Urologie

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Die Urologie (von griechisch οὖρον, ouron: ‚Harn‘) ist ein Teilgebiet der (operativen) Medizin. Sie beschäftigt sich mit den harnbildenden und harnableitenden Organen, also mit Niere, Harnblase, Harnleiter und Harnröhre bei beiden Geschlechtern. Urologen behandeln zudem auch Krankheiten der Geschlechtsorgane des Mannes, also der Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Samenbläschen, des Penis sowie der Prostata, und decken damit Bereiche der Andrologie ab. Naturgemäß gibt es Überschneidungen mit Nephrologie, Gynäkologie, Neurologie, Onkologie, Venerologie und Chirurgie.

Behandlungsspektrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männliche Uro-Genitalorgane
Weibliche Uro-Genitalorgane

Aufgabe der Urologie sind die Diagnostik und die Therapie von Krankheiten der Harnorgane und der männlichen Geschlechtsorgane. Dazu gehören konservative und operative endourologische, laparoskopische und offene urologische Therapien und auch Steinzertrümmerungen oder Laserbehandlungen zum Schneiden und Verdampfen unerwünschten Gewebes.

Zum operativen Spektrum gehören

  • die Behandlung von Prostatatumoren mit sensiblen, nerverhaltenden Operationstechniken, um Wucherungen zu entfernen und gleichzeitig die Erektionsfähigkeit und die Kontinenz zu erhalten.
  • Eingriffe am äußeren Genitale
  • transurethrale Resektionen von gutartigen Prostatawucherungen und Blasentumoren
  • die minimalinvasive laparoskopische Chirurgie des Retroperitoneums (hinterer Bauchraum)
  • die perkutane Steinsanierung
  • die Laserung von Nierenbeckentumoren
  • Korrekturverfahren bei Inkontinenz
  • die konventionelle organerhaltende Nierentumorchirurgie
  • die radikale retropubische oder perineale Prostatektomie
  • die Zystektomie (vollständige Entfernung der Harnblase) mit Schaffung einer Harnableitung und einer Ersatzblase aus dem Dünndarm
  • die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie von Nierensteinen[1]

Geschichte der Urologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Urologie entwickelte sich im 20. Jahrhundert aus der Chirurgie. In Deutschland waren Alexander von Lichtenberg und die Danziger Chirurgen Arthur Barth und Heinrich Klose Pioniere des Fachs. Mit Hermann Kümmell, Ernst Roedelius, Henning Brütt und Hans Junker war Hamburg eine urologische Hochburg in Norddeutschland.[2] Carl Erich Alken besetzte im Saarland den ersten deutschen Lehrstuhl für Urologie. In Schweden wurden die ersten Lehrstühle erst nach der Emeritierung des Chirurgen Einar Ljunggren eingerichtet.

Altertum und Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in Ägypten ca. 1000 v. Chr. kannte man Blasenkatheter. Diese frühen Formen waren aus Bronze. Die Operation von Blasensteinen ist hier ebenfalls bekannt.

Im antiken Griechenland beschäftigt man sich ebenfalls mit urologischen Erkrankungen. Hippokrates von Kos klassifiziert als erster Störungen des Wasserlassens und unterscheidet hierbei in Dysurie (schmerzhaftes Wasserlassen), Strangurie (tropfenweises Wasserlassen) und Ischurie (Harnverhaltung). Weiterhin beschreibt er ausführlich die Bildung von Blasensteinen. Die operative Entfernung ist seiner Meinung nach für den Arzt nicht ratsam, daher verpflichtet sich der Arzt im hippokratischen Eid, keine Steine zu schneiden. Darüber hinaus beschäftigt er sich auch mit Nierenerkrankungen und deren Therapie bis hin zur operativen Nierenfreilegung und Entfernung bei eitrigen Entzündungen mit Abszessbildung. Da ihm aus religiösen Gründen anatomische Studien an Leichen verwehrt sind, gründen sich seine Lehren auf die genaue Beobachtung der Leidenden.

Die erste anatomische Beschreibung der Prostata stammt von Herophilos von Chalkedon um 300 vor Christus. Diese Beschreibung beruhte auf der Sektion von Leichen. Ammonios von Alexandria verbessert um 250 v. Chr. die Technik der Steinoperation über einen Dammschnitt durch vorherige Zerkleinerung und anschließende Bergung mit einem Haken. Sein Beiname „der Lithotom“ rührt daher.

Der römische Arzt Celsus (ca. 25 v. Chr. bis 50 n. Chr.) entdeckt die Lehren des Hippokrates wieder und beschreibt in seinen Werken die Technik der Blasensteinentfernung und das Katheterisieren mit metallenen Blasenkathetern.

Aretaios von Kappadokien (81–138) klassifiziert die verschiedenen Arten von Nierenentzündungen und schlägt als Therapie die Harnableitung mittels Katheter vor. Darüber hinaus empfiehlt er bei Misserfolg einen Dammschnitt mit Eröffnung der Harnblase zur Urinableitung. Die erste Beschreibung und Therapieempfehlung von Harnröhrenengen stammt von Heliodoros (um 120–150). Er führt sie auf Geschwülste zurück, die durch Herauskratzen entfernt werden sollen.

