Jedlová (Berg)

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Jedlová
Jedlová im Winter

Jedlová im Winter

Höhe 774,2 m n.m.
Lage Tschechien
Gebirge Lausitzer Gebirge
Dominanz 3,7 km → Pěnkavčí vrch
Koordinaten 50° 51′ 24″ N, 14° 33′ 35″ OKoordinaten: 50° 51′ 24″ N, 14° 33′ 35″ O
Jedlová (Berg) (Tschechien)
Jedlová (Berg)
Typ Kegelberg
Gestein Phonolith

Der Jedlová (deutsch Tannenberg, 774,2 m)[1] ist der dritthöchste Berg des Lausitzer Gebirges. Typisch ist die gleichmäßig ausgerundete Kegelform des Berges mit dem auch von Ferne sichtbaren Aussichtsturm.

Die tschechische und die deutsche Bezeichnung des Berges sind gleichbedeutend.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Bahnhof Jedlová zum Tannenberg

Der Jedlová liegt dem Hauptkamm des Lausitzer Gebirges nördlich vorgelagert, ungefähr 8 km südwestlich von Varnsdorf (Warnsdorf) und 10 km nördlich von Nový Bor (Haida). Am Fuß des Berges befindet sich die Stadt Jiřetín pod Jedlovou (Georgenthal), direkt unter der Nordseite des Berges liegen die kleinen Orte Jedlová (Tannendorf), Rozhled (Tollenstein) und Lesné (Innozenzidorf). Bekannt ist die auf der östlichen Schulter des Berges gelegene Burgruine Tollenstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turm und Bergbaude auf dem Jedlová

Im Jahr 1779 weilte Kaiser Joseph II. auf dem Tannenberg.

Eine erste Schutzhütte entstand auf dem Berg im Jahre 1888, drei Jahre später entstand der noch heute vorhandene steinerne Aussichtsturm. Wenig später entstand dann eine geräumige Bergbaude. 1905 wurde direkt auf dem Gipfel ein Gedenkstein zu Ehren von Friedrich Schiller errichtet, welcher auch heute noch existiert. Nach der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei nach 1945 wurden die Gebäude auf dem Berg so vernachlässigt, dass von der Bergbaude nur noch eine Ruine übrigblieb, Anfang der 1990er Jahre existierten von der Baude nur noch einige Mauerreste. Der Aussichtsturm wurde im Jahr 1993 umfassend instand gesetzt und ist seitdem wieder zugängig. Wenig später begann der Wiederaufbau des Berggasthauses. Heute gehört der Jedlová wieder zu den bedeutendsten touristischen Zielen im Lausitzer Gebirge.

Aussicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jedlova hat eine der besten Rundsichten eines Lausitzer Berges. Die weitesten Blickpunkte sind (im Uhrzeigersinn) die Landeskrone (39 km), die Schneekoppe (85 km), Burg Trosky im Böhmischen Paradies (54 km), Burg Bezděz (41 km), Milešovka (55 km), Hoher Schneeberg (35 km), Königstein (41 km), Lilienstein (39 km) und Valtenberg (30 km).

Blick von der Burg Tolštejn auf den Jedlová

Wege zum Gipfel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günstigster Ausgangspunkt ist die Gemeinde Jiřetín pod Jedlovou, von dort führt der Wanderweg über den Křížová hora (Kreuzberg) mit seinem schönen Kalvarienberg zum Gipfel.
  • Ein guter Ausgangspunkt ist auch der mitten im Wald gelegene Bahnhof Jedlová, an der Bahnstrecke Děčín–Varnsdorf. Von dort führt die Route zunächst über den breiten Tolštejnská cesta, um dann auf steilem Pfad zum Gipfel hinaufzuführen.
  • Am Berg kreuzen sich die Europäischen Fernwanderwege E3 vom Schwarzen Meer nach Spanien und E10 von der Ostsee zur Adria.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jedlová (Lausitzer Gebirge) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://dataz.cuzk.cz/gu.php?1=07&2=11&3=028&4=a&stamp=05Be7Uyewta7nE8HV2FBniESNAWFBEca