Johann Friedrich Wender

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johann Friedrich Wender (* 1655 in Dörna, Thüringen (getauft 6. Dezember 1655); † 13. Juni 1729 ebenda) war ein deutscher Orgelbauer, der seine Werkstatt in Mühlhausen/Thüringen hatte.

Wender arbeitete eng mit Johann Sebastian Bach zusammen. J. S. Bach bekam 1703 seine erste Organistenstelle an der Neuen Kirche in Arnstadt, nachdem er dort die von Wender neu gebaute Orgel abgenommen hatte. 1707 wechselte Bach nach Mühlhausen, dem Wirkungsort von Wender.

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Schüler von Johann Friedrich Wender sind Johann Christian Dauphin, Johann Jacob John, sein Sohn Christian Friedrich Wender und sein Schwiegersohn Johann Nikolaus Becker.

Werkliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen
1689–1691 Mühlhausen Divi Blasii II/P 29 Erweiternder Teilneubau
1695 Seligenstadt Abtei II/P 31
1699–1703 Arnstadt Neue Kirche Arnstadt Bachkirche Wender-Orgel.jpg II/P 29 Bau einer neuen Orgel für die Neue Kirche, dem Nachfolgebau für die niedergebrannte Bonifatiuskirche, der heutigen Johann-Sebastian-Bach-Kirche.
1701 Weimar Stadtkirche Restaurierung
1708 Mühlhausen Divi Blasii III/P 38 Umbau nach Vorschlägen von J. S. Bach
1714 Erfurt Severikirche Orgel Severikirche Erfurt 2015-08.jpg II/P 24 Prospekt erhalten
1714–1717 Merseburg Dom- und Schlosskirche IV/P 66 Reparatur und Fertigstellung der 1695 von Zacharias Theißner begonnenen Orgel
1716–1722 Merseburg St. Maximi Neubau, am 11./12. Mai 1722 durch den Thomaskantor Johann Kuhnau aus Leipzig und den Merseburger Kirchenmusikdirektor Georg Friedrich Kauffmann geprüft

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wieland Meinhold: Der Mühlhäuser Orgelbauer Johann Friedrich Wender und sein Wirken im Bereich des mitteldeutschen barocken Orgelbaues. In: Mühlhäuser Beiträge. Band 10, 1987, S. 36–41.
  • Christoph Wolff, Markus Zepf: Die Orgeln J. S. Bachs - Ein Handbuch. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2008, ISBN 978-3-374-02407-0.