Galenos (um 131 bis 201) aus Pergamon führt schließlich die empirische, auf Beobachtung und Analyse des Kranken beruhende und die dogmatische, sich auf anatomische Veränderungen als Ursache von Krankheiten beziehende Medizin zusammen. Er misst der Urinschau zur Diagnose von Krankheiten große Bedeutung bei. Hierbei wird der Morgenurin auf Dichte, Farbe, Geruch, Geschmack und Sediment hin geprüft und abhängig von den Symptomen und dem Geschlecht bewertet. Seine Werke wurden von der arabischen Medizin ab dem 5. Jahrhundert aufgenommen, gelangten über diese im Mittelalter nach Europa zurück und galten bis in das 17. Jahrhundert als Standard, den es nicht zu hinterfragen galt. Die Humoralpathologie, die schon auf Hippokrates zurückgeht und von Galen weiterentwickelt wurde, hatte bis in das 19. Jahrhundert als Krankheitskonzept Bestand.

In der Spätantike beschreibt Oreibasios (325–403) aus Pergamon die Aufdehnung der Harnröhre mit Verweilkathetern aus Zinn und Blei, und Paulos von Aigina (6./7. Jahrhundert) verbessert nochmals die Steinoperation, indem er den Stein über den After ertastet und über einen seitlichen Dammschnitt entfernt. Diese Methode sollte bis in das 17. und 18. Jahrhundert Bestand haben.

Die Urologie in der griechisch-arabischen Medizin und im Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter werden vor allem die Lehren Galens als Grundlage des medizinischen Handelns angesehen. Wesentliche Neuerungen auf dem Gebiet der Urologie sind nicht zu verzeichnen. Ganz in der Tradition des Hippokrates lehnen es die Ärzte und Chirurgen des Mittelalters ab Steinleiden zu operieren. Dieses wird Steinschneidern und Hebammen überlassen. Hingegen kommt es mit der Uroskopie (Harnschau) zu einer in umfangreichen Schriften[3] sichtbar gewordenen Ausweitung der Diagnostik anhand der Beschaffenheit des Urins.

Avicenna aus Buchara reproduziert in seinem Werk Canon medicinae die Lehren Galens, beschreibt jedoch zusätzlich genau die Niereneiterung und ihre Folgen. Erstmals erkennt er die Eigenständigkeit des Blasensteinleidens und verwendet geschmeidige, mit Blei verstärkte Lederröhren. Albucassis aus Córdoba (11. Jahrhundert) befasst sich intensiv mit dem Katheterisieren der Harnröhre, der Blasenspülung und der Blasensteinoperation (die er jedoch nicht selbst ausführt), wie sie Paulus von Aegina beschrieben hat. Sein Wissen publizierte er in einer 30-bändigen medizinischen Enzyklopädie, die für Jahrhunderte zu einem chirurgischen Standardwerk wurde. Peter von Argelata (Pietro di Argelata, Pietro d'Argellata; † 1523) führt in Bologna als einer der wenigen Chirurgen eigenhändig Steinoperationen aus. Arculaneus von Padua beschreibt erstmals die Hydrozele und Varikozele sowie deren Therapie und gibt präzise Angaben zur Behandlung des Harnverhaltes.

Die frühe Neuzeit (16. bis 18. Jahrhundert)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Zeit der weitgehenden Stagnation im Mittelalter erfolgt ab dem 16. Jahrhundert – nicht zuletzt durch den Buchdruck und die teilweise Erlaubnis von anatomischen Studien an Leichen – ein deutlicher medizinischer Fortschritt. Die Ablehnung der Steinoperationen durch Chirurgen schwindet bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts völlig.

Entdeckungen in Anatomie, Pathologie und Pathophysiologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeichnung Leonardo da Vincis, Codex Windsor, 1492

Bedeutende anatomische Studien und Entdeckungen wurden von Leonardo da Vinci (1452–1519), dem aus Brüssel stammenden Anatom Andreas Vesalius (1514–1564) und dessen Nachfolger Eustachi (1500–1574) gemacht und publiziert.

Auf dem Gebiet der Anatomie des Urogenitaltrakts lieferten Etienne La Riviere aus Paris mit der Beschreibung der Samenbläschen, Marcello Malpighi (1628–1694) mit der Enthüllung des Funktionsmechanismus der Niere durch die Entdeckung der Nierenkörperchen und Lorenzo Bellini (1643–1704) mit der Entdeckung der Nierenkanälchen wesentliche Kenntnisse.

Dieses neue Zeitalter in der anatomischen Forschung ist der Erfindung des Mikroskops zu verdanken. So konnte in Folge nach und nach durch Frederik Ruysch (1638–1731), Ferrein (1693–1769) und Philip Verheyen (1648–1710) der mikroskopische Aufbau der Niere geklärt werden. 1684 beschrieb Mery erstmals die später William Cowper zugeschriebenen Glandulae urethrales. Der niederländische Forscher und Mikroskopbauer Antoni van Leeuwenhoek (1632–1723) beschrieb 1677 erstmals Spermien.

