Jean-André Deluc

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Deluc ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum Mondkrater siehe Deluc (Mondkrater).
Jean-André Deluc.jpg

Jean-André Deluc (auch: Jean-André de Luc; * 8. Februar 1727 in Genf; † 7. November 1817 in Clewer bei Windsor) war ein Schweizer Geologe und Meteorologe. Er war ein Pionier der Stratigraphie in der Geologie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deluc war der Sohn des wohlhabenden Uhrmachers und Schriftstellers Jacques-François Deluc. Er sollte Kaufmann werden, studierte Naturwissenschaft und Mathematik und begann sich für Geologie und Paläontologie zu interessieren und sammelte Mineralien, Gesteine und Fossilien in den Alpen und dem Schweizer Jura. Bekannt wurde er durch Verbesserungen des Thermometers (wobei er Quecksilber statt Alkohol benutzte), erfand ein Hygrometer aus Elfenbein und baute Barometer. Damit verbesserte er die Barometrische Höhenformel von Edmond Halley.

Er gehörte zu den Mitgliedern der Genfer Volkspartei, und wurde 1770 Mitglied des Großen Rats (Rat der Zweihundert). 1768 war er Gesandter in Bern und Paris. 1774 ging er nach London, wo er Vorleser der Königin von England Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz wurde. 1798 wurde er zum Honorarprofessor der Philosophie und Geologie in Göttingen ernannt, lebte aber niemals dort, sondern abwechselnd in Berlin, Hannover, Braunschweig und London.

Er war in wissenschaftliche Dispute mit Horace Bénédict de Saussure (über Barometrie) und James Hutton (über Erosion) engagiert.

Er war Fellow der Royal Society und seit 1808 auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.[1] 1815 wurde er zum auswärtigen Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.[2]

Der Mondkrater Deluc ist nach ihm benannt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Recherches sur les modifications de l’atmosphère ou théorie des baromètres et des thermomètres (Genf 1772, 2 Bde.; 1784, 4 Bde.; deutsch von Gehler, Leipzig 1776)
  • Lettres physiques et morales sur les montagnes, et sur l’histoire de la terre et de l’homme (Den Haag 1778–1780, 6 Bde.)
  • Idées sur la metéorologie 1786
  • Nouvelles idées sur la météorologie (Paris 1787, 2 Bde.; deutsch von Wittekopp, Berlin 1788)
  • Lettres à Blumenbach sur l’histoire physique de la terre (Paris 1798)
  • Lettres à Lamétherie, in: Journal de Physique, Paris 1790 bis 1793
  • Introduction à la physique terrestre par les fluides expansibles (Paris 1803, 2 Bde.)
  • Voyage géologique dans le Nord de l’Europe (London 1810, 3 Bde.)
  • Voyage géologique en Angleterre (1811, 2 Bde.)
  • Voyages géologiques en France, en Suisse et en Allemagne (1813, 2 Bde.)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marita Hübner: Jean André Deluc (1727–1817): Protestantische Kultur und moderne Naturforschung, Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht, 2009, ISBN 978-3-525-56942-9
  • John Heilbron & René Sigrist (eds), Jean-André Deluc. Historian of Earth and Man, Geneva, Slatkine, 2011.
  • François Ellenberger, Gabriel Gohau: A l'aurore de la stratigraphie paléontologique : Jean-André De Luc, son influence sur Cuvier, Revue d'histoire des sciences, Band 34, 1981, 217-257, Online
  • Johann Albert Heinrich Reimarus: über die Bildung des Erdballes und ins Besondere über das Lehrgebäude des Herrn de Luc. Carl Ernst Bohn, Hamburg 1802 (mdz-nbn-resolving.de)..

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von Jean André Deluc bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 25. Januar 2017.
  2. Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751-2001. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 156.
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
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