegen zwei spanische Korvetten im Hafen von Barcelona (Spanien war zu diesem Zeitpunkt Verbündeter Frankreichs) auf.

In diesen Jahren war Hillyar Kommandant des Versorgungsschiffes Niger, mit dem er sich auch im März 1801 an der Landung beim ägyptischen Abukir beteiligte. Anfang 1804 wurde Hillyar dann auf Betreiben Nelsons zum Kapitän befördert und zugleich sein Schiff mit einer vollwertigen Bewaffnung (32 Kanonen) ausgerüstet. Dieses Schiff, die Niger, war dann zunächst im Mittelmeer aktiv, segelte im Oktober 1805 zur Unterstützung der Verbände vor Cadiz in den Atlantik, griff aber nicht in die Seeschlacht von Trafalgar ein, sondern kehrte nach England zurück. Im Februar 1806 konnte Hillyar mit Hilfe der Niger bei Gibraltar einen spanischen Kreuzer erbeuten. Das Kommando über die Niger hatte er bis 1807 inne. Von 1808 bis 1809 diente er als Flaggkapitän unter Konteradmiral Harvey auf der HMS Saint George, die Patrouillen- und Blockadefahrten vor der französischen Küste unternahm.[3]

1810 übernahm er das Kommando über die HMS Phoebe, mit der er im Herbst des Jahres auf Mauritius landete und die dort stationierten Franzosen besiegte. Im Mai 1811 beteiligte er sich mit seinem Schiff und den Fregatten HMS Galathea, HMS Astraea und der Sloop HMS Racehorse an einem Seegefecht vor Tamatave gegen drei französische Fregatten, das die Briten für sich entschieden.

Im Britisch-Amerikanischen Krieg von 1812 verfolgte er vor der Küste Südamerikas mit der HMS Phoebe das US-Kriegsschiff USS Essex unter Kapitän David Porter, der im März 1814 bei Valparaíso vor Hillyar kapitulieren musste.[4]

Hillyar wurde mit dem Order of the Bath und dem Royal Guelphic Order ausgezeichnet. 1805 heiratete er auf Malta Mary Taylor, mit der er drei Töchter und drei Söhne hatte.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Malcomson: James Hillyar. in: World at War: Understanding Conflict and Society. OCLC 4681401204.
  • J. K. Laughton, Roger Morriss: Hillyar, Sir James (1769–1843), naval officer. in: Oxford Dictionary of National Biography. 2004, ISBN 978-0-1986-1411-1.
  • Patrick Richard Carstens, Timothy L. Sanford: Hillyar (Admiral, Sir) James KCB KCH (1769–1843). In: Searching for the forgotten war: 1812. P.R. Carstens, Ontario 2011, ISBN 978-1-4535-8890-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. James Hillyar (1769–1843) auf sailingnavies.com, abgerufen am 24. Februar 2014.
  2. Patrick Richard Carstens, Timothy L. Sanford: Hillyar (Admiral, Sir) James KCB KCH (1769–1843). In: Searching for the forgotten war: 1812.
  3. a b Captain James Hillyar 1769–1843 auf prints.rmg.co.uk, abgerufen am 24. Februar 2014.
  4. Robert Malcomson: James Hillyar. in: World at War: Understanding Conflict and Society. OCLC 4681401204.