Als Begründer der Pathologie – und damit auch der Pathologie des Urogenitaltraktes – gilt der Anatom Giovanni Battista Morgagni (1682–1771). Mit seinem fünfbändigen Werk De sedibus et causis morborum („Vom Sitz und den Ursachen der Krankheiten“) legte er im Jahre 1761 den Grundstein für die wissenschaftlichen Forschungen. Er untersuchte und analysierte die verschiedenen Varianten der Harnröhrenverengung, klassifizierte die Harnblasentumore und erörterte die Ursachen für Harnverhaltung und Harnzwang. Hierbei entdeckte er die Prostatahyperplasie. Darüber hinaus entdeckte und beschrieb er Nierentumore, untersuchte die Nierenvereiterung und stellte die kompensatorische Vergrößerung der Niere bei Verlust oder Fehlen der zweiten fest.

Der französische Chirurg Jean-Louis Petit (1674–1750) und sein Schüler Pierre-Joseph Desault modernisierten durch Beschäftigung mit den Krankheitsursachen, der Diskussion der Symptome und Differentialdiagnose sowie dem Beginn der klinischen Demonstration am Krankenbett die klinische Chirurgie. Der Chirurg und Freund Desaults François Chopart (1743–1795) veröffentlichte 1791 eine Schrift über die Behandlung der Erkrankungen des Harntraktes.

Entwicklung und Verbesserung der Therapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung ist vor allem durch die zunehmende Beteiligung von Chirurgen an urologischen Operationen vorangebracht worden. Während lange Zeit Steinschneider und Hebammen urologische Operationen durchführten, übernehmen dies bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts die Chirurgen.

Die Hauptanstrengungen werden auf dem Gebiet der Stein- und Harnröhrenchirurgie unternommen, da vor allem das Steinleiden eine sehr häufige, zum Teil tödlich endende Erkrankung ist. Das große Problem ist jedoch die hohe Sterblichkeit durch Infektionen und Blutverluste. Letzteres erfährt durch den französischen Militärchirurgen und Leibarzt Heinrichs des II. und Karls des IX. Ambroise Paré (1510–1590) eine radikale Verbesserung. Er führt das Abklemmen und Unterbinden von Blutgefäßen in die Chirurgie ein. Er gilt als Erfinder der bis heute verwendeten Technik der Ligatur zur Blutstillung. Er veröffentlicht in seinen Werken seine Erkenntnisse über Gonorrhoe, Harnsteine und den Harnverhalt. Weiterhin beschäftigt er sich mit der Harnröhrenverengung, die seiner Meinung nach eine Folge der Gonorrhoe ist.

Die Hauptursache für die Entwicklung von Blasensteinen, die Prostatahyperplasie, ist bis zu ihrer Beschreibung durch Morgagni 1761 unbekannt. Daher wird zunächst die Operationstechnik zur Steinentfernung weiterentwickelt. Die bisherige Technik ist seit Paulus von Aegina nicht weiterentwickelt worden. Mit Beginn des 16. Jahrhunderts wird diese Methode der kleinen Steinoperation weiter verfeinert und mit speziellem Instrumentarium verbessert. Als große Steinoperation wird sie von Marianus Sanctus (1489–1550) in seinem Buch Libellus aureus beschrieben. Bemerkenswert ist hier die Menge an speziellen Instrumenten wie Kürette, Zangen (Forceps), Harnröhrensonde (sog. Explorator) und einem speziellen Messer. Diese Technik setzt sich in ganz Europa durch.

Der nach dieser Methode operierende provenzalische Arzt Franco (1500–1560) entwickelt die neue Technik weiter und beschreibt erstmals die Steinentfernung über einen Bauchschnitt, die so genannte Sectio alta. Allerdings wird diese Methode zunächst kaum weiter verfolgt. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts übernimmt Jean Baseilhac (1703–1781) diese Technik, die bis dahin nur in Ausnahmefällen praktiziert wurde. Da Baseilhac bereits einen guten Ruf als Steinchirurg genoss, nicht zuletzt durch die Entwicklung eines speziellen Lithotoms zur Steinzerkleinerung in der Harnblase, setzte sich diese Methode durch und wurde zum Standard.

Trotz aller Modernisierung der Operationstechnik starben Mitte des 18. Jahrhunderts 255 von 812 Steinpatienten der Pariser Kliniken Hôtel-Dieu und Charité, wie aus einer damaligen Statistik hervorgeht. Hinzu kommt, dass eine Narkose nicht durchgeführt wurde.

Die Chirurgie an der Niere bleibt demgegenüber jedoch eine Ausnahme. Zwar führt Bauhin erfolgreich eine Steinentfernung aus einer Niere durch, jedoch wird der Flankenschnitt überwiegend nur zur Eiterentlastung durchgeführt. Weitere Berichte von erfolgreich durchgeführten Nierensteinentfernungen stammen von Johann Georg Schenck von Grafenberg, Domenico de Marchetti (1626–1688) im Jahre 1663[4] sowie Lafitte aus dem Jahr 1734.

