Jiří Stránský

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Jiří Stránský (2007)

Jiří Stránský (* 12. August 1931 in Prag) ist ein tschechischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramaturg und Übersetzer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stránský entstammt einer wohlhabenden Familie mit aristokratischen Vorfahren. Nach dem Abitur 1950, trat er eine Stelle in einer Druckerei an. 1953 wurde er inhaftiert und wegen Landesverrat vom kommunistischen Regime zu acht Jahren Haft verurteilt. Er durchging einige Arbeitslager, bevor er 1960 amnestiert wurde. Nach seiner Entlassung arbeitete er als Bauarbeiter und an einer Tankstelle. Während dieser Tätigkeit assistierte er im Filmstudio Barrandov. 1974 wurde er wiederum zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt und nach 1 1/2 Jahren entlassen. Er trat wieder eine Stelle als Techniker bei der Mineralölfirma Benzina an und arbeitete weiter extern in der Filmbranche mit.

Nach 1989 publizierte er in der Literaturzeitschrift Literární noviny, Blätter (Listy) und der Volkszeitung (Lidové noviny). 1990 wurde er hauptberuflicher Schriftsteller. Im gleichen Jahr nahm es das Angebot des Leiters in der Auslandsabteilung de Tschechischen Literaturfonds (Český literární fond) an. 1992 wurde Stránský zum Präsidenten der tschechischen Sektion des PEN-Clubs gewählt. 1995 bis 1998 folgte die Ernennung zum Vorsitzenden des Rats der Nationalbibliothek (Rada Národní knihovny).

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während seiner Haft lernte er einige katholische Schriftsteller kennen, was ihm zum Schreiben einiger Bücher animierte, die sich mit dem kommunistischen Regime auseinandersetzten. Sein Werk Bumerang wurde verfilmt und 1998 beim Filmfest München aufgeführt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]