Jean Colombera

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Jean Colombera (* 2. Februar 1954 in Esch an der Alzette) ist ein luxemburgischer Arzt und Politiker.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Colombera studierte Medizin an der Universität Nancy und später Homöopathie an der École mosane d’homéopathie in Huy und Naturheilverfahren in Bobigny.[1] Er ist Mitgründer der Association luxembourgeoise pour les méthodes préventives und der Sektion Luxemburg der Union francophone pour les cannabinoïdes en médecine, die für den medizinischen Einsatz von Cannabis eintritt. 2012 wurden Ermittlungen gegen ihn aufgenommen, da er angeblich Medikamente auf Basis von Cannabis verschrieben habe.[2]

Colombera war bis 1999 italienischer Staatsbürger, dann nahm er die luxemburgische Staatsbürgerschaft an.[3]

Vom 13. Juli 1999 bis zum 5. Juni 2004 war Colombera ADR-Abgeordneter für den Norden in der Chambre des Députés. Bei den Parlamentswahlen vom 7. Juni 2009 konnte er erneut ins Parlament einziehen. Ende 2012 verließ Colombera nach Streitigkeiten die ADR und saß seitdem als unabhängiger Abgeordneter im Parlament. Im Juni 2013 gründete er die PID Partei fir Integral Demokratie, mit der er zur Kammerwahl 2013 antrat.[4] Die Partei konnte allerdings keinen Sitz im Parlament erlangen, womit Colombera aus der Abgeordnetenkammer ausschied.2017 wurde er Bürgermeister der Gemeinde Vichten. 2018 ging seine Partei PID mit der Piratenpartei ein Bündnis ein,[5] und sie erlangten 2 Sitze im Parlament. 2018 wurde das medizinische Cannabis in Luxemburg legalisiert.

2008 und 2009 brachte er zwei "Sachbücher in Romanform" heraus, die sich mit weiblichen und männlichen Rollenbildern beschäftigen.[1]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 wurde er mit dem Verdienstorden des Großherzogtums Luxemburg im Rang des Ritters ausgezeichnet. 2004 wurde er mit dem Verdienstorden des Großherzogtums Luxemburg im Rang des Offiziers ausgezeichnet.[6] 2014 wurde er mit dem Ordre Grand-Ducal de la Couronne de Chêne im Rang des Offiziers ausgezeichnet.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c http://www.autorenlexikon.lu/page/author/308/3080/DEU/index.html
  2. http://www.wort.lu/de/lokales/im-fall-einer-anklage-wuerde-ich-mich-dem-richter-stellen-4f61ce02e4b0860580aaad7e
  3. http://www.wort.lu/de/lokales/der-alternative-medizinmann-4f61ece8e4b0860580abb5a2
  4. http://www.wort.lu/de/view/colombera-folgt-jaerling-parteigruendung-als-fluchtweg-51cb48a8e4b02fa5029bf633
  5. Piraten und PID machen gemeinsame Sache. 23. März 2018, abgerufen am 18. Februar 2019.
  6. http://www.chd.lu/wps/wcm/connect/fd98f300487edb0eb8dffe79ee257095/CR017.pdf?MOD=AJPERES

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]