Die Moderne bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die großen technischen Fortschritte im 19. und 20. Jahrhundert führen zu einer rasanten Entwicklung in der Therapie und Diagnostik urologischer Erkrankungen. Neben den neuen Materialien wie Kautschuk, verbessertem Stahl und den Möglichkeiten der industriellen Fertigung spielen die Entdeckung und Nutzung der Elektrizität, der Röntgenstrahlen sowie die Entdeckung und Anwendung von Distickstoffmonoxid (früher: Stickoxydul) (Lachgas), Chloroform und Ether zur Anästhesie eine entscheidende Rolle. Die bedeutendste Entwicklung ist jedoch die der Hygiene und Antisepsis, deren Vater Louis Pasteur (1822–1895) ist. In gleicher Weise ist der Beginn der Mikrobiologie durch Robert Koch bedeutend.

Verbesserung der Steintherapie und Entwicklung des verbesserten Blasenkatheters[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschäftigte man sich noch primär mit der Therapie des Harnsteinleidens und der Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten. Ein wesentlicher Schritt war die Entwicklung von speziellen und flexiblen Blasenkathetern. So entwickelte Louis Auguste Mercier (1811–1882) einen doppelt gebogenen Katheter aus Gummi mit abgerundeter Spitze. Der erste Blasenkatheter mit Auffangbeutel wurde von Reybard (1790–1863) erfunden. Schließlich entwickelte Nélaton (1807–1873) einen weichen, geraden Blasenkatheter aus vulkanisiertem Kautschuk. Hiermit waren relativ schonende Mittel zur Harnableitung geschaffen. Mit speziellen sehr dünnen Sonden und Kathetern gelang es, auch bei Harnröhrenstrikturen eine Urinableitung zu schaffen. Auch die Therapie der Harnröhrenstriktur erfuhr durch die Entwicklung von speziellem Instrumentarium zur inneren Harnröhrenschlitzung durch den Chirurgen Maisonneuve (1809–1897) eine grundlegende Wandlung. Diese neue Operationsmethode begann sich gegenüber der bisher üblichen Schlitzung von außen durchzusetzen. Die Entfernung von Blasensteinen war anfänglich eine sehr risikoreiche Operation. Der französische Arzt Jean Civiale (1796–1867) entwickelte mit seinem Lithotripter ein zangenartiges Gerät zur Zertrümmerung und Entfernung der Steine über die Harnröhre. Die erste Lithotripsie (operative Steinzertrümmerung) wurde im Jahre 1823 durch ihn vorgenommen. Trotzdem kam es weiterhin zu Komplikationen und Todesfällen. Der Berühmteste ist Halles. Civiale erhielt, nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrung und seiner akademischen Verteidigung der Methode, einige Betten am französischen Hospital Necker geschenkt. Als erster Urologe Englands[5] gilt der aus Suffolk stammende Sir Henry Thompson (1820–1904), der im Gegensatz zu seinem Lehrer Civiale (und B. v. Langenbeck) 1863 den Blasenstein des belgischen Königs Leopold I. mittels der von Civiale entwickelten Lithotripsie entfernen konnte und die Zweigläserprobe zur Lokalisierung von Gonokokkeninfektionen erfunden hatte.[6] Eine weitere Verbesserung stellt die von dem in Harvard tätigen Arzt Bigelow entwickelte Absaugung dar. Damit können die Steine direkt nach erfolgter Zertrümmerung entfernt werden. Dieses neue Verfahren wird Litholapaxie genannt.

Die Entwicklung der Endoskopie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bedeutendste Entwicklung in der Urologie, die urologische Endoskopie geht auf den Frankfurter Arzt Phillip Bozzini zurück. Im Jahr 1806 stellt er ein erstes Endoskop mit Kerzenbeleuchtung vor. Diese Entwicklung wurde zunächst nicht weiter verfolgt. Erst 1826 versuchte Segalas (1792–1875) erstmals die Anwendung am Patienten. Er bedient sich dabei eines Harnblasenspiegels, dessen Beleuchtung zwei Kerzen liefern. Der französische Arzt Antonin Desormeaux (1815 bis 1882), der als Chirurg in Paris tätig war präsentierte 1853 vor der Akademie für Medizin ein Endoskop, das eine Mischung aus Alkohol und Terpentinöl zur Beleuchtung nutzte. Damit führt er zahlreiche Untersuchungen der Harnröhre und der Harnblase durch und veröffentlicht 1865 das Lehrbuch Traite de l’endoscopie. Der Durchbruch gelang dem Dresdner Arzt Maximilian Nitze (1848–1906) mit dem ersten elektrisch beleuchteten Zystoskop, das er 1879 in Wien präsentierte. Er veröffentlichte 1889 sein Lehrbuch der Kystoskopie und 1894 den kystographischen Atlas. Mit der Zystoskopie beginnt nun die genaue Untersuchung und Klassifizierung von Erkrankungen der Harnblase. Gleichzeitig werden spezielle Ureterkatheter entwickelt, um die Harnleiter zu sondieren. Da es mit dem klassischen Zystoskop jedoch schwierig ist entwickelt Joaquín Albarrán (1860–1912) aus Paris 1897 ein spezielles Zystoskop mit mechanisch abwinkelbarer Spitze.

