Jean Casimir Félix Guyon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jean Casimir Félix Guyon

Jean Casimir Félix Guyon (* 21. Juli 1831 in Saint-Denis (Réunion); † 2. August 1920 in Paris) war ein französischer Chirurg und Urologe. Er war Inhaber des ersten Lehrstuhls für Urologie in Frankreich, Mitbegründer der Association Internationale d'Urologie und Mitglied der Académie des sciences.

Einige anatomische Strukturen tragen seinen Namen, zum Beispiel die sogenannte Guyon-Loge (Loge de Guyon; siehe auch Loge-de-Guyon-Syndrom), ein Kanal an der Beugeseite der Hand, der den Ellennerv und die Ellengefäße enthält.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guyon studierte in Nantes und Paris, wo er 1858 promoviert wurde. 1863 war er als Agrégé tätig. 1877 wurde er Professor für Chirurgische Pathologie. Er befasste sich unter anderem mit Gynäkologie und Venerologie. Nachdem er sich bereits um 1880[1] mit urologischen Fragestellungen auseinandergesetzt hatte, wurde er 1890 Professor für Klinik des Harnapparates und gilt damit als Wegbereiter der modernen Urologie.

Quellen und Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Hirsch (Hrsg.): Biographisches Lexikon der hervorragenden Aerzte aller Zeiten und Völker. I–VI, Wien und Leipzig 1884–1888; Band II, S. 710 (Digitalisat).
  • Christoph Weißer: Jean-Casimir-Felix Guyon. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 520.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jean Félix Guyon: Leçons cliniques sur les maladies des voies urinaires. Paris 1881.