Johann Mentzer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Pfarrer und Kirchlieddichter Johann Mentzer; zu Johann Fischart, gen. Mentzer siehe Johann Fischart.

Johann Mentzer (* 27. Juli 1658 in Jahmen in der Oberlausitz; † 24. Februar 1734 in Kemnitz bei Bernstadt) war ein deutscher lutherischer Theologe und Kirchenlieddichter.

Leben[Bearbeiten]

Die nur etwa 10 Kilometer von seinem Geburtsort Jahmen entfernte Kirche in Merzdorf war Mentzers erste Pfarrstelle.

Mentzer besuchte das Gymnasium in Bautzen und studierte Theologie an der Universität Wittenberg. Seine erste Stelle erhielt er 1691 in Merzdorf, zwei Jahre später (1693) wurde er nach Hauswalde berufen und schließlich 1696 zum Pfarrer in Kemnitz, wo er bis zu seinem Tod blieb.

Mentzer gehörte einem Dichterkreis an, der durch den aufkommenden Pietismus geprägt war, und den man im 19. Jahrhundert als der zweiten schlesischen Schule zugehörig angesehen hat. Von seinen zahlreichen Kirchenlieddichtungen wurden etwa 40 veröffentlicht. Im Freylinghausenschen Gesangbuch erschien 1704 sein bekanntestes Lied O dass ich tausend Zungen hätte, das sich noch heute im Evangelischen Gesangbuch findet (EG 330).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]