Erste brauchbare endoskopisch gemachte Farbfotografien des Harnblaseninneren legten die Mitarbeiter von Carl Joseph Gauß an der Universitäts-Frauenklinik Würzburg, Franz Hoff und Theodor Carl Neeff, 1938 vor.[7] Deren Verfahren wurde 1951 von Heinz Drescher,[8] einem Mitarbeiter Horst Kremlings, weiterentwickelt.[9]

Nierenchirurgie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Chirurgen begannen sich nun der operativen Therapie von Nierenerkrankungen zuzuwenden. Zahlreiche Erkrankungen wurden entdeckt und beschrieben. Im Jahr 1827 wurde die Ektopie der Niere erstmals von Heusinger und 1841 die solitäre Nierenzyste und die Hydronephrose (Wassersackniere) erstmals von Rayer beschrieben. Er beschrieb zwei Jahre zuvor bereits die Nierentuberkulose. Robert Koch entdeckte 1882 das Tuberkelbakterium, und es gelang in der Folge, dieses auch im Urin zu erkennen. Nierentumore waren schon seit dem 17. Jahrhundert bekannt, wurden nun aber genauer untersucht. So beschrieb Grawitz 1883 das Hypernephrom.

Der Heidelberger Chirurg Gustav Simon (1824–1876) entfernte 1869 als erster eine Niere wegen Urinfistelbildung mit Komplikationen, nachdem er die Operation an dreißig Hunden erprobt hatte. 1871 entfernte er eine vereiterte, steintragende Niere, der Patient verstarb jedoch an einer Infektion. Henry Morris gelang 1880 die erste Nephrolithotomie (Steinentfernung aus der Niere). Durch Weiterentwicklung der Operationstechniken, insbesondere der Blutstillung, sowie durch Einführung der Wunddrainage gelang 1889 die erste partielle Nephrektomie, um Nierensteine und -abszess zu entfernen.

Die Tumorchirurgie begann ebenfalls langsam, sich zu entwickeln. Wolcott versuchte 1861 die Entfernung eines Nierentumors, der Patient verstarb jedoch an einer Infektion. Insgesamt wird dieser Eingriff insbesondere aufgrund des späten Tumorstadiums, des hohen Blutverlustes und von Infektionen häufig nicht lange überlebt. Die Entwicklung schritt jedoch fort. Albarran führte 1898 die erste Entfernung von Niere und Harnleiter, die so genannte Nephroureterektomie, durch. Bereits 1887 hatte Czerny die erste partielle Nephrektomie aufgrund eines Sarkoms durchgeführt. Im Gegensatz zu der schwierigen Chirurgie bei Nierenkrebs gelang es häufig, gutartige Geschwülste erfolgreich zu entfernen.

Neben der Nierenentfernung begann man bereits, erste plastische Operationen an der Niere durchzuführen. Während man anfangs bei einer Wassersackniere noch zur Entfernung neigte, widmete man sich mehr und mehr der organerhaltenden Operation. Zum Ende des 19. Jahrhunderts unternahmen hier Trendelenburg (1886), Ernst Küster (1891), Fenger (1892) und Israel (1896) Nierenbeckenplastiken (hierbei wird die ursächliche Engstelle entfernt und Harnleiter und Nierenbecken wieder miteinander verbunden). Albarran leistete in Frankreich auf diesem Gebiet einen wichtigen Beitrag.

Der Beginn der Prostatachirurgie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bereits von Morgagni im 18. Jahrhundert beschrieben, wird die Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung) nun als Ursache der Blasensteinbildung und der Miktionsstörungen identifiziert. Zwar kann man Blasensteine, wie oben ausgeführt, besser therapieren, die Operation der Prostata ist jedoch noch nicht erfolgt. Erste Versuche der Entfernung über die Harnröhre sind ohne größeren Erfolg. Im Jahr 1885 führt Goulay die erste Entfernung über einen Bauchschnitt durch. In Amerika wird diese Methode von Goodfellow (1855–1919) übernommen. Dem Londoner Arzt Freyer (1852–1921) gelingt am 21. November 1900 die erste vollständige Entfernung des Prostataadenoms über einen Unterbauchschnitt und die eröffnete Harnblase. Trotz großen Blutverlustes gesundet der Patient. In den folgenden Jahrzehnten wurde diese Methode weiterentwickelt. Insbesondere schenkte man der Blutstillung besondere Aufmerksamkeit. Der Wiener Professor für Urologie Theodor Hryntschak (1889–1952) hatte hieran maßgeblichen Anteil. Diese Methode hat bis heute Bestand, wenngleich sie nur noch selten angewandt wird. Ein anderer Weg ist die Methode nach Millin. Hierbei wird die Harnblase nicht eröffnet, sondern die Kapsel der Prostata. Diese Operation wurde 1908 durch den Arzt von Stockum in Rotterdam erprobt und durch den britischen Arzt Terence Millin 1943 übernommen und perfektioniert. In Heidelberg wird von Czerny 1889 erstmals eine Prostatektomie (vollständige Entfernung der Prostata und Samenbläschen) bei einem Prostatakarzinom durchgeführt. Er wählt den Zugang über den Damm. Durch Fuller wird 1898 dieser Eingriff erstmals über einen Bauchschnitt ausgeführt.

