Johann Weitzer

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Johann Weitzer (* 18. August 1832 in Friedberg (Steiermark); † 2. Oktober 1902 in Graz) war ein österreichischer Industrieller. Der Sohn eines Webers machte eine Lehre als Huf- und Wagenschmied und gründete metallverarbeitende Firmen sowohl im österreichischen als auch im ungarischen Teil der Donaumonarchie. Sein prächtiges Grabmal steht auf dem St.-Peter-Friedhof in Graz.

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Graz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Graz eröffnete er 1854 mit drei Gesellen eine Schmiede. Sein Innovationsgeist äußerte sich alsbald in der Lieferung von Fahrzeugen für den Bau des Suezkanals. Mit zunehmendem Produktionsumfang benannte er seinen Betrieb um in „Wagen und Waggonfabrik, Eisen- und Metallgießerei Johann Weitzer“ und zog 1861 auf ein größeres Betriebsgelände in der Nähe des Bahnhofs um. Die Produktionspalette erstreckte sich von Eisenbahnwagen über Maschinen bis zu Waffen. 1872 wurde das Unternehmen umgewandelt in die Grazer Waggon- & Maschinen-Fabriks-Aktiengesellschaft vorm. Joh. Weitzer. Nach mehreren Fusionen ist das Grazer Werk heute Teil von Siemens Transportation Systems.

Arad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1891 gründete Weitzer außerdem eine Firma im damaligen Königreich Ungarn, ebenfalls in Form einer Aktiengesellschaft. Diese Weitzer János Gép,- Waggongyár és Vasöntöde Részvénytársaság in Arad erbrachte ihre historisch bedeutendste Leistung allerdings erst kurz nach Weitzers Tod mit Entwicklung und Bau der ersten Serie von Verbrennungstriebwagen in Europa, den benzinelktrischen Weitzer-De Dion-Bouton-Triebwagen. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Arad zu Rumänien und der Name Weitzer verschwand zugunsten von Astra (als Kürzel für Asociație Transilvana, „Transsilvanische Gesellschaft“). Fortbestehender Teil der nach dem Ende der sozialistischen Planwirtschaft aufgeteilten Firma ist die Personenschienenfahrzeugsparte SC Astra Vagoane Călători SA.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]