Johann Baptist Lexa von Aehrenthal

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Johann Baptist Lexa von Aehrenthal (* 30. Juli 1777 in Prag; † 17. Oktober 1845 in Doxan) war ein böhmischer Verwaltungsbeamter und Pomologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lexa von Aehrenthal wurde als Sohn des Johann Anton Ritter Lexa von Aehrenthal geboren.[1] Die Familie war eine 1790 geadelte Bürgerfamilie. Er besuchte das Gymnasium in Prag und studierte dort anschließend Rechtswissenschaften. Er trat danach in den Staatsdienst ein, wurde Landrat beim k.k. böhmischen Landgericht sowie Hofrat bei dem k.k. böhmischen Landesgubernium, dessen Vizepräsident er schließlich wurde. Als Anerkennung seiner Amtstätigkeit wurde er am 10. März 1828 in den Freiherrenstand erhoben.[2]

Lexa von Aehrenthal heiratete am 13. September 1807 Philippine Freiin Schirndinger von Schirnding († 18. August 1811).[3] In zweiter Ehe heiratete er am 7. Januar 1815 die Reichsgräfin Johanna Nepomucena von Wilczek. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor:

  • Johann Baptist II. Freiherr Lexa von Aehrenthal (* 11. März 1817), ∞ Reichsgräfin Maria Felicia von Thun-Hohenstein
  • Franziska Romana Maria Rosina Freiin Lexa von Aehrenthal (* 13. März 1819 in Prag), ∞ Freiherr Franz Xaver Maria Aloys von Paumgarten

Nach dem Tod seines Vaters erbte Lexa von Aehrenthal den Familiensitz Doxan im heutigen Tschechien mit dem Schloss Terespol und dem dazugehörigen Grundbesitz, den sein Vater 1804 erworben hatte. Hier baute er eine umfangreiche Pflanzung von Obstbäumen auf.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anleitung unter den in Deutschland bekanntesten Kernobstsorten ohne Beihilfe wissenschaftlicher Systeme eine den verschiedenen Zwecken entsprechende Wahl selbst treffen zu können: erläutert durch eine im praktischen Sinne aufgefaßte Zusammenstellung, Eintheilung und Ordnung der Kernobstsorten Deutschlands. C.W. Medau und Comp., Prag 1845.
  • Deutschlands Kernobstsorten., 3 Bände, 1833/37/42.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 15. k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1866, S. 49 ff.
  2. Heinrich Reichardt: Wilhelm, „Lexa, Johann Baptist“. In: Allgemeine Deutsche Biographie (1883), S. 514 (Onlinefassung).
  3. Eduard Maria Oettinger: Moniteur des Dates: biographisch-genealogisch-historisches Welt-Register enthaltend die Personal-Akten der Menschheit. Band 1, Verlag Ludwig Denicke, Leipzig 1869, S. 125.