Die Nutzung von Röntgenstrahlen in der Urologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pyelogramm

Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte 1895 die nach ihm benannten Röntgenstrahlen. Damit begann die Entwicklung der Radiologie. Was die Urologie betrifft, wurde 1906 erstmals die von F. Voelcker und Alexander von Lichtenberg entwickelte „retrograde Pyelographie“ vorgestellt, wobei das Nierenbeckenkelchsystem und die Harnleiter mit einer Kollargol-Lösung dargestellt wurden. Es kam dabei jedoch zu schwersten Nebenwirkungen.[10] 1927 wurden von Maurice Chevassu Harnleiter und Nierenbecken mit Kontrastmittel, das im Rahmen einer Blasenspiegelung direkt in die Harnleitermünung eingebracht wird, dargestellt.[11] 1929 führte von Lichtenberg die Pyelographie, d. h. die Darstellung der ableitenden Harnwege über in die Vene eingebrachtes Kontrastmittel, wieder in die Diagnostik ein. Am 28. September 1929 wurden auf dem 9. Deutschen Urologen-Kongress in München von Alexander von Lichtenberg und Moses Swick[12][13] erstmals die Fachwelt überzeugende Urogramme (mittels des durch die Chemiker Arthur Binz und Curt Räth entdeckten Uroselectan)[14] und damit erstmals brauchbare Röntgenbilder der Niere demonstriert.[15][16] Damit waren neue Wege der Diagnostik eröffnet. Die Röntgenfotografie wurde bei einer Nierensteinoperation erstmals von dem Nürnberger Urologen Eduard Pflaumer durchgeführt.[17] Die 1973 eingeführte axiale Computertomographie ermöglichte auch in der Urologie weitere Verbesserungen.

Die Begründung einer neuen Fachrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die rasante Entwicklung in der Urologie führt in Paris zur Gründung einer eigenen urologischen Abteilung durch Felix Guyon (1831–1920). Er übernimmt 1890 den ersten Lehrstuhl für Urologie. In Deutschland habilitiert 1889 Maximilian Nitze und wird 1900 zum außerordentlichen Professor für Urologie an der Charité. Auf der 78. Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte im September 1906 in Stuttgart wird die „Deutsche Gesellschaft für Urologie“ gegründet. Der Facharzt für Urologie wird 1924 etabliert. Erst im Jahr 1970 wird jedoch in einem Übereinkommen mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie die universitäre Eigenständigkeit der Urologie festgeschrieben.

Die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einführung neuer Untersuchungsmethoden wie Sonografie, Computertomografie und nuklearmedizinische Untersuchungen führen zu einer erheblichen Verbesserung im Erkennen und Therapieren urologischer Erkrankungen. Die Entdeckung des Penicillins und die Weiterentwicklung der Antibiotika reduzieren die Infektionsrate und damit die Sterblichkeit drastisch. Neue Operationsverfahren wie die radikale Prostatektomie oder die radikale Zystektomie (Entfernung der Harnblase) mit Blasenersatz werden entwickelt. Die erste erfolgreiche Nierentransplantation wird 1956 durchgeführt. Der Fortschritt auf dem Gebiet der Endoskopie ermöglicht die Entwicklung der transurethralen Resektion zur Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen und des Harnblasenkrebses. In München am Klinikum Großhadern wird 1980 erstmals die Zertrümmerung von Nierensteinen von außen durchgeführt und entwickelt sich rasch zum Standard (siehe den Abschnitt „Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie“ im Artikel „Nierenstein“). Neue kleinste Endoskope ermöglichen die Inspektion von Niere und Harnleiter. Die Chemotherapie und die Strahlentherapie verbessern die Behandlungsmöglichkeiten von Tumorerkrankungen. Schließlich hält die Laparoskopie in den 1990er Jahren Einzug in die Urologie, die erste laparoskopische Nephrektomie wurde 1991 und die erste laparoskopische Prostatektomie wurde 1992 durchgeführt.[18] Die laparoskopische Technik wurde durch die Verwendung eines Operationsroboters (Da Vinci-Operationssystem) weiterentwickelt, welcher vor allem in der Urologie zum Einsatz kommt. Auch die Spezialisierung schreitet in der Urologie stetig voran. In einer noch jungen urologischen Spezialdisziplin, der Neurourologie werden alle Störungen des Harn- und Genitaltraktes behandelt, die durch eine Verletzung oder Erkrankung des Nervensystems verursacht wurden. Vor allem Patienten mit einer Querschnittlähmung sind davon betroffen, aber auch Patienten mit multipler Sklerose, Morbus Parkinson oder nach Schlaganfall. Weitere Spezialdisziplinen der Urologie sind die Andrologie (Lehre der Fortpflanzungsfunktionen des Mannes), die Kinderurologie (angeborene Erkrankungen) und die Deutschland vor allem von Walter Stoeckel (Berlin) und Karl Burger (Würzburg) vorangetriebene Gynäkologische Urologie[19] bzw. Urogynäkologie (unter anderem Behandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz sowie Lageveränderungen der Genitalorgane von Frauen).

