Jean-Yves Ferri

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Ferri 2015

Jean-Yves Ferri (* 20. April 1959 in Algerien[1]) ist französischer Comicautor. Er ist als Texter gemeinsam mit Didier Conrad am 35. Asterix-Band Asterix bei den Pikten und an dessen Nachfolger Der Papyrus des Cäsar beteiligt.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferri wurde 1959 in Algerien geboren. Seit seinem vierten Lebensjahr wuchs er im Département Ariège im Südwesten Frankreichs auf.[2] Im Kindesalter lernte er mit dem Comicmagazin Pilote lesen, wodurch er zu seinem späteren Beruf kam. Bis 1990 veröffentlichte er Comics in Kinderzeitschriften, ehe er 1996 mit Les Fables Autonomes sein erstes komplettes Album herausgab. Dem ließ er ab 2000 vier Bände um die Figur des eigentümlichen Bauern Aimé Lacapelle folgen, die er nicht nur schrieb, sondern auch zeichnete.

Bereits 1995 traf er in Paris auf den Comicautor Manu Larcenet, mit dem er von 2002 bis 2008 fünf Alben der Serie Le Retour à la terre erschuf. Mit Correspondances und Le sens de la vis entstanden im Laufe der Jahre zwei weitere Werke aus ihrer Zusammenarbeit, wobei Ferri textete, während Larcenet zeichnete.

Ferri allein veröffentlichte nebenbei weiterhin, wobei Revoir Corfou, le recueil des dessins hors-séries 2004 mit dem Grand Prix de L'Humour Noir ausgezeichnet wurde.[3] Sein letztes Soloprojekt war das 2007 erschienene De Gaulle à la plage. 2008 wurde er für sein bisheriges Gesamtwerk mit dem Prix Jacques Lob ausgezeichnet.[3]

2011 wurde bekannt, dass Ferri (Text) gemeinsam mit Didier Conrad (Zeichnung) die Nachfolge von Albert Uderzo antreten und somit mit Asterix bei den Pikten den ersten Asterix-Band schreiben wird, an dem Uderzo nicht beteiligt ist. Das Album ist am 24. Oktober 2013 erschienen.

Ferri lebt in der Region Okzitanien im Südwesten Frankreichs.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fables autonomes
    • Band 1 (1996)
    • Band 2 (1998)
  • Aimé Lacapelle
    • Je veille aux grains (2000)
    • Tonnerre sur le sud-ouest (2001)
    • Poules rebelles (2003)
    • Bêtes à bon diou (2007)
  • Revoir Corfou, le recueil des dessins hors-séries (2004)
  • Correspondances (2006)
  • Le sens de la vis (mit Manu Larcenet)
    • Le sens de la vis (2007)
    • Tracer le cercle (2010)
  • De Gaulle à la plage (2009)

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grand Prix de L'Humour Noir (2005)
  • Prix Jacques Lob (2008)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. En Ariège, Jean-Yves Ferri fait renaître les aventures d'Astérix. ladepeche.fr, 24. Juli 2015, abgerufen am 22. Oktober 2015 (französisch).
  2. Jean-Yves Ferri. egmont-comic-collection.de, abgerufen am 22. Oktober 2015 (deutsch).
  3. a b Auszeichnungen Ferris auf prix-litteraires.net, (französisch, abgerufen am 9. Juli 2013)
  4. a b mit Manu Larcenet