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Johann Baptist Henneberg

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Johann Baptist Henneberg (* 5. Dezember[1] 1768 in Wien; † 27. November[1] 1822 ebenda) war ein österreichischer Komponist, Pianist, Organist und Kapellmeister.

Titelseite des Klavierauszuges von Henneberg zur Oper "Babilons Piramiden"
Titelseite des Klavierauszuges von Henneberg zu Der Zauberflöte zweyter Theil. Das Labyrinth

Henneberg war 1790 bis 1801 Kapellmeister am Freihaustheater, anschließend bis 1803 am Theater an der Wien. Später erhielt er eine Anstellung als Organist bei dem Fürsten Nikolaus II. Esterházy de Galantha in Eisenstadt, wo er auch Opernaufführungen dirigierte. Ab 1814 war Henneberg Regenschori an der Hofkirche in Wien, 1818 bis 1822 außerdem Organist in der kaiserlichen Hofmusikkapelle.

Henneberg hatte maßgeblichen Anteil an der Einstudierung von Mozarts Oper Die Zauberflöte. Nachdem Mozart die ersten drei Aufführungen einschließlich der Uraufführung am 30. September 1791 selbst dirigiert hatte, übernahm Henneberg die Leitung der nachfolgenden Vorstellungen.[2] Henneberg schuf auch selbst mehrere Opern, die sich seinerzeit großer Beliebtheit erfreuten.

1797 komponierte er gemeinsam mit Ludwig van Beethoven Menuette und Deutsche Tänze für einen Maskenball der Pensionsgesellschaft bildender Künstler, die am 26. November 1797 im Großen Redoutensaal der Wiener Hofburg zur Aufführung gelangten.

Einzelnachweise

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  1. a b Michael Lorenz: „Neue Forschungsergebnisse zum Theater auf der Wieden und Emanuel Schikaneder“, Wiener Geschichtsblätter, 4/2008, (Verein für Geschichte der Stadt Wien), Wien 2008, 15–36.
  2. Jan Assmann: Die Zauberflöte. Eine Oper mit zwei Gesichtern (= Wiener Vorlesungen. Band 179). Picus, Wien 2015, ISBN 978-3-85452-579-0, S. 3.