Facharzt für Urologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Urologe wird ein Facharzt für Urologie bezeichnet. Diese Bezeichnung darf tragen, wer nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte die Facharztkompetenz im Gebiet der Urologie erworben hat.

Um nach einem absolvierten Medizinstudium in Deutschland als Facharzt für Urologie tätig zu werden, bedarf es einer insgesamt fünfjährigen ärztlichen Weiterbildungszeit. Mindestens 48 der 60 Monate Weiterbildungszeit müssen im Fachgebiet der Urologie an einer von der entsprechenden Landesärztekammer zugelassenen Weiterbildungsstätte bei einem zugelassenen Weiterbilder absolviert werden. Entsprechend ergeben sich auf die Weiterbildung anrechenbare Weiterbildungszeiten außerhalb der klinisch-urologischen Weiterbildung, wobei nach § 4 Abs. 4 der Musterweiterbildungsordnung (MWBO) die Mindestdauer eines anrechenbaren Weiterbildungsabschnitts sechs Monate betragen muss:

  • 12 Monate stationäre Patientenversorgung in der Chirurgie
  • 12 Monate in einem anderen Fachgebiet
  • 12 Monate ambulante Patientenversorgung, z. B. bei einem niedergelassenen Urologen.

Die Weiterbildungsinhalte gliedern sich nach MWBO in

  • Kenntnisse, Erfahrungen, Fertigkeiten und
  • Detaillierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren.

Die Durchführung einer bestimmten Anzahl von Operationen und Prozeduren muss anhand von Richt- bzw. Anhaltszahlen nachgewiesen werden (OP-Katalog). Außerdem soll der Inhalt von mindestens jährlich zu führenden Personalgesprächen zwischen Weiterbilder und Arzt in Weiterbildung dokumentiert werden. Die Ärztekammern sowie die Deutsche Gesellschaft für Urologie, der Berufsverband der Deutschen Urologen und die German Society of Residents in Urology bieten dazu ein erweitertes Logbuch an.[20] Es strukturiert die Vorgaben der MWBO praxisrelevant und definiert ein einheitliches, modulares (Muster-) Curriculum für die deutsche Urologie. Wenn die Bedingungen erfüllt sind, kann die Anmeldung zur Facharztprüfung bei der zuständigen Landesärztekammer eingereicht werden.

Vereinigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1972 gründete sich die European Association of Urology (EAU).[21] Mit Thaddäus Zajaczkowski und Dirk Schultheiss engagiert sie sich vorbildlich in der Geschichte des Fachs.

In Deutschland gibt es den Berufsverband der Deutschen Urologen e. V. (BDU), die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU)[22] und die Südwestdeutsche Gesellschaft für Urologie.

Österreich: Österreichische Gesellschaft für Urologie und Andrologie[23]

