Johann-Peter Hinz

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Johann-Peter Hinz (* 18. März 1941 in Kolberg, Pommern; † 11. Februar 2007 in Halberstadt) war ein deutscher Künstler und Bildhauer und Kommunalpolitiker in Sachsen-Anhalt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Hinz wurde 1941 in Kolberg geboren, wo sein Vater Paulus Hinz Pastor am Kolberger Dom war. Aus der Familie Hinz entstammen mehrere Künstler, so war der ältere Bruder der Bildhauer Erdmann-Michael Hinz (1933–1950), der jüngere Bruder ist der Metallbildhauer Jörg-Tilmann Hinz, seine Neffen sind die Bildhauer Michael Weihe, Christoph Weihe und Daniel Priese.

1946 bekam der Vater eine Anstellung am Halberstädter Dom, weshalb die Familie dorthin umsiedelte. Dort besuchte er zunächst das Martineum (Dom- und Ratsgymnasium) und studierte 1965–1970 Metallgestaltung (u. a. bei Irmtraud Ohme) an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein. Sein ältester Bruder Christoph Paulus Otto Friedrich Hinz (* 1928, † 1991) war Studentenpfarrer der Evangelischen Studentengemeinde Halle (Amtszeit 1955–1963),[1] die damals ansässig im ehemaligen Jenastift der Saalestadt war. Johann-Peter Hinz besuchte die ESG Halle während seines Studiums unter dem Nachfolger seines Bruders, Studentenpfarrer Rudolf Schulze (Amtszeit 1964–1970),[2] regelmäßig.

Ein Leben lang blieb Hinz mit Halberstadt verbunden. Der Mitteldeutsche Rundfunk hatte Johann-Peter Hinz in dem 2002 gedrehten Fernsehfilm „Von Quedlinburg nach Halberstadt“ beim Wirken in seiner Heimatstadt gezeigt sowie ihn zu seiner beruflichen und ehrenamtlichen Arbeit zu Worte kommen lassen, und dieser Film wurde mehrmals ausgestrahlt.[3]

Als überzeugter Christ, als Metallgestalter und engagierter Politiker setzte sich Hinz für die Erhaltung der Altstadtsubstanz Halberstadts ein. 1989 war er ein Mitinitiator der friedlichen Revolution in der Stadt. Nach 1989 wurde er Stadtparlamentspräsident. Für sein Engagement und seine herausragende Initiatorenrolle beim Wiederaufbau des Stadtzentrums wurde er 1992 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.[4] 2001 wurde er Ehrenbürger Halberstadts.

MarienkircheHalle Innenraum 2.jpg

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Geschichte der ESG Halle, "Studpfr. Christoph Hinz, 1955–1963" mit Abbildung (Memento des Originals vom 18. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.esg-halle.info
  2. Die Geschichte der ESG Halle "Studpfr. Rudolf Schulze, 1964–1970", abgerufen am 17. September 2015 (Memento des Originals vom 18. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.esg-halle.info
  3. Zum Beispiel im TV-Nachmittagsprogramm des Südwestrundfunk am 17. September 2015 in der Reihe „Bilderbuch“ von 14.45 bis 15.30 Uhr
  4. Bundespräsidialamt