Schweiz: Schweizerische Gesellschaft für Urologie (= Société suisse d' urologie)[24] Die 'Schweizerische Gesellschaft für Kinderchirurgie' hat fünf Arbeitskreise; einer davon ist die 'Swiss Society for Paediatric Urology (SwissPU)'[25]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Statistikportal Statista waren im Jahr 2014 in Deutschland 5635 Urologen berufstätig.[26]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evert Dirk Baumann: Über die Erkrankungen der Nieren und Harnblase im Altertum. In: Janus, Band 37, 1933, S. 33–47, 65–83, 116–121 und 145–152.
  • Johanna Bleker: Die Geschichte der Nierenkrankheiten. Mannheim 1972 (= Medizinhistorische Schriftenreihe der Studienreihe Boehringer Mannheim, 2)
  • Jürgen Konert, Holger Dietrich: Illustrierte Geschichte der Urologie. Berlin 2004.
  • Horst Kremling: Geschichte der gynäkologischen Urologie. München/Wien/Baltimore 1987.
  • Dirk Manski: Urologielehrbuch.de, Stadtbergen: Dirk Manski 2017, ISBN 978-3-946441-00-7.
  • Jürgen Sökeland, Harald Schulze, Herbert Rübben, Carl-Erich Alken: Taschenlehrbuch Urologie, 14. Aufl., G. Thieme Verlag, Stuttgart, New York 2008, ISBN 978-3-13-300614-9.
  • André Dufour: Geschichte der Urologie, in: Illustrierte Geschichte der Medizin, deutsche Bearbeitung von Richard Toellner, Salzburg 1980–1982 und als Sonderauflage ebd. 1986, III, S. 1394–1447.
  • Dirk Schultheiss (Hg.): Streiflichter aus der Geschichte der Urologie. Berlin 2000.
  • Hubert Frohmüller: 35 Jahre erlebte Urologie. Die Entwicklung des Faches in der persönlichen Erfahrung. (Abschiedsvorlesung am 24. Juni 1996) In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 24, 2005, S. 570–579.
  • Henry Meige: Les urologues. In: Archives générales de médicine. 1900.
  • Herny Meige: Les urologues dans l'art. In: Aesculape. Neue Folge, Band 18, Nr. 3, 1928, S. 54–67.
  • Camille Vieillard: L'urologie et les médicins urologues dans la médicine ancienne. Paris 1903.
  • Brigitte Lengersdorf, Cord Matthies, Annegret Nietz, Denise Oppermann, Alexander Haese, Sabine Bröker und Anke Baumgarten: Urologie, in: Margret Liehn, Brigitte Lengersdorf, Lutz Steinmüller, Rüdiger Döhler: OP-Handbuch. Grundlagen, Instrumentarium, OP-Ablauf, 6., aktualisierte und erweiterte Auflage. Springer, Berlin Heidelberg New York 2016, ISBN 978-3-662-49280-2, S. 446–524.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Urology – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.klinikum-braunschweig.de/735.0.html Urologie Leistungsspektrum, 9. April 2015
  2. Rüdiger Döhler, Heinz-Jürgen Schröder und Eike Sebastian Debus: Chirurgie im Norden. Zur 200. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Chirurgen in Hamburg 2017. Kaden Verlag, Heidelberg 2017.
  3. Vgl. etwa Willy Braekman, Gundolf Keil: Die ‚Vlaamsche Leringe van orinen‘ in einer niederfränkischen Fassung des 14. Jahrhunderts. Randbemerkungen zur Gliederung des mittelalterlichen Harntraktats. In: Niederfränkische Mitteilungen. Band 24, 1968, S. 75–125.
  4. Hans Joachim Schneider (Hrsg.): Urolithiasis: Etiology - Diagnosis. Springer Science & Business Media, Berlin / Heidelberg / New York 2012, S. 250 f.
  5. D. Urquhart-Hay: Sir Henry Thompson, the first English urologist. In: British Journal of Urology. Band 73, 1994, S. 345–351.
  6. Barbara I. Tshisuaka: Thompson, Sir Henry. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/ New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1396 f.
  7. Franz Hoff, Theodor Neeff: Die cystoskopische Farbenphotographie und ihre Leistungen. In: Zentralblatt für Gynäkologie. Band 63, 1939, S. 1672–1683.
  8. Heinz Drescher: Der heutige Stand der intravesikalen Farbphotographie in der gynäkologischen Urologie. In: Zentralblatt für Gynäkologie. Band 75, 1953, S. 1481–1486.
  9. Horst Kremling: Würzburger Beiträge zur Gynäkologischen Urologie. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 5, 1987, S. 5–11, hier: S. 7.
  10. Horst Kremling: Zur Geschichte der urologischen Röntgendiagnostik. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 6, 1988, S. 5–19; hier: S. 8.
  11. Maurice Chevassu: L'Exploration anatomique des lésions chirurgicales du rein au moyen de l'urétéro-pyélographie rétrograde. Masson, Paris 1932.
  12. Moses Swick: Darstellung der Niere und der Harnwege im Röntgenbild durch intravenöse Einbringung eines neuen Kontraststoffes, des Uroselectans. In: Klinische Wochenschrift 8, 1929, S. 2087
  13. Alexander von Lichtenberg, Moses Swick: Grundlagen und Durchführung der intravenösen Darstellung der Harnwege. In: Zentralblatt für Gynäkologie. Band 53, 1929, S. 3387.
  14. Arthur Binz: Geschichte des Uroselectans. In: Zeitschrift für Urologie. Band 31, 1937, S. 73–84.
  15. Horst Kremling (1988), S. 9
  16. Horst Kremling: Würzburger Beiträge zur Gynäkologischen Urologie. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 5, 1987, S. 5–11, hier: S. 6.
  17. Horst Kremling: Eduard Pflaumer (1872–1957). Ein Wegbereiter der Urologie. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 14, 1996, S. 81–84; hier: S. 84.
  18. D. Manski, Online-Lehrbuch der Urologie
  19. Horst Kremling: Würzburger Beiträge zur Gynäkologischen Urologie. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 5, 1987, S. 5–11, hier: S. 7 f.
  20. Beitrag im Urologen Verzeichnis
  21. www.uroweb.org
  22. www.urologenportal.de
  23. Uro.AT
  24. Urologie.ch
  25. SwissPU
  26. Anzahl der berufstätigen Ärzte in Deutschland nach Arztgruppe in den Jahren 2010 bis 2014